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E-Book, Deutsch, Band 55, 239 Seiten

Reihe: Marburger Schriften zur Medienforschung

Leiendecker "They Only See What They Want to See"

Geschichte des unzuverlässigen Erzählens im Film

E-Book, Deutsch, Band 55, 239 Seiten

Reihe: Marburger Schriften zur Medienforschung

ISBN: 978-3-7410-0061-4
Verlag: Schüren Verlag GmbH
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Durch Filme wie Fight Club oder The Sixth Sense ist unzuverlässiges Erzählen zur Jahrtausendwende in der Filmwissenschaft ebenso in den Blickpunkt gerückt wie beim Publikum. Unzuverlässiges Erzählen im Spielfilm ist allerdings fast so alt wie das Kino selbst. Diese Arbeit liefert eine filmhistorische Untersuchung des Phänomens erzählerischer Unzuverlässigkeit anhand von mehr als 200 relevanten Filmen aus der Zeit zwischen 1895 und 2000. Diese Untersuchung zeigt auf, dass unzuverlässiges Erzählen auf einer geringen Zahl von Erzählmustern basiert, welche im Laufe der Zeit Veränderungen unterworfen sind. Ein zweiter Analyseschritt weist nach, dass From und Häufigkeit von unzuverlässigem Erzählen sowohl durch Innovationen in der filmischen Aufführungs- und Auswertungspraxis als auch durch gesamtgesellschaftliche Faktoren beeinflusst werden. Im Anhang erfolgt eine systematisierte Auflistung relevanter Filmbeispiele mit Verweisen auf ihre Behandlung in der weiteren Forschungsliteratur.
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1;Inhalt;6
2;Vorwort;8
3;1. Einleitung und theoretische Vorüberlegungen;10
4;2. Theoretische Einordnung des Gegenstands;17
4.1;2.1 Unzuverlässiges Erzählen in der Filmwissenschaft1;17
4.1.1;2.1.1 Die Anfänge;19
4.1.2;2.1.2 Die Gegenwart: Tagungen und Aufsatzsammlungen;22
4.1.3;2.1.3 Die Gegenwart: Monographien;23
4.2;2.2 Begriffsdefinition;28
4.2.1;2.2.1 ‹Wer› kann unzuverlässig erzählen?;31
4.2.2;2.2.2 Einschränkende Eigenschaft: werksintern;36
4.2.3;2.2.3 Einschränkende Eigenschaft: intentional;38
4.2.4;2.2.4 Einschränkende Eigenschaft: auflösbar;38
4.2.5;2.2.5 Einschränkende Eigenschaft: eindeutig;39
4.2.6;2.2.6 Einschränkende Eigenschaft: nachträglich;40
4.2.7;2.2.7 Einschränkende Bedingung: uncommunicative;41
4.3;2.3 Verwandte Begriffe;42
4.3.1;2.3.1 Mindfuck;42
4.3.2;2.3.2 Kino der Lüge;43
4.3.3;2.3.3 Mind-Bender;43
4.3.4;2.3.4 Twist-Filme;44
4.3.5;2.3.5 Komplexes Erzählen / Puzzle-Filme / Rätsel-Filme;45
4.3.6;2.3.6 Falsche Fährten;47
4.3.7;2.3.7 Postmodernes Erzählen;48
4.3.8;2.3.8 Mind-Game-Filme;49
4.3.9;2.3.9 Warum unzuverlässiges Erzählen?;50
5;3. Vorstellung und Kategorisierung des Filmkorpus;56
5.1;3.1 Die retroaktive Traummarkierung;59
5.1.1;3.1.1 Die retroaktive Traummarkierung im Kino der Attraktionen;63
5.1.2;3.1.2 Entscheidungserprobung;64
5.1.3;3.1.3 Gestalterische Freiheiten;67
5.1.4;3.1.4 Trügerische Reevaluation;69
5.1.5;3.1.5 Die lokale retroaktive Traummarkierung;71
5.1.6;3.1.6 Multiple und verschachtelte retroaktive Traummarkierungen;73
5.1.7;3.1.7 Ausblick;74
5.2;3.2 Der vorgetäuschte Tod;75
5.2.1;3.2.1 Reine Publikumstäuschung;79
5.2.2;3.2.2 Ausschluss von Verdächtigen;81
5.2.3;3.2.3 Schuldgefühle;86
5.2.4;3.2.4 Ausstieg aus dem alten Leben;88
5.2.5;3.2.5 Sonstige;89
5.2.6;3.2.6 Ausblick;91
5.3;3.3 Die retroaktive Markierung von Halluzinationen, Visionen und Tagträumen;93
5.3.1;3.3.1 Retroaktiv markierte Halluzinationen;93
5.3.2;3.3.2 Retroaktiv markierte Visionen;99
5.3.3;3.3.3 Retroaktiv markierte Tagträume;101
5.3.4;3.3.4 Ausblick;103
5.4;3.4 Die retroaktiv markierte intradiegetische Fiktion;104
5.4.1;3.4.1 Expositorische Funktionen;105
5.4.2;3.4.2 Vortäuschung von Plot-Ereignissen;108
5.4.3;3.4.3 Die globale retroaktiv markierte intradiegetische Fiktion;109
5.4.4;3.4.4 Ausblick;111
5.5;3.5 Die unzuverlässige Rückblende;112
5.5.1;3.5.1 Psychische Krankheit;115
5.5.2;3.5.2 Liebe;117
5.5.3;3.5.3 Verbrechen;119
5.5.4;3.5.4 Ausblick;126
5.6;3.6 Der unbewusste Tod;129
5.6.1;3.6.1 Zeitdehnung im Schwellenmoment;130
5.6.2;3.6.2 Zwischen Leben und Tod;132
5.6.3;3.6.3 Weiterleben als Geist;133
5.6.4;3.6.4 Ausblick;137
5.7;3.7 Imaginäre Freunde und gespaltene Persönlichkeiten;138
5.7.1;3.7.1 Imaginäre Freunde;138
5.7.2;3.7.2 Die verdeckte Persönlichkeitsspaltung;140
5.7.3;3.7.3 Ausblick;143
5.8;3.8 Die retroaktiv markierte Virtuelle Realität;144
5.9;3.9 Die irreführende Voice-Over-Rahmung;150
5.10;3.10 Zuweisung einer Opferrolle durch unvollständige Exposition;155
5.11;3.11 Die metaleptische Annullierung;157
5.12;3.12 Einzelfilme;161
6;4. Distant reading des Filmkorpus;167
6.1;4.1 Übersicht über das Filmkorpus;168
6.2;4.2 Absolute Häufigkeit von unzuverlässigem Erzählen;175
6.3;4.3 Qualitative Veränderungen;184
6.3.1;4.3.1 Veränderung der Einlasspolitik;184
6.3.2;4.3.2 Warnsignale und Mehrdeutigkeiten;187
6.4;4.4 Verteilung der Unzuverlässigkeitsmuster 1998–2000;190
6.5;4.5 Kommerzieller Erfolg;193
6.6;4.6 Entwicklung einer Kategorie: Die retroaktive Traummarkierung;196
6.7;4.7 Kritische Würdigung;200
7;5. Fazit;202
8;Anhang;206
8.1;Literaturverzeichnis;206
8.2;Filmverzeichnis;214
8.3;Verzeichnis der TV-Serien;220
8.4;Übersicht über das Filmkorpus;221
8.4.1;Die retroaktive Traummarkierung;221
8.4.2;Der vorgetäuschte Tod;227
8.4.3;Die retroaktive Markierung von Halluzinationen, Visionen und Tagträumen;229
8.4.4;Die retroaktiv markierte intradiegetische Fiktion;232
8.4.5;Die unzuverlässige Rückblende;233
8.4.6;Der unbewusste Tod;235
8.4.7;Imaginäre Freunde und gespaltene Persönlichkeiten;236
8.4.8;Die retroaktiv markierte Virtuelle Realität;236
8.4.9;Die irreführende Voice-Over-Rahmung;237
8.4.10;Zuweisung einer Opferrolle durch unvollständige Exposition;238
8.4.11;Die metaleptische Annullierung;238
8.4.12;Einzelfilme;239


Bernd Leiendecker (*1982) hat Medienwissenschaft und Romanische Philologie (Französisch) an der Ruhr-Universität Bochum, der Karl-Franzens-Universität Graz und der Université Paris-Est Marne-la-Vallée studiert. Im Anschluss hat er im Fach Medienwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum promoviert. In verschiedenen Fachartikeln hat er sich immer wieder mit Fragen des unzuverlässigen Erzählens in audiovisuellen Medien auseinandergesetzt.


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