Montillon / Themsen / Stern | Perry Rhodan Neo Paket 5: Das große Imperium | E-Book | sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 5, 1280 Seiten

Reihe: Perry Rhodan Neo Paket

Montillon / Themsen / Stern Perry Rhodan Neo Paket 5: Das große Imperium

Perry Rhodan Neo Romane 37 bis 48

E-Book, Deutsch, Band 5, 1280 Seiten

Reihe: Perry Rhodan Neo Paket

ISBN: 978-3-8453-3387-8
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Im Frühjahr 2037: Bei ihren ersten Versuchen, in das Sternenmeer der Milchstraße vorzustoßen, trafen Perry Rhodan und seine Gefährten auf unterschiedlichste Wesen. Manche wurden zu Freunden, etwa die riesenhaften Naats, andere blieben fremdartig oder gar feindselig. Rhodan ist allerdings klar, das er sich vor allem mit dem Großen Imperium arrangieren muss. Das größte Sternenreich der Milchstraße umfasst Tausende von Planeten und wird von einem Regenten beherrscht, der die Menschen hasst. Bekommt er die Position der Erde in seine Hände, droht der Angriff des Imperiums auf die Heimat der Menschheit. Perry Rhodan muss nun das legendäre Epetran-Archiv finden. Nur wenn er dort die Informationen über die Erde löschen kann, hat die Menschheit eine Chance - deshalb beginnt Rhodan einen zweite Expedition nach Arkon ...
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Teil 1: Jetzt
10. Februar 2037: Ein ferner Traum   Ein Monster, dachte Perry Rhodan. Drei Augen starrten ihn aus schwarzer Gesichtshaut an. Sie formten ein Dreieck, und sie schienen zu glühen. Der drei Meter große Koloss könnte ihn in einem einzigen Augenblick zerfetzen oder ihn unter sich zerquetschen. Noch vor neun Monaten hätte ich ihn für ein Monster gehalten und wäre schreiend davongerannt. »Toreead«, sagte Rhodan stattdessen zu dem Naat, der soeben von seiner holografisch projizierten Arbeitsstation zu ihm gegangen – eher gestampft – war. Er kam nicht darauf, wonach der Außerirdische roch. Wie herbe Kräuter oder das dumpfe Aroma von Pilzen in feuchtem Unterholz. Es war ihm nie zuvor aufgefallen. »Wie kann ich dir helfen?« Neben den einander so unterschiedlichen Wesen schwebte ein Hologramm aus flirrendem Licht. Es zeigte die Umgebung ihres Raumschiffs VEAST'ARK. Das arkonidische Schlachtschiff, das sie erst vor Stunden erobert hatten, flog mehr als 400 Lichtjahre von der Erde entfernt im All. Das All war bei Weitem nicht so schwarz und leer, wie man es hätte erwarten können. Vier Schiffe begleiteten die VEAST'ARK, bemannt von Naats wie Toreead, die ein besseres Leben suchten. »Ich habe das Schiff dem positronischen Autopiloten überlassen, weil ich kurz mit dir sprechen will.« Die Stimme des Naats klang dumpf und rau, aber so gar nicht wie die eines Monsters. Wieso sollte sie auch? Er war alles andere als das. Perry Rhodan vertraute ihm, mehr, als er manchem Menschen der Erde hätte vertrauen können, weil es Wichtigeres gab als die Tatsache, auf welchem Planeten ein Wesen geboren worden war. Toreead hob die mächtigen Arme vor den Brustkorb und zerteilte dabei den fernen Sternennebel am Rand des Hologramms, der wie ein ätherischer Dunst wallte und neben dem die winzigen Abbilder unendlich weit entfernter Sonnen im tiefen Schwarz des Alls glänzten. Nun tanzten die unscheinbaren Lichtpunkte auf der dunklen Haut des Außerirdischen. Er bemerkte es noch nicht einmal. Rhodan hingegen glaubte die Sterne zu spüren wie lebendige Wesen, die ihre Gedanken zu ihm sandten. »Wir werden in Kürze unser Ziel erreichen«, sagte Toreead. »Dein heimatliches Sonnensystem.« Seine Beine erinnerten an dicke Säulen, groß genug, um gekauert dahinter Deckung zu finden. Es tat gut, ihn auf seiner Seite zu wissen. Kein Mensch könnte in einem Zweikampf gegen eine solche Kreatur bestehen. Die Naats sahen aus wie die geborenen Sieger, wie Wesen, die sich rein durch ihre Statur alles untertan machten – und doch traf genau das Gegenteil zu. Im Kosmos, in dessen Wunder Perry Rhodan in den letzten Monaten einen winzigen Blick geworfen hatte, waren die Naats vor allem eins: Kanonenfutter. Sie dienten den Arkoniden als Soldaten und wurden für die Sache des Großen Imperiums reihenweise in den Tod geschickt. Der Schein trog, und im All galten andere Gesetze. Es war im wahrsten Sinn terra incognita, unentdecktes Land voller Abenteuer. »Ich danke dir für die Erklärung.« Das konnte noch nicht alles sein. Um diese Information auszutauschen, hätte sich der Naat auch per Funk melden oder ihm die Worte quer durch die Zentrale zurufen können. Also wartete Rhodan ab und schaute Toreead auffordernd an. »Ich weiß nicht, was geschehen soll, wenn wir dort sind«, sagte der Naat. »Wie andere Menschen auf mich reagieren werden.« »Das kann ich dir leider nicht sagen. Ich bin mir nur in einem sicher, und das verspreche ich dir – die Zukunft wird besser als die Vergangenheit. Deine Zeiten als ...« Er stockte. »Sprich es ruhig aus. Kanonenfutter.« Rhodan nickte. »Diese Zeiten sind vorbei. Was immer die Arkoniden dachten, wie sie dich und dein gesamtes Volk auch behandelt haben ... du bist viel mehr wert als das.« Toreead gab ein grollendes Geräusch von sich, das Rhodan als Zustimmung interpretierte, und ging zurück zu seinem Kommandantenplatz. Seine bullige Gestalt verschwand teilweise hinter den flirrenden Lichteffekten der holografischen, seiner Körpergröße angepassten Bedienpulte. Rhodan verblüffte die Routine des Naats. Toreead hatte den Befehl über die VEAST'ARK erst vor Stunden übernommen – und würde ihn abgeben, sobald der Kommandeur des Verbands, Novaal, wieder in der Lage war, diese Aufgabe auszuüben. Einige Menschen arbeiteten an weiteren Stationen in der Zentrale der VEAST'ARK und kümmerten sich um tausend Details, als hätten sie ihr Leben lang nichts anderes getan. Vor Kurzem noch waren sie Besatzungsmitglieder der TOSOMA gewesen. Wie schnell sich die Dinge verändern konnten! Der Aufbruch Richtung Arkon ... das Gespinst ... die Mehandor ... die Schlacht im Tatlira-System ... Man schrieb inzwischen den 10. Februar 2037. Vor etwas weniger als acht Monaten hatte Perry Rhodan die altertümliche Rakete STARDUST bestiegen. Sein Ziel war der Mond gewesen. Dort, auf der Rückseite des Trabanten, glaubte man, ein außerirdisches Raumschiff gesichtet zu haben. Er rechnete es kurz nach – 236 Tage, die nicht nur sein Leben völlig verändert hatten, sondern auch das jedes einzelnen Bewohners der Erde. Perry Rhodan wischte die Erinnerungen fort, als diese ihn gefangen zu nehmen drohten. »Ist der Rest von dir auch angekommen, ja?«, wollte Reginald Bull mit knarriger Stimme wissen. Rhodan hatte seinen alten Freund gar nicht zu ihm treten sehen. »Was meinst du damit?«, fragte er verwirrt. »Na, dein Körper steht hier schon seit einer Minute in der Gegend herum, aber deine Gedanken waren sichtlich woanders, Herr Sofortumschalter.« »Ich bin wieder da. Es läuft doch alles bestens, oder?« »Klar. Wir haben alles im Griff.« Bull verzog das Gesicht. Er wusste so gut wie Rhodan, dass es eigentlich gar nicht ihre Aufgabe war, alles im Griff zu haben. Schließlich waren nicht sie die Kommandanten dieses Schiffes, sondern der Naat Toreead, dessen dicke Arme sich jetzt wieder erstaunlich elegant über die Schalt- und Sensorflächen bewegten. Teilweise schwebten die sehr materiell aussehenden Eingabedisplays der Steueranlage in der Luft und gaben den Blick auf die stämmigen Beine frei. Ein wenig wirkte Toreead wie der Dirigent eines unsichtbaren Orchesters, nur dass sich dieses aus den Maschinen und der Technologie des Raumschiffs VEAST'ARK zusammensetzte. Vor dem Kopf des Naats – Rhodan kam es viel zu dicht vor – schwebte ein Holofeld, auf dem Reihen von Zahlen abliefen, wohl Messwerte, Berechnungen und Ortungsergebnisse. »Toreead hat angekündigt, dass die Regenerationsphase der Strukturfeldkonverter in Kürze abgeschlossen sein wird. Das heißt, wir können bald den zweiten und letzten Transitionssprung wagen.« Dabei legte die VEAST'ARK in einem einzigen Augenblick eine unbegreiflich weite Strecke in einer anderen Ebene der physikalischen Realität zurück. Der erste Sprung hatte sie vor wenigen Stunden über 700 Lichtjahre versetzt; noch vor Kurzem wäre es ein unvorstellbarer, ja lächerlicher Traum gewesen, an solche Entfernungen auch nur zu denken. Nun lagen das Tatlira-System und die Raumschlacht, die sie dort hatten miterleben müssen, eine unbegreiflich weite Strecke im Raum von ihnen entfernt. »Der zweite Sprung wird uns«, fuhr Reg fort, »bis direkt in unser Sonnensystem bringen, in die Nähe der Marsbahn, wenn alles klappt.« »Natürlich wird das gut gehen«, sagte Rhodan gelassen. »Hast du denn kein Vertrauen?« Bull verzog das Gesicht und wies die Positroniksteuerung der VEAST'ARK an, den Bildausschnitt des Hologramms zu verändern, sodass es nicht nur ihre aktuelle Situation, sondern auch ihr Ziel – die Heimat – anzeigte. Es war, als rase die Kamera unendlich schnell davon. Das dreidimensionale Abbild zeigte nun keine einzelnen Sterne mehr, sondern nur noch winzige, zusammengeballte Punkte, die unbegreiflich blieben. Zwei leuchtend rote Symbole markierten 400 Lichtjahre auseinander liegende Positionen. Der Maßstab schien willkürlich, weil es nichts mehr gab, was man damit vergleichen konnte. Es sprengte jede Vorstellungskraft. »Wir springen über einen ewigen Abgrund, Perry. Wenn die Naats sich irgendwo ein klein bisschen verrechnet haben, werden wir ...« »Das werden sie nicht«, unterbrach Rhodan. »Sie haben Erfahrung. Eine Menge davon.« Bull winkte ab. »Wie geht es dir, wenn du an die Erde denkst? Wir waren lange weg. Einen Monat.« »Sie war in dieser ganzen Zeit nur ein ferner Traum«, meinte Rhodan nachdenklich. »Aber zugleich bildete sie immer mein wahres Ziel. Ich wusste, dass wir zurückkehren werden, ganz egal, was passiert.« »Was, glaubst du, erwartet uns zu Hause?« Wenn ich das nur wüsste! Sie waren vor einem Monat aufgebrochen, um nach Arkon vorzustoßen, der Heimat von Crest und Thora und dem geheimnisvollen Mann namens Atlan da Gonozal, der offenbar seit Jahrtausenden – seit dem Untergang des nach ihm benannten Atlantis – auf der Erde lebte. Dieser Plan war kläglich gescheitert; sie waren nicht einmal in die Nähe von Arkon gelangt, dem Machtzentrum eines gigantischen Sternenreiches. Einen Monat lang waren sie unterwegs gewesen. In dieser Zeit hatte Rhodan überdeutlich erlebt, wie grausam der Krieg zwischen den Sternen war und über welche verheerenden Möglichkeiten technisch hochstehende Kulturen verfügten. Und die Erde war schutzlos geblieben. Alles konnte dort inzwischen geschehen sein ... »Keine Antwort, Perry?« Reg grinste. »Was sollst du auch sagen? Ich weiß nur eins – wenn wir zurück sind, warten eine Menge Entscheidungen auf uns. Was tun wir mit diesem...


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