Der Stellenwert der Ernährungstherapie bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa
E-Book, Deutsch, 13 Seiten
ISBN: 978-3-640-70939-7
Verlag: GRIN Verlag
Format: PDF
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Crohn oder Colitis ulcerosa leiden, werden Ernährungseinflüsse für die Entstehung, den Ernährungs- und Allgemeinzustand, die Behandlung und das Auftreten von Nahrungsmittel-, Getränke- und Speisenintoleranzerscheinungen als bedeutsam
angesehen. Chronisch entzündliche Darmerkrankungen führen häufig zu Ernährungsstörungen (Mangelernährung), deren Ausgleich Verlauf und Aktivität der Erkrankungen günstig beeinflussen können. Der Stellenwert der enteralen Ernährung mit Trink-, Sonden- und Zusatznahrungen wird im Gesamttherapiekonzept bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa bisweilen nicht gebührend beachtet. 80 – 90 Prozent
der Crohn-Betroffenen leiden unter Bauchschmerzen, teils kolikartig, mit Schleim und Blutauflagerung. Die Beziehungen zwischen Ernährung
und Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind vielfältig und für das symptomfreien Intervall und den akuten Entzündungsschub gegeben. Ob die Ernährungsweise ein Cofaktor in der Auslösung der Erkrankungen ist, ist nicht eindeutig geklärt. Insbesondere im Bereich der Probiotika (Dysbiose, Darmflora, Leaky Gut) scheinen vielfältige Zusammenhänge in der Auslösung und Therapie zu bestehen. Unter dem Begriff chronisch entzündliche Darmerkrankungen werden der Morbus Crohn, die Colitis ulcerosa sowie nicht klassifizierbare Formen (Colitis inditerminata) zusammengefasst. Die Ursachen und die Ätiologie der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen im engeren
Sinne (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa) sind weiterhin nicht geklärt.