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E-Book, Deutsch, Band Band 47, 583 Seiten

Reihe: Norm und Struktur

Rutz Die Beschreibung des Raums

Territoriale Grenzziehungen im Heiligen Römischen Reich

E-Book, Deutsch, Band Band 47, 583 Seiten

Reihe: Norm und Struktur

ISBN: 978-3-412-50435-9
Verlag: Böhlau
Format: PDF
Kopierschutz: 0 - No protection



Zum genuinen Bestandteil eines Staates gehören eindeutig definierte Grenzen. Vom Mittelalter bis an das Ende des 18. Jahrhunderts wurden sie verbal beschrieben, materiell und symbolisch markiert und schließlich auch kartographisch vermessen, um eine Herrschaft in ihren räumlichen Dimensionen zu repräsentieren. Die Studie analysiert die Akte territorialer Grenzziehung und ihre Bedeutung für die Entstehung politischer Räume im Heiligen Römischen Reich. Die Territorien des Reiches werden auf breiter Quellengrundlage und unter Einbeziehung westeuropäischer Vergleichsbeispiele untersucht, regionale Schwerpunkte bilden Franken, Bayern, das Rheinland und Westfalen. Dabei zielt die Untersuchung auf eine allgemeine Modellbildung zur Genese räumlich-territorialer Herrschaft in der Vormoderne. Im Mittelpunkt stehen die Verfahren zur Beschreibung und Markierung von Grenzen und deren intermediales Zusammenspiel. Eine besondere Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang der herrschaftlichen Nutzung der Kartographie zu. Mit ihrem epochenübergreifenden Fokus auf politische Räume und deren Beschreibung und Visualisierung stellt der Band sowohl für die allgemeine Geschichtswissenschaft und die Landesgeschichte als auch für Kunstgeschichte, Kartographiegeschichte und Historische Geographie eine wichtige Neuerscheinung dar.
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1;Cover;1
2;Title Page;4
3;Copyright;5
4;Table of Contents;6
5;Body;10
6;Einleitung;10
6.1;1. Methodische Vorüberlegungen;15
6.1.1;1.1 Elemente einer Raumsoziologie in historischer Perspektive;15
6.1.2;1.2 Prämissen, Vorgehensweise und Anlage der Untersuchung;29
6.2;2. Forschungsstand;35
6.3;3. Quellenlage;52
7;I. Grenzenlose Herrschaft? Herrschaft und Raum im Mittelalter;59
7.1;1. Mittelalterliche Herrschaft zwischen Land, Staat und Territorium;59
7.2;2. Elemente vormoderner (Flächen-)Herrschaft;66
7.3;3. Grenzen im Mittelalter;76
7.3.1;3.1 Grenzterminologien;79
7.3.2;3.2 Grenzen im frühen und hohen Mittelalter;90
7.4;4. Fazit: Kontinuität und Wandel territorial-räumlicher Herrschaft;103
8;II. Vormoderne Verfahren zur Beschreibung und Markierung von Grenzen;106
8.1;1. Verbale Beschreibungen;107
8.2;2. Materielle Markierungen im Feld;115
8.2.1;2.1 Naturräumliche Gegebenheiten;119
8.2.2;2.2 Natürliche und künstliche Objekte;120
8.2.3;2.3 Grenzpfähle, -steine und -säulen;123
8.2.4;2.4 Richtstätten;135
8.2.5;2.5 Befestigungs- und Verteidigungssysteme;138
8.2.6;2.6 Zwischenfazit;146
8.3;3. Symbolische Markierungen im Feld;150
8.3.1;3.1 Versteinungen und Umgänge;152
8.3.2;3.2 Außerordentliche Inszenierungen von Herrschaft auf der Grenze;168
8.3.3;3.3 Zwischenfazit;182
8.4;4. Vermessung und Kartierung;184
8.4.1;4.1 Mittelalterliche Universalkartographie;184
8.4.2;4.2 Frühe Regionalkarten;194
8.4.3;4.3 Vermessungswesen;216
8.4.4;4.4 Zwischenfazit;221
8.5;5. Fazit: Die Immaterialität vormoderner Grenzen;223
9;III. Wissenschaftliche Innovation und räumliche Herrschaftsrepräsentation in der Frühen Neuzeit;231
9.1;1. Vermessungswesen und Instrumentenbau;232
9.2;2. Landesbeschreibung und Staatenkunde;241
9.3;3. Kartographie;262
9.3.1;3.1 Die Regionalisierung der Kartographie in der Frühen Neuzeit;262
9.3.2;3.2 Karten als Instrument von Herrschaft und Verwaltung;284
9.3.2.1;3.2.1 Landesaufnahmen;285
9.3.2.2;3.2.2 Grundstücks-, Flur- und Gemarkungskarten;312
9.3.2.3;3.2.3 Karten vor Gericht;315
9.3.3;3.3 Karten als herrschaftliches Repräsentationsmittel;321
9.4;4. Fazit: Die Verwissenschaftlichung territorialer Grenzziehungen;327
10;Tafeln;330
11;IV. Grenzziehungen im 16. und 17. Jahrhundert;350
11.1;1. Die Integration der Kartographie in das mittelalterliche System der Beschreibung und Markierung von Grenzen;353
11.2;2. Tradition vs. Innovation. Widerstände gegen den Gebrauch von Karten;372
11.3;3. Regionale Differenzierungen;388
11.4;4. Fazit: Karten als Illustration und komplementäres ­Beschreibungsverfahren;398
12;V. Grenzkarten als Argument. Herrschaft und Raum im 18. Jahrhundert;401
12.1;1. Landesvermessungen als Instrument staatlicher Verwaltung;404
12.2;2. Grenzkarten als Rechtsdokumente und Bestandteil von Verträgen;418
12.3;3. Streit um Grenzen – Streit um Karten;425
12.4;4. Fazit: Karten als Leitmedium der Raumbeschreibung;454
13; Schlussbetrachtung: Zur Periodisierung des herrschaftlichen Zugriffs auf den Raum in der Vormoderne;457
14;Quellen- und Literaturverzeichnis;466
14.1;1. Abkürzungen und Siglen;466
14.2;2. Quellen;468
14.2.1;2.1 Ungedruckte Quellen;468
14.2.2;2.2 Gedruckte Quellen und Repertorien;472
14.2.3;2.3 Gedruckte Karten;487
14.3;3. Literatur;490
15;Abbildungsnachweis;561
16;Danksagung;562
17;Register;564


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