Micali / Fuchs | Angst | E-Book | sack.de
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E-Book, Deutsch, 231 Seiten

Micali / Fuchs Angst

Philosophische, psychopathologische und psychoanalytische Zugänge

E-Book, Deutsch, 231 Seiten

ISBN: 978-3-495-81859-6
Verlag: Verlag Karl Alber
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Angst gilt als Grundbefindlichkeit des Menschseins. In der Philosophiegeschichte kann man keinen anderen Affekt finden, dem eine solch fundamentale Funktion für die Entstehung etwa von Religion, Sprache oder selbst des Staates zugesprochen wurde. Zugleich stellt das Phänomen der Angst eine der schwierigsten Herausforderungen der anthropologischen Untersuchungen dar: Es gibt in der Welt nichts Zweideutigeres als die Angst (Kierkegaard). Wovor ängstigt man sich? Ist die Angst gegenstandslos? Oder verweist sie indirekt auf eine sich entziehende Quelle? Ist diese Quelle in der Phantasie oder in der Wahrnehmung verankert? Birgt die Angst eine Möglichkeit zum authentischen Selbstsein? Oder ist sie primär ein Ausdruck von unbewussten Triebdynamiken? Wie lässt sich eine Grenze zwischen normaler und pathologischer Angst ziehen? Wie kann man Ängste beherrschen?
Die Beiträge des vorliegenden Sammelbandes beschäftigen sich mit diesen Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven und Disziplinen. Neben dem Dialog zwischen Philosophie und Psychotherapie werden kulturwissenschaftliche und theologische Ansätze berücksichtigt, um die Angst als Ausdrucksgestalt eines affektiven Selbst- und Weltverhältnisses zu untersuchen.

Mit Beiträgen von Emil Angehrn, Hartmut Böhme, Michael Bongardt, Jagna Brudzinska, Arne Grøn, Hermann Lang, Alice Holzhey-Kunz, Stefano Micali, Enno Rudolph und Magnus Schlette.
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Weitere Infos & Material


1;Inhalt;8
2;Vorwort;10
3;Angst als Grundproblem der Philosophie;12
3.1;Der Anfang des Denkens – Staunen und Angst;12
3.2;Die Angst des Menschen – Unbestimmtheit und Freiheit;17
3.3;Ambivalenzen des Denkens – Zwischen Metaphysik und Metaphysikkritik;21
3.4;Jenseits der Angst? Menschsein und Philosophie;25
3.5;Literatur;27
4;Angst als Erschütterung;29
4.1;I. Angst als gebannte Ruhe in Was ist Metaphysik?;30
4.1.1;1. Heideggers Begriff des Nichts;31
4.1.2;2. Heideggers Begriff des Nichts im Kontext der metaphysischen Tradition;38
4.1.3;3. Das Phänomen der Angst;41
4.2;II. Angst als Erschütterung;46
4.3;Literatur;55
5;Zweideutigkeiten der Angst;57
5.1;Zweideutigkeit;57
5.2;Was ein Mensch ist;60
5.3;Möglichkeit der Freiheit;62
5.4;Angst als Selbsterschließung;66
5.5;Zweideutigkeit der Angst: Aktivität und Passivität;67
5.6;Literatur;69
6;Angst als Preis der Freiheit;71
6.1;Vorbemerkung;71
6.2;I. Haltlose Freiheit als Quelle der Angst: Sartre;72
6.2.1;1. Dasein und Bewusstsein;72
6.2.2;2. Der Tod ist keine »Möglichkeit«;73
6.2.3;3. Ethik wider Willen;74
6.3;II. Politik statt Ethik;76
6.4;Exkurs: Zeit und Freiheit;77
6.5;III. Abschluss: Orest;77
6.6;Coda;79
6.7;Literatur;80
7;Das Nichts, das uns unbedingt angeht;81
7.1;Kierkegaards Abgrund;82
7.2;Gebrochene Herrschaft;86
7.3;Tillichs Offenbarung;90
7.4;Literatur;97
8;Die Enge des Lebens;99
8.1;Einführung;99
8.2;Grundstruktur der Angst;100
8.3;Gegenstände der Angst – Angst und Furcht;103
8.4;Biologische und anthropologische Grundlagen;105
8.5;Einzelne Formen des Angsterlebens;108
8.6;Die existenzielle Angst bei Sartre;113
8.7;Die Angst um den Anderen bei Levinas;116
8.8;Zusammenfassung;117
8.9;Literatur;117
9;Angst als philosophische Erfahrung und als pathologisches Symptom;120
9.1;1. Die Angst als philosophische Erfahrung;120
9.1.1;1.1 Angst und Furcht in der Umgangssprache und in der Psychiatrie;120
9.1.2;1.2 Angst und Furcht in der Existenzphilosophie;121
9.1.3;1.3 Seinserfahrung und Seinsverständnis;124
9.1.4;1.4 Die traumatische Qualität der Angst;127
9.1.5;1.5 Furcht oder Angst vor Tod und Freiheit;130
9.2;2. Angst als pathologisches Symptom;133
9.2.1;2.1 Das Leiden an irrealen Befürchtungen als ein Leiden an der Angst;134
9.2.2;2.2 Hellhörigkeit als Auszeichnung und als Überforderung;135
9.2.3;2.3 Das Leiden an Angstsymptomen als eine agierende Verneinung der in der Angst erfahrenen Seinswahrheit;136
9.2.3.1;a) Das Beispiel hypochondrischer Befürchtungen;138
9.2.3.2;b) Das Beispiel der phobischen Vermeidung von Entscheidungen;141
9.3;Literatur;144
10;Das Phänomen Angst im Lichte der strukturalen Psychoanalyse;146
10.1;Literatur;156
11;Angst und Individuation;157
11.1;1. Einleitendes zum Problem der Angst;157
11.2;2. Die Angst in der Psychoanalyse Freuds;161
11.3;3. Angst im Lichte des psychogenetischen Konfliktes – Individuation als Weg von der Angst zur Furcht;167
11.4;4. Zeit und Phantasie im Angsterleben als Individuationsprozess – eine abschließende Betrachtung;171
11.5;Literatur;175
12;Die Angst der Selbstverwirklichung;178
12.1;I. Einleitung;178
12.2;II. Angst durch Selbstverwirklichung;180
12.3;III. Selbstverwirklichung durch Angst;182
12.4;IV. Von der Selbstverwirklichung durch Angst zur Angst durch Selbstverwirklichung;192
12.5;Literatur;196
13;Orale Dynamiken und die Angst (in der Religion);198
13.1;1. Die Doppelmatrix des Oralen;198
13.2;2. Drei Figurationen des Schreckens;201
13.3;3. Mischwesen der Angst;206
13.4;4. Die Hölle und die Oralität;208
13.5;5. »Ihre Zähne sind wie Speer und Pfeile«: Biblische Spuren oraler Wut und Angst;211
13.6;6. Zähneknirschen: Bruxismus der Sünder;213
13.7;7. Religion und Angst;215
13.8;Literatur;218
14;Verzeichnis der Autorinnen und Autoren;231


Stefano Micali, Dr. phil., ist wissenschaftlicher Assistent an der Klinik für Allgemeine Psychiatrie - Universitätsklinikum Heidelberg und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsbereich Theologie und Naturwissenschaft bei der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft in Heidelberg.
Thomas Fuchs, Prof. Dr. med. Dr. phil., ist Karl-Jaspers-Professor für Philosophische Grundlagen der Psychiatrie an der Universität Heidelberg. Dort leitet er die Sektion "Phänomenologische Psychopathologie und Psychotherapie". Er ist einer der Leiter der Sektion "Philosophische Grundlagen" der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN).
Professor Dr. Emil Angehrn, geb. 1946, Studium der Philosophie, Soziologie und Volkswirtschaftslehre in Löwen und Heidelberg, Promotion 1976 in Heidelberg, Habilitation 1983 an der Freien Universität Berlin, 1989 Professor für Philosophie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt a.M., seit 1991 Professor für Philosophie an der Universität Basel. 2000-2004 Mitglied des Forschungsrats des Schweizerischen Nationalfonds. 2004-2007 Dekan/Prodekan der Philosophisch-Historischen Fakultät.


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