Pinnau | Wo Bismarck liegen soll | Buch | 978-3-945927-02-1 | www2.sack.de

Buch, Deutsch, 40 Seiten, PB, Format (B × H): 175 mm x 240 mm, Gewicht: 210 g

Pinnau

Wo Bismarck liegen soll

Eine Fürstengruft im Sachsenwald
Erscheinungsjahr 2015
ISBN: 978-3-945927-02-1
Verlag: Jonitzer Verlag

Eine Fürstengruft im Sachsenwald

Buch, Deutsch, 40 Seiten, PB, Format (B × H): 175 mm x 240 mm, Gewicht: 210 g

ISBN: 978-3-945927-02-1
Verlag: Jonitzer Verlag


Otto von Bismarck (1815–1898) sollte auf Geheiß des Kaisers im Berliner Dom, in der Gruft der Hohenzollern, begraben werden, eine Antwort auf die damals allenthalben ansteigende Woge des Bismarck-Kultes jener Zeit. Der alte Fürst und Reichskanzler, Gründer des zweiten deutschen Kaiserreichs, sollte geehrt und gefeiert werden, grenzenlos und monumental.

In dieser Schrift wird erstmals erzählt, wie es zu dem vergleichsweise glanzlos nüchternen Grabmonument auf dem Friedrichsruher Schneckenberg kam. Die Stimmen der Zeitgenossen führen uns ein in die Zeitumstände, in deren Utopien und Realitäten.
Unmittelbar an den Quellen orientiert, wird erzählt, welche Gedanken und Überlegungen den Architekten und seinen Bauherrn Herbert von Bismarck als Sachwalter seines Vaters leiteten.

Die beiden Planungsjahre begannen – was kaum bekannt ist – in Schönhausen. Sie endeten mit dem Tode des alten Fürsten in Friedrichsruh. Auf seinen Wunsch wurde mit dem Bau der Friedrichsruher Mausoleumsanlage unverzüglich nach den Trauerfeierlichkeiten begonnen und damit ein Faktum geschaffen. Sie ist heute eine letzte original erhaltene Stätte der Erinnerung an Otto von Bismarck.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Vorwort 05
Wo Bismarck liegen soll – eine Fürstengruft im Sachsenwald 06
Zwei Idealentwürfe 10
Der Kaiser 16
Bismarcks Sohn Herbert 17
Die Projekte für Schönhausen 21
Das Mausoleum in Friedrichsruh 29


Das Mausoleum in Friedrichsruh dürfte heute die letzte in der alten Aura erhaltene Erinnerungsstätte für Otto von Bismarck sein, nachdem sein Geburtshaus, das alte Familienschloss Schönhausen, 1958, in der damaligen DDR, abgerissen wurde und sein Alterssitz, Schloss Friedrichsruh, noch in den letzten Kriegstagen 1945 zerstört worden war.

Die Mausoleumsanlage für den Fürsten und Reichskanzler wurde noch zu seinen Lebzeiten erdacht und gleich nach seinem Tode realisiert – als würdiges Grabmal für den großen Toten in Form eines Grabturms in Einheit mit der Gutskirche und einer Krypta als Familiengrablege und – umfriedet von einem großen, umzäunten Gelände mit Pförtnerhaus – als Wallfahrtsort.
Unabhängig, doch nicht unberührt von der damals allenthalben ansteigenden Woge des Bismarck-Kults blieb die Grabmalsentscheidung ganz bei der Familie Bismarck, bei dem ältesten Sohn und dem von ihm gewählten Architekten. Es ist schön zu sehen, wie sich im kaum zweijährigen Planungsprozess das Bauvorhaben aus den beengteren Verhältnissen von Schönhausen löst, in die freiere Luft des Sachsenwaldes und an Umfang wesentlich zunimmt.
Den Anlass, diese Zusammenhänge und die Entstehungsgeschichte des Mausoleums zu erforschen, hatte mir 1990 die große Bismarckausstellung in Berlin geboten. Da sich die Forschungslage gegenüber damals nicht verändert hat und der vorliegende Text bisher nur einmal 1993 in einer Fachzeitschrift Eingang gefunden hatte, gaben mir Bismarckfreunde und der Verleger den Anstoß für diese erweiterte Publikation im Bismarckjahr 2015. Dafür danke ich ihnen.

München, im März 2015

Peter Pinnau



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