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E-Book

E-Book, Deutsch, Band 9, 250 Seiten

Reihe: Ein-Holmes-und-Waterson-Krimi

Richter Mopsjagd

Der letzte Fall für Holmes und Waterson | Ein heiterer Hundekrimi

E-Book, Deutsch, Band 9, 250 Seiten

Reihe: Ein-Holmes-und-Waterson-Krimi

ISBN: 978-3-8437-3100-3
Verlag: Ullstein Taschenbuchvlg.
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Die tierische Spürnase ermittelt in seinem letzten Fall!  Emma, die mittlere Tochter von Holmes' Frauchen Marlene, hat ihren ersten Job angetreten und soll nebenher für den Seniorchef der Firma alte Jagd-Videos digitalisieren. Da Holmes nach den letzten gefährlichen Einsätzen und Erlebnissen in 'Mopssommer' von Frauchen Marlene aufs detektivische Abstellgleis gestellt wurde, langweilt er sich fürchterlich. Seine Zeit verbringt er zumeist mit Emma und hilft ihr bei der Sichtung der alter Jagd-Videos. Dabei entdeckt er - von Emma unbemerkt - einen merkwürdigen Vorfall im Hintergrund. Einen Mord vielleicht? Holmes beginnt auf eigene Faust mit den Ermittlungen, was sich als besonders schwierig erweist, denn Frauchen darf davon nichts merken ... Sie wollen mehr vom Mops? Entdecken Sie die komplette Reihe von Holmes und Waterson! - Band 1: Mopshimmel - Der erste Fall für Mops Holmes und Kommissar Waterson - Band 2: Mopswinter - Mopsdetektiv Holmes ermittelt in einem neuen Fall - Band 3: Mopsfluch - Holmes und Waterson ermitteln international - Band 4: Mopsnacht - Holmes und Waterson müssen ihre Liebsten retten! - Band 5: Mopssturm - Holmes ermittelt in seinem persönlichsten Fall - Band 6: Mopshöhle - Mops à la Provence - Band 7: Mopsball - Der Ball ist rund, ein Spiel dauert 90 Minuten und der Mops findet immer den Mörder! - Band 8: Mopssommer - Holmes und Waterson ermitteln am Bodensee

Geboren wurde ich 1966 in Bielefeld, wuchs aber in Baden-Württemberg auf, wo meine Eltern eine Jugendherberge leiteten. Nach meinem Studium der Geographie in Tübingen begann ich ebenfalls in der Jugendherberge zu arbeiten. Bis heute lebe ich mit meinen beiden Töchtern und vielen Tieren in einem Bauernhaus in Sonnenbühl auf der Schwäbischen Alb. Nach dem Tod meines Sohnes im Jahre 2000 begann ich mit dem Schreiben. Mein erster Roman 'Die Schimmelreiterin' wurde im Herbst 2015 veröffentlicht. Meine eigentliche Liebe gilt aber dem klassischen Kriminalroman. Mein Detektiv ist ein junger Mops namens Holmes.
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-18-
»Wie ich gesagt habe, Hundesabber und ein paar sehr neue Fussel.« Schulmann hielt uns den Beutel mit der kleinen goldenen Nadel hin. »Danke, Kollege. War immerhin einen Versuch wert.« Waterson wollte danach greifen, doch Schulmann zog ihn in letzter Sekunde zurück. »Moment, ich habe nicht gesagt, dass das alles ist.« Er grinste uns triumphierend an. »Genau in dem kleinen Scharnier, an der letzten, engsten Stelle …« Er tippte gegen die Tüte. » … hat sich ein winziges Tröpfchen Blut versteckt. Trotz Witterung konnte es überdauern, und ich vermochte noch verwertbare DNA zu sichern. Das nenn ich mal einen Glückstreffer. Ich schicke dir die Ergebnisse durch, wenn ich fertig bin. Der grüne Faden gehörte vermutlich zu einer Lodenjacke, so wie sie Jäger gerne tragen, aber ansonsten kann ich nichts dazu sagen. An ihm sind keine Blutspuren. Aber immerhin an der Nadel.« »Wow, gute Arbeit, Schulmann. Du bist echt der Beste.« Waterson klopfte dem Chef der Spurensicherung anerkennend auf die Schulter. Ich wedelte ihn begeistert und dankbar an, dann folgte ich meinem Freund aus dem Labor und trabte neben ihm die langen Gänge des Präsidiums entlang. Ein erster greifbarer Beweis! Doch dann wurde mir wieder schwer ums Herz. Der arme alte Herr von Leuthausen. In der Kanzlei ging man bisher offensichtlich von einer gewöhnlichen Todesursache aus – natürlich, warum auch nicht. Er war immerhin schon alt. Ich war gespannt, ob sich dies bestätigen würde oder ob doch mehr dahintersteckte. »Na schau an, du schon wieder.« Gerlach war kein Freund großer Worte und zwinkerte mir verschmitzt zu. Ein Mops dagegen trug seine Glücksgefühle gern und ausgiebig zur Schau, es musste einfach raus. Ich freute mich wie verrückt, ihn wiederzusehen. Nachdem ich ihn dann doch dazu gebracht hatte, meinen Bauch zu kraulen, den ich ihm hingebungsvoll hingestreckt hatte, kam Waterson zur Sache. »Wir fahren mal raus zum Haus des Verstorbenen. Die Obduktion ist noch nicht abgeschlossen, die Pathologie meldet sich bei ersten Ergebnissen.« Frau Buck öffnete die Tür und brach sofort in Tränen aus, als sie uns sah. »Ich bin völlig fertig, und jetzt auch noch die Polizei«, schluchzte sie. »Warum lassen sie uns nicht in Würde trauern! Sie lassen ihn aufschneiden, dabei ist er einfach nur eingeschlafen.« Sie schnäuzte sich undamenhaft in ihr völlig zerfleddertes Taschentuch. »Na dann kommen sie halt rein.« Sie ging voran und führte uns in das gemütliche Wohnzimmer, das ich von meinem ersten Besuch her kannte. Dieses Mal waren jedoch die Vorhänge zugezogen und verdeckten die Aussicht auf die Stadt. Der Geruch von Menthol und Kampfer lag ganz leicht in der Luft, und schon musste ich niesen. »Danke, dass Sie uns trotzdem empfangen. Das ist mein Kollege Ludwig Gerlach, Holmes kennen Sie ja bereits. Wir möchten Ihnen unser Beileid aussprechen. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen trotz Ihrer Trauer ein paar Fragen stellen müssen. Es ist alles nur Routine bei unerwarteten Todesfällen.« Frau Buck seufzte tief und schüttelte den Kopf. »Ich kann es immer noch nicht fassen. Ein schlimmer Verlust für uns. Seine Tochter ist hierher unterwegs, um mit Ihnen zu sprechen. Eigentlich dachte ich, sie sei es, als es geklingelt hat. Aber bitte, nehmen sie doch Platz.« Die beiden Ermittler setzten sich auf das Ledersofa, Frau Buck nahm im Sessel gegenüber Platz. Ich legte mich auf die Füße der Haushälterin, sie waren eiskalt und brauchten dringend einen Mops. Tatsächlich ließ sie mich gewähren und entspannte sich sogar etwas. »Der kleine Kerl ist wirklich entzückend. Früher hatten wir immer Hunde, allerdings natürlich Jagdhunde. Herr von Leuthausen konnte sich aber in letzter Zeit nicht mehr darum kümmern. Er hat seine Lieblinge immer persönlich gepflegt und ausgebildet. Als unsere letzte Hündin vor ein paar Jahren starb, hat er eingesehen, dass es keinen Sinn mehr hatte, einen neuen anzuschaffen.« »Hatte Herr von Leuthausen denn gesundheitliche Probleme?«, wollte Gerlach wissen. »Körperlich war er für sein Alter sehr rüstig. Er war ein kleines bisschen dement, aber es war nicht so weit fortgeschritten, dass es wirklich schlimm gewesen wäre. Ich meine, er war nicht orientierungslos oder aggressiv. Ganz im Gegenteil, er war meistens sehr vergnügt und zu Scherzen aufgelegt. Nur hin und wieder war er etwas vergesslich, und das überspielte er immer mit der Äußerung, dass er ohne seinen Anwalt nichts mehr sagen werde. Herr Waterson weiß, was ich meine. Er war so ein großartiger Mensch.« Erneut füllten sich ihre Augen mit Tränen, und Gerlach und Waterson wechselten einen Blick. Sie warteten ab, bis Frau Buck wieder sprechen konnte. »Hat er denn Medikamente genommen?«, hakte Gerlach nach. »Ja, er hat an einer Studie teilgenommen. Es gibt ein neues Mittel, das den Fortschritt seiner Krankheit deutlich verlangsamen soll. Er bekam einmal im Monat eine Infusion, die Ärztin kam dazu hierher und machte verschiedene Tests mit ihm.« »Wie lange ging das schon so? Gab es Nebenwirkungen?« Waterson hatte mittlerweile einen Block und einen Stift gezückt und schrieb sich Stichworte auf. »Wie heißt die Ärztin?« »Ihr Name ist Frau Dr. Sabine Schirmer. Meinen Sie etwa, das könnte die Ursache für seinen plötzlichen Tod gewesen sein?« Frau Buck sprang unvermittelt auf, und ich purzelte unsanft von ihren Füßen. »Ich habe ihre Karte und seine Krankenakte hier, ich hole sie Ihnen gleich. Aber die Behandlung ging schon über ein Jahr. Die letzte Infusion war Anfang der vergangenen Woche. Er schien sie sehr gut zu vertragen. Warten Sie, ich hole die Unterlagen.« Sie eilte aus dem Zimmer und kam mit einer dicken braunen Akte zurück. »Dürfen wir uns die Akte ausleihen?« Waterson griff danach und fing an, ziellos darin herumzublättern. »Ich denke schon, ich möchte mich aber bei seiner Tochter rückversichern.« Wie aufs Stichwort ertönte die Türklingel, und Frau Buck lief wieder aus dem Raum, um kurz darauf mit einer schwarz gekleideten Frau mittleren Alters zurückzukehren. Sie bemühte sich um Haltung, aber man sah ihr den Schock und die Trauer um den Verlust ihres Vaters an. Ihre Augen waren vom Weinen gerötet und das Gesicht fleckig. Trotzdem lächelte sie uns an, als sie den Raum betrat. Nachdem sich alle vorgestellt und sich die Hände geschüttelt hatten, bat Frau von Leuthausen die Herren, wieder Platz zu nehmen. »Ich denke, Sie können sich Ihre Ermittlungen sparen. Ich habe heute Morgen diesen Brief von ihm erhalten. Er hat sich wohl selbst das Leben genommen.« Sie hielt uns einen aufgerissenen Umschlag hin. Waterson streifte sich ein paar Einweghandschuhe über und zog dann das zerknitterte Blatt heraus. »,Das muss aufhören, ich beende das lieber gleich.‘«, las er vor. »Nicht unterschrieben, keine Entschuldigung.« Er hob den Kopf und sah Frau von Leuthausen an. »Ein typischer Abschiedsbrief ist das aber nicht. Das kann alles Mögliche bedeuten.« »Ja, das schon. Aber mit dem, was Frau Buck gefunden hat …« Alle Blicke richteten sich auf die Haushälterin, die prompt errötete. Waterson war sichtlich verärgert. »Moment mal, gerade hielten Sie es noch für möglich, dass die Behandlung gegen die Demenz für seinen Tod verantwortlich sein könnte. Was haben Sie gefunden? Und warum haben Sie es weggeräumt? Als die Kollegen hierherkamen, deutete nichts auf einen Suizid hin.« Waterson starrte Frau Buck streng an. Die Haushälterin hielt seinem Blick nicht stand und senkte verlegen den Kopf. Dann ließ sie sich auf einen der Sessel fallen und begann laut in ihr Taschentuch zu schluchzen. »Es … es war so ein Reflex. Ich habe alles schnell aufgeräumt, damit es nicht unordentlich ist, wenn die Polizei ins Haus kommt. Er konnte Unordnung nicht ausstehen. Es war nur eine leere Schachtel Schlaftabletten und ein halb volles Glas Wasser. Ich habe es aber seiner Tochter erzählt, sie kam kurz nach Ihren Kollegen hier an. Und außerdem …« Wieder schluchzte sie heftig und konnte nun nicht mehr weitersprechen. Frau von Leuthausen ging zu ihr rüber und legte ihr tröstend die Hand auf die Schulter. Das half, Frau Buck riss sich zusammen und atmete tief durch. »Ich bin, ich meine, ich war verantwortlich für ihn. Ich hätte doch merken müssen, wenn er so verzweifelt war, der arme Mann. Daher habe ich mich an den Gedanken geklammert, dass es vielleicht doch nicht meine Schuld war. Und ja, ich war auch für die Sicherstellung der Tabletten verantwortlich. Aus diesem Grund habe ich sie ja vor ihm versteckt. Er hätte eigentlich keinen Zugang zu der Schachtel haben dürfen. Ich habe ihm jeden Tag die Medikamente für den ganzen Tag in so eine unterteilte Tablettenbox getan. Es hätte nur eine Tablette darin sein dürfen. Ich habe nicht nachgedacht, als ich die Sachen weggeräumt habe. Es tut mir so unendlich leid, dass ich nicht besser aufgepasst habe. Werden Sie mich jetzt verhaften?« Gerlach...


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