Der Autor und Fotograf Péter Nádas denkt über das Schreiben und das Sehen nach.
Im titelgebenden Aufsatz spürt Péter Nádas den verwendeten, vor allem aber den nicht verwendeten Wörtern nach. Das, was nicht oder nicht mehr im Text steht, Auslassungen oder gestrichene Passagen, nennt Péter Nádas «Stumme Poetik». Sie bestimmt, wie wir in einen Text eintreten. Wie verlassen wir ihn wieder? Wie ist das Verhältnis von Beschreibung und Dialog, von Raum und Zeit? Wie gelingt es dem Autor, ein Sprachgebilde plastisch, geradezu dreidimensional zu errichten? Um Struktur, Gliederung, Aufbau, Schichtung geht es auch in
Haydn im Plattenbau
, historisch-soziologische Betrachtung und zugleich sehr persönlicher Nachruf auf den verstorbenen Freund Péter Esterházy. Das gleiche Verfahren wendet der Autor in
In den Farben der Dunkelheit
an, diesmal bezogen auf den Wechsel vom analogen Bild zum digitalen, dem die Plastizität von Licht und Schatten fehlt, die Tiefe, das Drama.
Einer der großen europäischen Erzähler gibt Einblicke in sein Handwerk, sein Werk, und lehrt uns, Bekanntes mit neuem Blick zu sehen.
Nádas
Schreiben als Beruf jetzt bestellen!
Weitere Infos & Material
Nádas, Péter
Péter Nádas, 1942 in Budapest geboren, ist Fotograf und Schriftsteller. Bis 1977 verhinderte die ungarische Zensur das Erscheinen seines ersten Romans «Ende eines Familienromans» (dt. 1979). Sein «Buch der Erinnerung» (dt. 1991) erhielt zahlreiche internationale Literaturpreise. Zuletzt erschienen der große Roman «Parallelgeschichten» und seine Memoiren eines Erzählers: «Aufleuchtende Details». Unter anderem wurde Nádas mit dem Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur (1991), dem Kossuth-Preis (1992), dem Leipziger Buchpreis für Europäische Verständigung (1995) und dem Franz-Kafka-Literaturpreis (2003) ausgezeichnet. 2014 wurde ihm der Würth-Preis für Europäische Literatur verliehen. Péter Nádas lebt in Gombosszeg.
Péter Nádas, 1942 in Budapest geboren, ist Fotograf und Schriftsteller. Bis 1977 verhinderte die ungarische Zensur das Erscheinen seines ersten Romans «Ende eines Familienromans» (dt. 1979). Sein «Buch der Erinnerung» (dt. 1991) erhielt zahlreiche internationale Literaturpreise. Zuletzt erschienen der große Roman «Parallelgeschichten» und seine Memoiren eines Erzählers: «Aufleuchtende Details».
Unter anderem wurde Nádas mit dem Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur (1991), dem Kossuth-Preis (1992), dem Leipziger Buchpreis für Europäische Verständigung (1995) und dem Franz-Kafka-Literaturpreis (2003) ausgezeichnet. 2014 wurde ihm der Würth-Preis für Europäische Literatur verliehen. Péter Nádas lebt in Gombosszeg.