Buch, Deutsch, Band 14, 134 Seiten, Format (B × H): 230 mm x 155 mm
Reihe: Konfliktforschung
Politische Graswurzeln am Beispiel des ersten Wiener Gemeindebezirks. Herausgegeben von Ilse König und Anton Pelinka
Buch, Deutsch, Band 14, 134 Seiten, Format (B × H): 230 mm x 155 mm
Reihe: Konfliktforschung
ISBN: 978-3-7003-1392-2
Verlag: W. Braumüller
Daher bildet Wien ein besonders anschauliches Exempel für die Unterscheidung zwischen "Verfassungswirklichkeit" und "Realverfassung". Obwohl die Bezirksautonomie mit juristisch eher schwachen Instrumenten ausgestattet ist, hat sich in der Praxis ein diffiziles Netz an Spielregeln entwickelt, innerhalb derer eine Abstimmung zwischen spezifischen lokalen Interessen des Bezirks mit den übergeordneten Interessen der Stadt, eine Artikulationsmöglichkeit und zugleich systemkonforme Kanalisierung lokaler Partizipation der Bevölkerung und nicht zuletzt ein gewisses Ausmaß an Machtteilung im Fall eines Auseinanderfallens parteipolitischer Mehrheitsverhältnisse zwischen Bezirk und Stadt ermöglicht wird. Die für die Wiener Bezirksautonomie zentrale Figur des Bezirksvorstehers ist zwar von ihrer juristischen Aufgabenzuschreibung im österreichischen politischen System einzigartig, in ihrer realen Ausformung aber dennoch sehr signifikant für mögliche Rollenbilder österreichischer Politiker.
Die vorliegende Fallstudie untersucht das spezifisch österreichische politische System an diesem besonders anschaulichen Beispiel der Wiener inneren Stadt.