Maier | Chemiker im "Dritten Reich" | Buch | 978-3-527-33846-7 | sack.de

Buch, Deutsch, 742 Seiten, Format (B × H): 170 mm x 244 mm, Gewicht: 1531 g

Maier

Chemiker im "Dritten Reich"

Die Deutsche Chemische Gesellschaft und der Verein Deutscher Chemiker im NS-Herrschaftsapparat

Buch, Deutsch, 742 Seiten, Format (B × H): 170 mm x 244 mm, Gewicht: 1531 g

ISBN: 978-3-527-33846-7
Verlag: WILEY-VCH


Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) wurde 1949 gegründet und ist heute mit über 30.000 Mitgliedern, vorrangig aus Hochschulen und Industrie, die größte kontinentaleuropäische chemische Gesellschaft.

Ihre im 19. Jahrhundert gegründeten Vorgängerorganisationen, die Deutsche Chemische Gesellschaft (DChG) und der Verein Deutscher Chemiker (VDCh), wirkten als die Motoren der so erfolgreichen Chemie in Deutschland und sind Teil des Erbes der GDCh. Dessen dunkle Seite begann man erst ab 2001 zu untersuchen. Bis dahin sorgten auch in diesem Bereich unserer Gesellschaft existierende Kontinuitäten dafür, dass der Mantel des Schweigens über Leben und Wirken der männerbestimmten Verbände und ihrer Protagonisten gebreitet wurde. Viele Opfer des totalitären NS-Staates blieben gänzlich unbekannt.

Der Wissenschaftshistoriker Helmut Maier legt nun eine eindrucksvolle, umfassende und unabhängige Studie über Funktionen und Strukturen der DChG und des VDCh von 1933 bis 1945 vor. Detailliert wird der Weg auch weniger bekannter Chemiker aus Forschung, Industrie und dem deutschen chemischen Literaturwesen beschrieben, sowie Einzelschicksale systematisch aufgespürt und beleuchtet.

Erstmals existiert ein Gesamtbild über die Berufsgruppe der Chemiker, ihre für das ?Dritte Reich? so bedeutende Rolle und damit vor allem eine mahnende Erinnerung für alle Nachfolgegenerationen.
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Geleitwort
Vorwort
1 Einleitung
1.1 Gründerzeiten der Chemie (1850?1900)
1.2 Die Chemiker des Kaisers (1900?1919)
1.3 Weimarer Krisenjahre (1919?1933)
2 ?Gleichschaltung? ? ?ohne zwangsweise Eingriffe? (1933?1934)
2.1 Machtkämpfe: Robert Ley, Gottfried Feder und die NS-Aktivisten
2.2 Selbstgleichschaltung und Beitritte des VDCh zu NS-Organisationen
2.3 ?Gleichschaltung? und ?Arisierung? der DChG (1933?1934)
2.4 Reichs-Chemiker-Kammer, ?Bilderstürmer? und ?Burgfrieden?
3 Die Disziplinierung standespolitischen Eigensinns (1934?1937)
3.1 Berufsständische Stellen (VDCh) und die ?stillschweigende Arisierung?
3.2 Die Haber-Gedächtnisfeier (1935): ?Was würde der Führer [.] tun??
3.3 ?Es fehlt noch das NS?: VDCh und DChG als Hauptvereine des BDCh
3.4 ?Wir sind jetzt ein NS-Bund? ? die Chemikervereine im NSBDT
4 Die Fachgruppe Chemie im NSBDT (ab 1937)
4.1 Freiwillige Eingliederung, Generationswechsel und die Plassenburg
4.2 Unvollendete Satzungsänderungen: Komplikationen der ?Arisierung?
4.3 Generationswechsel (DChG) und der Kampf mit der Wirtschaftsgruppe
4.4 ?Evviva il Duce!? ? Internationale Beziehungen bis 1939
5 Fachgruppenarbeit und Mitgliederentwicklung
5.1 Gas- und Luftschutz und das Archiv der Gaskampfstoffe
5.2 Wirtschaftschemie, Vierjahresplan, Kunststoffe
5.3 ?Nordrassische? Wissenschaft? ?Deutsche Chemie? und Chemiegeschichte
5.4 ?Unbekannt verzogen? (1938/39) ? Mitglieder, Emigranten, Vergessene
6 Die Kriegsarbeit der Reichsfachgruppe Chemie im NSBDT
6.1 Kriegstagungen, Reichsredner und Gauhäuser der Technik
6.2 Uk-Stellungen: ?W-Betrieb mit Betreuung Heer? (DChG)
6.3 Reichsstellennachweis, Militärchemiker und territoriale Expanison
6.4 Hierarchie und Standesdünkel: Die Chemotechniker-Kontroverse
7 Gemeinschaftsarbeit für den NS-Vernichtungsapparat
7.1 Zentralisierung der Gemeinschaftsarbeit in Frankfurt (VDCh)
7.2 Verein Europäischer Chemiker? Internationale Beziehungen im Krieg
7.3 Mobilisierung der Forschung, Raubaktionen und KZ-Häftlinge
7.4 Schicksale: Gefallene, Inhaftierte, Deportierte, Suizide
7.5 Verlagerung und Untergang: Grünberg, Rüdersdorf und die Archivfilme
8 Zusammenfassung
9 Anhang
9.1 Verzeichnis der Tabellen
9.2 Verzeichnis der Abbildungen
9.3 Verzeichnis der Abkürzungen
9.4 Archive
9.5 Ausgewertete Zeitschriften
9.6 Literatur und publizierte Quellen
9.7 Präsident/innen/en (DChG/
GDCh) und Vorsitzende (VDCh)
9.8 Danksagung

Geleitwort vii

Vorwort xi

1 Einleitung 1

1.1 Gründerzeiten der Chemie (1850–1900) 3

1.2 Die Chemiker des Kaisers (1900–1919) 12

1.3 Weimarer Krisenjahre (1919–1933) 22

2 „Gleichschaltung“ –„ohne zwangsweise Eingriffe“ (1933–1934) 35

2.1 Machtkämpfe: Robert Ley, Gottfried Feder und die NS-Aktivisten 37

2.2 Selbstgleichschaltung und Beitritte des VDCh zu NS-Organisationen 53

2.3 „Gleichschaltung“ und „Arisierung“ der DChG (1933–1934) 75

2.4 Reichs-Chemiker-Kammer, „Bilderstürmer“ und „Burgfrieden“ 95

3 Die Disziplinierung standespolitischen Eigensinns (1934–1937) 121

3.1 Berufsständische Stellen (VDCh) und die „stillschweigende Arisierung“ 121

3.2 Die Haber-Gedächtnisfeier (1935): „Was würde der Führer [.] tun?“ 140

3.3 „Es fehlt noch das NS“: VDCh und DChG als Hauptvereine des BDCh 154

3.4 „Wir sind jetzt ein NS-Bund“ –die Chemikervereine im NSBDT 174

4 Die Fachgruppe Chemie im NSBDT (ab 1937) 197

4.1 Freiwillige Eingliederung, Generationswechsel und die Plassenburg 198

4.2 Unvollendete Satzungsänderungen: Komplikationen der „Arisierung“ 216

4.3 Generationswechsel (DChG) und der Kampf mit der Wirtschaftsgruppe 229

4.4 „Evviva il Duce!“–Internationale Beziehungen bis 1939 247

5 Fachgruppenarbeit und Mitgliederentwicklung 261

5.1 Gas- und Luftschutz und das Archiv der Gaskampfstoffe 262

5.2 Wirtschaftschemie, Vierjahresplan, Kunststoffe 287

5.3 „Nordrassische“ Wissenschaft? „Deutsche Chemie“ und Chemiegeschichte 321

5.4 „Unbekannt verzogen“ (1938/39) – Mitglieder, Emigranten, Vergessene 347

6 Die Kriegsarbeit der Reichsfachgruppe Chemie im NSBDT 381

6.1 Kriegstagungen, Reichsredner und Gauhäuser der Technik 383

6.2 Uk-Stellungen: „W-Betrieb mit Betreuung Heer“ (DChG) 403

6.3 Reichsstellennachweis, Militärchemiker und territoriale Expanison 434

6.4 Hierarchie und Standesdünkel: Die Chemotechniker- Kontroverse 464

7 Gemeinschaftsarbeit für den NS-Vernichtungsapparat 483

7.1 Zentralisierung der Gemeinschaftsarbeit in Frankfurt (VDCh) 485

7.2 Verein Europäischer Chemiker? Internationale Beziehungen im Krieg 502

7.3 Mobilisierung der Forschung, Raubaktionen und KZ-Häftlinge 521

7.4 Schicksale: Gefallene, Inhaftierte, Deportierte, Suizide 559

7.5 Verlagerung und Untergang: Grünberg, Rüdersdorf und die Archivfilme 595

8 Zusammenfassung 619

9 Anhang 631

9.1 Verzeichnis der Tabellen 631

9.2 Verzeichnis der Abbildungen 635

9.3 Verzeichnis der Abkürzungen 637

9.4 Archive 640

9.5 Ausgewertete Zeitschriften 641

9.6 Literatur und publizierte Quellen 642

9.7 Präsident/innen/en (DChG/ GDCh) und Vorsitzende (VDCh) 678

9.8 Danksagung 680

Index 683


Helmut Maier studierte Elektrotechnik und Neuere und Naturwissenschaftsgeschichte in Braunschweig. Seine Doktorarbeit wurde mit dem Rudolf-Kellermann-Preis für Technikgeschichte ausgezeichnet. Nach einem Jahr als Post-doc in den USA wirkte er am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Technikgeschichte der Ruhr-Universität Bochum. 2005 habilitierte er sich an der BTU Cottbus für Technik-, Wissenschafts- und Umweltgeschichte. Seit 2007 hat er den Lehrstuhl für Technik- und Umweltgeschichte in Bochum inne. Sein Forschungs- und Publikationsschwerpunkt liegt im Bereich der Rüstungsforschung während des Nationalsozialismus. Bekannt wurde Helmut Maier durch seine Mitarbeit am Forschungsprogramm der Max Planck Gesellschaft (MPG) zur ?Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus?, wo er für diesen Bereich verantwortlich zeichnete.

Helmut Maier studierte Elektrotechnik und Neuere und Naturwissenschaftsgeschichte in Braunschweig. Seine Doktorarbeit wurde mit dem Rudolf-Kellermann-Preis für Technikgeschichte ausgezeichnet. Nach einem Jahr als Post-doc in den USA wirkte er am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Technikgeschichte der Ruhr-Universität Bochum. 2005 habilitierte er sich an der BTU Cottbus für Technik-, Wissenschafts- und Umweltgeschichte. Seit 2007 hat er den Lehrstuhl für Technik- und Umweltgeschichte in Bochum inne. Sein Forschungsund
Publikationsschwerpunkt liegt im Bereich der Rüstungsforschung während des Nationalsozialismus. Bekannt wurde Helmut Maier durch seine Mitarbeit am Forschungsprogramm der Max Planck Gesellschaft (MPG) zur „Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus“, wo er für diesen Bereich verantwortlich zeichnete.


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