Mythopoetik in Film und Literatur | Buch | 978-3-86916-136-5 | sack.de

Buch, Deutsch, Band 5, 261 Seiten, Format (B × H): 150 mm x 210 mm

Reihe: Projektionen. Studien zu Natur, Kultur und Film

Mythopoetik in Film und Literatur

Buch, Deutsch, Band 5, 261 Seiten, Format (B × H): 150 mm x 210 mm

Reihe: Projektionen. Studien zu Natur, Kultur und Film

ISBN: 978-3-86916-136-5
Verlag: edition text+kritik


Mythen dienen einer Vielzahl von Filmen und Romanen als Stoffvorlage und Vergleichsmuster. Neben den klassischen Sagen des Altertums und den Epen des Mittelalters rücken dabei auch die modernen Mythen der Medien in den Blick, die sich nicht selten als zeitgenössische Varianten altbekannter Muster erweisen.
Dieser Band widmet sich in exemplarischen Aufsätzen der Mythopoetik des 20. Jahrhunderts. Das Spektrum reicht vom archetypischen Helden bis zur Avantgarde, vom Narrativ der Metamorphose oder der Odyssee bis zur Intrigenpraxis und Verschwörungstheorie. Die Drehbuchautoren orientieren sich am Kreisschema der Heldenreise, an der Raum- und Erzählstruktur des Labyrinths oder an einzelnen Figuren und Motiven. Produktiv sind Mythen im Western wie im Historienfilm, in der Science-Fiction wie in der Auseinandersetzung mit totalitären Gesellschaftsstrukturen. Die Beiträge machen deutlich, dass dies auch an der Mehrdeutigkeit des Mythenbegriffs liegt. Er schließt die Idee der Mystifikation und Legendenbildung ebenso ein wie die Auffassung, dass der Mythos ein Medium der kulturellen Erinnerung darstellt, das der Identitätsstiftung dienen oder als Instrument der Zivilisationskritik eingesetzt werden kann.
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Weitere Infos & Material


- Matthias Bauer/Maren Jäger: Statt einer Einleitung
- Alexander Honold: Metamorphosen. Ovid und die Mythopoetik des Wassers
- Susanne Gödde: Phantasma Achill. Homer, Euripides, Kleist, Christa Wolf
- Dagmar von Hoff: Narcissus als Gründungsmythos der Avantgarde. Hans Richters mythopoetische Filme
- Günter Helmes: Antigone in Nazi-Deutschland. Die Erzählung "Die Berliner Antigone" (1961/63) von Rolf Hochhuth und das Fernsehspiel "Berliner Antigone" (1968) von Leopold Ahlsen und Rainer Wolffhardt
- Maren Jäger: Das Scheitern von Mythopoetik im Angesicht des Faschismus
Herakles-Figurationen, Mythos und Utopie in der "Ästhetik des Widerstands von Peter Weiss
- Christian Riedel: Homer hat gelogen. Relektüren einer homerischen Randfigur bei James Joyce, Jean Giraudoux und Katharina Hacker
- Rada Bieberstein: Der Khan und das Imperium. Reflexionen zur filmischen Darstellung von Helden, Mythen und Geschichte in "Khan Asparuch"
- Markus Pohlmeyer: Mit Odysseus durch den Weltraum. Mythopoetik in der Science Fiction
- Jana Jäger: Der Mythos "Goethe"bei Thomas Mann und Martin Walser
- Fabienne Liptay: "A mighty maze! But not without a plan". Zur Mythopoetik des Labyrinths in "The Good Shepherd" und anderen Filmen
- Matthias Bauer: Mythopoetik der Verschwörung
- Filmverzeichnis
- Autorinnen und Autoren


Bauer, Matthias
Matthias Bauer, geb. 1962. 1981-1987 Studium der Germanistik, Publizistik und Geschichte an der Universität Mainz. 1992 Promotion. 2002 Habilitation mit der Arbeit Schwerkraft und Leichtsinn. 2007 Ruf auf die W3-Professur für Literatur am Institut für Germanistik der Universität Flensburg.

Jäger, Maren
Maren Jäger, geb. 1977, Studium der Germanistik, Anglistik, Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft an der Universität Mainz, seit 2002 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Institut der Universität Mainz. 2013 Promotion.

Koebner, Thomas
Thomas Koebner, geb. 1941, em. Professor für Filmwissenschaft an der Universität Mainz. Davor Musikkritiker in München, Professor für Germanistik und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Gesamthochschule Wuppertal, Professor für Neuere deutsche Literatur (Schwerpunkt: Medienwissenschaft) an der Universität Marburg, Direktor der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB). Zahlreiche Veröffentlichungen zur deutschen Literatur des 18., 19. und 20. Jahrhunderts, zum Musiktheater, zur Filmgeschichte und zum Fernsehfilm.


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