Buch, Deutsch, 370 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 148 mm x 225 mm, Gewicht: 543 g
Reihe: GenderCodes
Kälte, Emotionen und Geschlecht in Literatur und Kunst vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart
Buch, Deutsch, 370 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 148 mm x 225 mm, Gewicht: 543 g
Reihe: GenderCodes
ISBN: 978-3-8376-4492-0
Verlag: Transcript Verlag
Bislang gab es kein Buch, das die historischen Polareroberungen und die Kältediskurse in Literatur und Gesellschaft verbindet und dabei einen Schwerpunkt auf die Künste der Gegenwart legt. Daher hat mich die Herausforderung gereizt, die verschiedenen Facetten von Schnee und Eis in einer Arbeit zu bündeln, um deutlich zu machen, dass Kälte – reale oder gefühlte – ein zentraler Richtwert ist, an dem sich die Zustände in der Gesellschaft und das Verhältnis zwischen den Geschlechtern ablesen lässt.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Das Buch geht von einer alarmierenden Beobachtung aus: Während das Eis an den Polen schmilzt, nimmt die soziale Kälte in der Gesellschaft zu. Romane, Filme, Theater, Opern sowie die Bildenden Künste reagieren wie Seismographen auf die Veränderungen und stellen ein Reservoir an Einsichten zur Verfügung, von denen die Politik profitieren könnte.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Das Buch erinnert an Adornos Überlegungen zur 'Dialektik der Kälte' und aktualisierte diese für die Auseinandersetzung mit den Kälteverhältnissen der Gegenwart. Es schärft nicht nur den Blick für die Auswirkungen des globalen Klimawandels, sondern eröffnet auch eine kritische Perspektive auf kältebasierte Technologien in den Wissenschaften.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Aufgrund meines interdisziplinären und kulturkritischen Ansatzes wünsche ich mir Leser und Leserinnen, die an Politik und Literatur gleichermaßen interessiert und für Genderfragen aufgeschlossen sind. Mich interessiert vor allem die Frage, ob und wenn ja welche Bedeutung die Künste bei der Lösung globaler Probleme haben können.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Als zwei Seiten einer Medaille sind innere und äußere Kälte zentrale Reflexionsmetaphern im Verhältnis des Menschen zu sich selbst und seiner Umwelt.
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
- Geisteswissenschaften Geschichtswissenschaft Geschichtliche Themen Kultur- und Ideengeschichte
- Geisteswissenschaften Kunst Kunstgeschichte
- Geisteswissenschaften Literaturwissenschaft Literaturgeschichte und Literaturkritik
- Sozialwissenschaften Soziologie | Soziale Arbeit Soziale Gruppen/Soziale Themen Gender Studies, Geschlechtersoziologie