Buch, Deutsch, Band 81, 376 Seiten, KART, Format (B × H): 170 mm x 240 mm
Die Alpen in der deutschsprachigen Literatur
Buch, Deutsch, Band 81, 376 Seiten, KART, Format (B × H): 170 mm x 240 mm
Reihe: Innsbrucker Beiträge zur Kulturwissenschaft
ISBN: 978-3-901064-44-9
Verlag: Universität Innsbruck Inst. f. Germanistik
Die BeiträgerInnen in diesem Band erläutern die sich in ständiger Entwicklung befindlichen Begriffe und Vorstellungen von den Alpen und des Alpinismus. Bei den Änderungen des Alpenbilds hat die Literatur stets eine bedeutende Rolle gespielt. Der Band leistet eine neue Aufarbeitung vieler diesbezüglich relevanter literarischer Werke aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der neueren Literatur seit Albrecht von Haller, doch insbesondere auf der Gegenwartsliteratur, wobei eindrucksvoll gezeigt wird, welch zentrale Position die Alpen in der heutigen Literatur einnehmen und dass man am Beginn des neuen Jahrtausends wahrhaftig eine neue vague alpine beobachten kann.
Zielgruppe
Kultur- und LiteraturwissenschaftlerInnen, die an der literarischen Beschreibung der Alpen interessiert sind, vom locus amoenus bis zu literarischen Erinnerungen
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Wolfgang Hackl (Innsbruck): Die Alpen zwischen ›locus amoenus‹ und literarischem
Erinnerungsraum
Maria Behre (Aachen): Selbsterforschung – Naturforschung – Leseforschung in den
Alpen. Goethes Lösung des Werther-Problems in den Briefen aus der Schweiz
Heiko Ullrich (Heidelberg): Vom Kampf ums Überleben zum edlen Wettstreit.
Klimatheorie und Lob des Landlebens in Albrecht von Hallers Lehrgedicht
"Die Alpen"
Christoph Deupmann (Karlsruhe): Streitbare Landschaftsdichtung. Johann Christoph
Gottscheds Einebnung von Hallers Alpen im Lehrgedicht "Die Oberpfalz"
Elisabeth Häge (Tübingen): Die Erfahrung der ›Tiefenzeit‹ im Erhabenen.
Geologische Alpen-Wahrnehmung in Adalbert Stifters "Nachsommer"
Wolfgang Straub (Wien): Über allen Glocknern. Zur Kulturgeschichte und Poetik
der Gipfelräume
Mira Miladinovic Zalaznik (Ljubljana): '[…] fast kein Bauernhaus entbehrt weißer
Vorhänge, einer kleinen Büchersammlung, eines Pianos.' Adolf Ritter von
Tschabuschniggs Reise in die Schweizer Alpen
Wibke Backhaus (Freiburg): Die Gefahren der Alpen und die Faszination des
Männerbunds. Geschlecht und Gemeinschaft in Tourenberichten des
ausgehenden 19. Jahrhunderts
Lena Christolova (Konstanz): Projektionen und Imaginationen der Alpen
im Tatsachenroman "Der Kampf ums Matterhorn" von Carl Haensel (1928)
und den Filmen von Luis Trenker "Kampf ums Matterhorn" (1928) und
"Der Berg ruft" (1938)
Christian Luckscheiter (Berlin): Die brutale Lektüre der Bergvagabunden.
Hans Ertl und die Alpen
Eva Wiegmann-Schubert (Luxemburg): 'Auf den Alpen, kann man weiter von
Europa entfernt sein als auf einer Südseeinsel.'. Zur Funktion des Alpen-Topos
im kulturkritischen Diskurs der Schweiz
Michael Haase (Budapest): 'Oben is immer schön' – Zur Symbolik der Alpen in
Arthur Schnitzlers Tragikomödie. Das weite Land (1911)
Johann Georg Lughofer (Ljubljana): 'Auf den Bergen wohnt die Dummheit'.
Das Bild der Alpen und Berge bei Joseph Roth
Martin Vejvar (Wien): '… wie der Kitsch die seinerzeit geborstene Erdkruste nennt.'.
Die Alpen bei Ödön von Horváth
Leonie Silber (Berlin): 'Die Gesteine brauchen sein Gedächtnis nicht' –
Über die Erosion von Berg, Selbst und Erinnerung bei Max Frisch
und Brigitte Kronauer
Margit Oberhammer (Brixen): Orte des Verdrängten in den ›Alpenstücken‹
von Elfriede Jelinek und Klaus Händl
Jessica Ortner (Kopenhagen): Die Alpen als 'Berg von Leichen und Schmerz' –
Erinnerung und Dialog im literarischen Raum Elfriede Jelineks
Lukas Etter (Bern): Kletterlesen? Essay zu Präsenz und Absenz von Bergen
in der Gegenwartsliteratur aus der deutschsprachigen Schweiz
Paula Wojcik (Jena): Von Luftmenschen und dem Homo alpinus helveticus.
Identitätskonstruktionen in Thomas Hürlimanns Novelle "Fräulein Stark"
Barbara Siller (Innsbruck): 'Erlöse uns von allem übel, habe er gebetet – und auch
vor den bergen' – Der Berg als Dystopia im Literaturraum Südtirol
Janine Hecht (Karlsruhe): 'Alpen erheben sich inmitten des Ozeans'.
Zu Raumdarstellungen in transkulturellen Texten am Beispiel von
Ilija Trojanows Roman "EisTau"
Lena Eckert und Silke Martin (Weimar): Das Verschwinden des Mannes in der
Landschaft – Filmästhetische und gendertheoretische Spekulationen über die
Bergsteigerlegende Reinhold Messner in Nanga Parbat (D 2010, Joseph Vilsmaier)
Ursula Klingenböck (Wien): Der Alpenkrimi – Literaturgeografische und kulturwissenschaftliche Überlegungen zu einem hybriden Genre
Neva Šlibar (Ljubljana): In den Alpen, im Gebirge: "Antwort aus der Stille" von
Max Frisch und "Flucht nach oben" von Annemarie Schwarzenbach
Anna Knaup (Münster): Tatort Heimat. Der Alpenkrimi als moderne Variante
der Heimatliteratur