Buch, Deutsch, 140 Seiten, Format (B × H): 128 mm x 212 mm, Gewicht: 292 g
ISBN: 978-3-518-43026-2
Verlag: Suhrkamp Verlag
Wie viele Platonow-Helden hat auch Firs, der makedonische Offizier, nicht aufgehört, über das Leben zu staunen. Er ist ein Suchender, der die Schrecken der Existenz am eigenen Leibe erfährt und seine untergründige Traurigkeit nicht los wird. Im geheimen Auftrag Alexanders des Großen lebt er seit einigen Jahren in einem fernen asiatischen Reich. Es erstreckt sich in einem gewaltigen blauen Tal, eingeschlossen von einem 'Himmelsgebirge', dessen Wände 'undurchdringlich sind für den Wind und für die Freiheit'. Statt das Bewässerungsprojekt für den dortigen Despoten durchzuführen, bereitet er einen Aufstand gegen ihn vor.
'Nicht zur Veröffentlichung bestimmt', heißt es in einer Akte des sowjetischen Geheimdiensts über Andrej Platonow und sein Romanprojekt 'Der makedonische Offizier'. Zwischen 1932 und 1936 entstanden, blieb es Fragment und wurde erst Mitte der neunziger Jahre in Russland veröffentlicht. Der dichte Text enthält nicht nur die schärfste Kritik an Stalin, die Platonow jemals formulierte, sondern auch seine Vorahnung einer von Menschen verursachten globalen Katastrophe.
Fachgebiete
Weitere Infos & Material
Der makedonische Offizier
Roman aus einem längst vergangenen Leben
Texte aus dem Umkreis
Erste Begegnung mit Gorki
Stenogramm des Werkstattabends mit Andrej Platonow im Gesamtrussischen Verband sowjetischer Schriftsteller
Anmerkungen
Platonows geheimer Briefstab
Chronik zu Leben und Werk
Danksagung
Biographische Notiz
Der makedonische Offizier
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