Am Beispiel von Gerhard Richters Oktober-Zyklus
E-Book, Deutsch, 20 Seiten
ISBN: 978-3-656-54610-8
Verlag: GRIN Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 0 - No protection
Ziel meiner Arbeit ist, die Unschärfe in Gerhard Richters Oktober-Zyklus zu untersuchen und aufzuzeigen, weshalb gerade bei diesen Gemälden die Verwischungen thematisch besonders aufschlussreich sind.
Zitate von Gerhard Richter und Kunstkritikern sollen die Thematik aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. Weiter soll die Arbeit, beginnend den Anfängen der Unschärfe in der Kunst und abschliessend mit Gerhard Richters Biographie, ein Gesamtverständnis zum gewählten Thema vermitteln.
Ein gemaltes oder gezeichnetes Bild als unscharf zu bezeichnen fällt uns schwer, da der Terminus der Schärfe, beziehungsweise der Unschärfe, zweifellos aus der Fotografie stammt. Aufgetragene Farbe kann weder scharf noch unscharf sein, dennoch wird in der Literatur Schärfe zum Beschreiben von Gemälden angewendet und meint klar abgetrennte Konturen. Bei unscharfen Werken werden Konturen zu Gunsten des Gesamteindrucks vernachlässigt oder gänzlich aufgelöst.