Die Arbeit von Pepi Maier wird heute meist mit seinen atmosphärischen Groß-Installationen der letzten Jahre in Verbindung gebracht: etwa den vereisten Kupferspiralen von Twist Below Zero, die sich eindrucksvoll durchs den Dachgebälk des Ursulinenklosters winden, oder mit Donauregen, bei welchem er – anlässlich der Europäischen Kulturhauptstadt Linz 09 – die Nibelungenbrücke als Wasserfall inszenierte. Um jedoch seiner künstlerischen Herangehensweise auf die Spur zu kommen, lohnt es sich einen weitgespannten Überblick über sein Werk, so wie ihn diese Publikation anstrebt, genauer zu betrachten.
Auch wenn er ganz in der Tradition der concept art gewohnte Sichtweisen, Begriffe und Zusammenhänge hinterfragt, erlangt bei ihm jedoch nie das Konzept, gegenüber der materiellen Ausführung des Werks, dominante Bedeutung. Diese, sich nicht zuletzt hieraus speisende, hohe ästhetische Qualität wird ganz besonders in seinen aktuellen, ephemeren Arbeiten, wirksam und ermöglicht so auch Menschen, abseits eines einschlägigen ExpertInnensystems, eindrückliche Erfahrungen.
(Rainer Zendron im Vorwort)
Maier / Aigner
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Weitere Infos & Material
Maier, Pepi
Pepi Maier: 1959 in Passau geboren
1978–81 Studien in Wien (Theaterwissenschaften, Völkerkunde)
1981–84 Pädagogische Akademie in Linz
1984 Eintritt in die Meisterklasse Metall (Prof. Helmuth Gsöllpointner), Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz
1988 Hauptpreisträger „Zeichen für eine Stadt“ St. Pölten
1989 Kunstförderstipendium der Stadt Linz
1990 Talentförderungsprämie des Landes Oberösterreich
1991 Diplom an der Hochschule für künstlerische Gestaltung Linz
1993–94 Jan van Eyck Academie Maastricht/Niederlande
seit 1995 Lehrauftrag an der Universität für Gestaltung, Linz, Raum & Objekt
seit 2005 Dozent an der Kunstuniversität Linz