Rutishauser, Eliane
Eliane Rutishauser (* 1963 in Schaffhausen)[1] ist eine Schweizer Fotografin[2] und Künstlerin.[3] Sie lebt und arbeitet in Zürich.
Rutishauser studierte von 1990 bis 1995 Fotografie an der Schule für Gestaltung Zürich und 1994 an der Emily Carr University of Art and Design in Vancouver.[4]
Sie arbeitet in verschiedenen Medien wie Fotografie, Druck, Video und Performance. Für Artist-Residencies hielt sie sich u. a. in Clarksville/Tennessee, Berlin, Montreal/Canada und New York auf. Ihre eigenen Werke zeigte sie in Einzel- und Gruppenausstellungen in der Schweiz und international. Neben ihrer individuellen Praxis arbeitet Rutishauser auch gemeinsam mit anderen Kunstschaffenden, so unter anderem mit Klodin Erb[5] für die Projekte Baby[6] oder ist das Fischli Weiss?[7]. Von 2000 bis 2009 war Rutishauser aktiv in der Künstlerinnengruppe mit[8].
Mit dem Fotografen Roland Iselin betrieb sie 1997–2000 den Ausstellungsraum Motor14 in Zürich, wo unter anderem Olaf Breuning, Nadja Athanasiou und Andrea Helbling ausstellten. 2021 konzipierte sie gemeinsam mit Barbara Naegelin eine multimediale, performative, kuratorische und transdisziplinäre Projektreihe im Ausstellungsraum Klingental, INSTABIL II Das Experiment / Der Beweis, mit Pawel Ferus, Susanne Hofer, Jan Hostettler, Huber.Huber, Alexandra Meyer, Annette Ruenzler, Ósk Vilhjálmsdóttir und Eva Zornio.[9]
2008 gründete sie mit Françoise Caraco Lee Li Photography.[10] Lee Li Photography erarbeitet Bildkonzepte in den Bereichen Dokumentation, Werbung und Webauftritt. Eliane Rutishauser fotografiert häufig Projekte und Performances anderer Künstler, so das Performancefestival Giswil[11] und Auftritte des Künstlers Bruno Jakob[12].
2006 bis 2010 entwickelte Rutishauser mit Gian Vaitl im Auftrag der Pro Helvetia die Fotoschule Projekt 5.6 in Tirana/Albanien. Sie unterrichtet u. a. auch an der ZHAW, der GAF (Gruppe Autodidaktischer FotografInnen), der F+F Schule für Kunst und Design[13] und der ZHdK[14].
Naegelin, Barbara
Barbara Naegelin (* 1967 in Venezuela, lebt und arbeitet in Basel) ist eine Schweizer Installations-, Performance- und Videokünstlerin. Sie war Teil verschiedener Musikperformancegruppen wie der Band Les Reines Prochaines und Butch & Baumann.
Barbara Naegelin absolvierte 1989–1993 die Schule für Gestaltung Luzern und studierte dort Freie Kunst, machte von 1999 bis 2002 den Bachelor an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel in Bildende Kunst/Medienkunst und erwarb 2012–2015 den Master an der Zürcher Hochschule der Künste in Transdisziplinarität, wo sie auch unterrichtet.
Sie war Teil zahlreicher Ausstellungen, Aktionen und Projekte in der Schweiz und im Ausland, hat viele Soloperformances erarbeitet und gezeigt. Barbara Naegelins Arbeiten spielen mit aktuellen und persönlichen Themen, Künstlerbildern und Geschlechterrollen, populärer Forschung, Elementen aus der Unterhaltungsindustrie und der Musikkultur, die sie mit den Bewegungen und Dimensionen ihrer Person und dem Rahmen der Medien selbst in Spannungsverhältnisse bringt. Barbara Naegelin sucht die Zusammenarbeit, arbeitet aber auch gerne solo mit Videos und in Performances. 1997 war sie Mitverfasserin des Ersten Manifests grosser und angesehener Künstlerinnen.[1] Sie war 2002–2008 Teil der Performancemusikgruppe Les Reines Prochaines, die mit wechselnder Besetzung – Muda Mathis, Fränzi Madörin und Pipilotti Rist, Gabi Streiff, Sus Zwick, Sibylle Hauert, Michèle Fuchs und Barbara Naegelin – auftritt. Als international bekannte Bande aus Basel formierten sie sich während der Jugend- und Frauenbewegung der 1980er mit der Intention, traditionelle Kunst- und Geschlechtergrenzen zu hinterfragen.[2] 2001 gründete sie zusammen mit Iris Beatrice Baumann & Tina Z'Rotz Butch&Baumann, eine Musikperformancegruppe die im Basler Kunstkontext sehr bekannt wurde und bis 2011 aktiv war.
Barbara Naegelin ist Künstlerin, Musikerin, Organisatorin, Kuratorin und Dozentin.