Koslowski | Pflegekräfte 50+ - die unverzichtbare Ressource | E-Book | sack.de
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E-Book, Deutsch, 144 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm

Reihe: Pflege Praxis

Koslowski Pflegekräfte 50+ - die unverzichtbare Ressource

Was hochqualifizierte Mitarbeitende und Pflege-Unternehmen jetzt tun müssen. Expertisen nutzen, Qualitäten fördern, Forderungen anerkennen

E-Book, Deutsch, 144 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm

Reihe: Pflege Praxis

ISBN: 978-3-8426-9207-7
Verlag: Schlütersche
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



In der Pflegebranche ist eine neue Dynamik spürbar, die
von einem gestärkten Selbstbewusstsein der Pflegekräfte
50+ geprägt ist. Diese hochqualifizierten Fachkräfte
treten mit einer neuen Entschlossenheit auf, ihre
Fähigkeiten und Perspektiven voll auszuschöpfen. Das
hat viele Vorteile:

Pflegekräfte 50+ bringen eine reiche Erfahrung mit,
die als unschätzbares Kapital betrachtet werden sollte.
Pflegekräfte 50+ sind flexibel und anpassungsfähig,
offen für innovative Ansätze in der Pflege.
Pflegekräfte 50+ verfügen über ein tiefes Verständnis
für medizinische Prozesse, Patientenbetreuung und
zwischenmenschliche Dynamiken.
Pflegekräfte 50+ spielen eine entscheidende Rolle als
Mentoren und Führungskräfte in der Pflegebranche.
In Interviews schildern Pflegekräfte, wie sie sich verändert
und welche Strategien ihnen dabei geholfen haben.
Außerdem werden Unternehmen vorgestellt, die verstanden
haben, was für ein Gewinn Pflegekräfte 50+ sind.
Koslowski Pflegekräfte 50+ - die unverzichtbare Ressource jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


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1 Einleitung
Durch meine jahrelange Tätigkeit im Gesundheitsbereich (35 Jahre, davon 14 als psychologische systemische Beraterin, zertifizierte Mediatorin und Referentin) habe ich viele Mitarbeiter*innen erlebt, die jeden Tag fantastische Arbeit leisten. Besonders begeistern mich die älteren Pflegekräfte, die so viel Berufserfahrung und Knowhow mitbringen und sich in den letzten Jahren sehr verändert haben. Insbesondere durch meine Seminare »Pflegekräfte 50+« erlebe ich Mitarbeiter*innen im Krankenhaus und in den Seniorenheimen, die sich täglich neuen Herausforderungen stellen müssen. Oft bin ich gerührt, wenn mir Teilnehmer*innen in Vorstellungsrunden mitteilen, dass sie schon 38, 40 oder 42 Jahre im gleichen Haus arbeiten. Ich habe großen Respekt vor diesen Menschen, die jahrelang im Schichtdienst arbeiten und stets eingesprungen sind, um Patient*innen oder Bewohner*innen und ihre Teams kollegial zu unterstützen. Da ich 12 Jahre als examinierte Krankenschwester gearbeitet habe, frage ich mich oft nach meinen Seminaren, ob ich das auch geschafft hätte. Viele dieser älteren Mitarbeiter*innen haben früher sehr oft über ihre Kraft gearbeitet, bedingt durch ein Wertesystem, das ihnen anerzogen wurde. Ältere Pflegekräfte waren lange durch ihre Erziehung so sozialisiert und konditioniert. Doch es hat sich in den letzten Jahren ein neues Bewusstsein gebildet und das ist auch gut so. Es gibt den neuen Selbstwert, das neue Selbstbewusstsein, die neue Abgrenzung. Wie auch Sie das schaffen, was Ihnen als Pflegekraft 50+ dabei hilft – darum geht es im ersten Teil in diesem Buch. Durch meine persönlichen Erlebnisse als Dozentin, Coach und Mediatorin habe ich die Möglichkeit, in den Seminaren auf all die Probleme von Teilnehmer*innen eingehend einzugehen. Entsprechend zielgruppenspezifisch kann ich darauf antworten. Entscheidend finde ich, Handlungsstrategien mit Pflegekräften 50+ zu entwickeln, wenn sie merken, dass sie im Unternehmen nicht gehört werden. Pflegekräfte 50+ verändern sich gerade sehr. Sie haben verstanden, dass sie nicht zum alten Eisen gehören. Sie stehen für ihre Rechte ein, werfen Glaubenssätze über Bord, fordern eine angemessene Kommunikation, angemessene Wertschätzung und so erleben wir einen rasanten Umschwung. Im zweiten Teil meines Buches geht nicht nur ein dringender Appell an die Unternehmen, an die Pflegedirektor*innen und Geschäftsführungen, sondern ein energisches: »Wachen Sie bitte auf! Dringend!« Hier haben Sie es mit einer Generation 50+ zu tun, die von unschätzbarem Wert ist! Warum? Das erfahren Sie in diesem Buch. In der Zusammenarbeit mit vielen verschiedenen Interviewpartnern und Gesprächen mit Mitarbeiter*innen 50+ verschiedener Berufsgruppen aus der Pflege, Geschäftsführer*innen, Ärzt*innen, Pflegedirektor*innen, konnte ich dieses Buch schreiben. Mir geht es darum, Tipps und Impulse zu geben, weil Führungskräfte evtl. in einer täglichen Routine stecken, ihnen vielleicht Ideen fehlen, oder sie viel zu lange in eingefahrenen Bahnen versunken sind und die Veränderungen der Pflegekräfte 50+ nicht erkennen. Verstehen Sie diese Tipps und Impulse als eine Möglichkeit, etwas in Unternehmen zu verändern, es ist nicht nur wichtig, es ist fünf vor Zwölf. Sie müssen die katastrophale Schieflage verstehen, die durch den demografischen Wandel passieren wird und warum es so wichtig ist, den Fokus auf diese Generation 50+ zu legen. 1.1 Zahlen, Daten und Fakten
Durch den demografischen Wandel gerät die Personallage in der Pflege in eine katastropale Schieflage. Bis zum Jahr 2049 werden dem Land voraussichtlich 280.000 bis 690.000 Pflegekräfte fehlen, so die Mitteilung des statistischen Bundesamts3. Die Statistiker4 haben hier den Bedarf und das Angebot an Pflegekräften mit verschiedenen Annahmen vorausberechnet. Die Alterung der Gesellschaft hat zweierlei Bedeutung für die Personallage in der Pflege: Durch eine erhebliche Zunahme von älteren und alten Menschen erhöht sich der Bedarf an Arbeitskräften in Krankenhäusern und Seniorenheimen. Das bedeutet nach Vorausschau der Statistiker, dass Ende der 2040-Jahre 2,15 Millionen Pflegekräfte benötigt werden. Das ist ein Drittel mehr als die 1,62 Millionen im Jahre 2019! Der demografische Wandel zeigt sich jedoch auch deutlich bei den älteren Arbeitnehmer*innen ab 50. Diese werden durch die gesellschaftliche und demografische Entwicklung in den Ruhestand gehen. In einer Status quo-Variante wurde von den Statistikern berechnet, dass durch die demografische Wirkung auf das Angebot der Pflegekräfte deren Zahl bis 2049 auf 1,46 Millionen sinken wird, das wären 690.000 weniger als benötigt würden. Fazit Jeder dritte Arbeitsplatz in der Pflege wird in Zukunft nicht mehr besetzt! Für die Berechnungen wurden auf Annahmen über die Entwicklung der Bevölkerung und der Erwerbsquote in den Pflegeberufen zurückgegriffen. Es wurden u. a. Krankenhäuser, Alten- und Behindertenheime und ambulante Pflegedienste einbezogen. Hierbei berücksichtigt wurden Fachkräfte mit einer dreijährigen und einjährigen Ausbildung, Assistenzkräfte und Hilfspersonal.5 Im Jahre 2030 werden in Deutschland voraussichtlich eine halbe Millionen Pflegekräfte fehlen.6 Nach Angabe dieser Statistik wird der Bedarf der erwerbstätigen Pflegekräfte von 1,62 Millionen im Vor-Corona Jahr 2019 voraussichtlich um 33 % auf 2,15 Millionen steigen im Jahre 2049.Was bedeutet das? Zur Entwicklung der Zahl der Pflegekräfte haben verschiedene Experten insgesamt zwei Varianten mit einem unterschiedlichen Fokus auf die 1. demografische Veränderung und auf die 2. gesellschaftliche Veränderung vorausberechnet. Diese neue Trendvariante berücksichtigt neben der demografischen Entwicklung auch den positiven Trend am Pflegearbeitsmarkt aus den 2010-er Jahren. Sie verdeutlicht somit die Potenziale, die sich für das Angebot an Pflegekräften bei einer Fortsetzung dieser Entwicklung in den Pflegeberufen ergeben. Bis 2034 wird die Zahl der erwerbstätigen Pflegekräfte auf 1,74 Millionen (plus 7 % gegenüber 2019 und anschließend bis 2049 auf 1,87 Millionen (plus 15 %) steigen. Nach dieser günstigen Variante der Vorausrechnung läge die Zahl der verfügbaren Pflegekräfte bereits im Jahre 2034 um 90.000 unter dem erwarteten Bedarf! Bis 2049 würde diese Lücke weiter auf voraussichtlich 280.000 Pflegekräfte vergrößern, sodass knapp ein Fünftel (plus 17 %) mehr Pflegekräfte benötigt würden, als 2019 in diesem Beruf arbeiteten. Die Status quo-Variante zeigt dagegen ausschließlich die Auswirkungen der demografischen Entwicklungen auf die künftige Zahl an Pflegekräften. Sie berücksichtigt folglich keine Trends der Vergangenheit auf dem Pflegearbeitsmarkt. Nach dieser Variante würde die Zahl der Pflegekräfte im Jahr 2019 bis 2034 auf 1,48 Millionen ( minus 9 % gegenüber 2019 ) und dann bis 2049 auf 1,46 Millionen (minus 10 %) sinken. Haupttreiber dieser Entwicklung ist das verstärkte Erreichen des Renteneintrittalters der Babyboomer-Generation in den nächsten zehn Jahren, wodurch dem Arbeitsmarkt allein aus Altersgründen benötigte Pflegekräfte fehlen werden. Nach dieser ungünstigen Variante der Vorausberechnungen würden im Jahr 2034 rechnerisch 350.000 Pflegekräfte fehlen. Bis zum Jahr 2049 würde sich diese Lücke auf 690.000 fehlende Pflegekräfte ausweiten, was gut zwei Fünftel (43 %) der im Jahre 2019 in Pflegeberufen tätigen Personen entspricht. Im weiteren Verlauf gehe ich intensiv auf die einzelnen Genrationen ein. Was macht jede Generation aus, welche Vorstellungen hat sie vom Leben? Jede Generation hat eigene Vorstellungen vom Leben und der Arbeitswelt. Was unterscheidet aber die Babyboomer von den anderen? Was macht sie so besonders? Vielleicht empfinden Sie, liebe Leser*innen diese Übersicht zu Beginn als etwas langatmig, doch um zu verstehen, warum die Pflegekräfte 50+ so besonders sind, ist es wichtig zu erkennen, warum die nachfolgenden Generationen sich nicht lange einem Unternehmen verschreiben werden. 1.2 Übersicht über die Generationen
Natürlich entwickelt sich jedes Individuum eigenständig und hat eigene Werte und Ziele. So lassen sich Generationen nicht klassisch nach Geburtenjahrgängen einteilen. Allerdings gibt es innerhalb einer Generation eine beachtliche Streuung (Intragenerationsvarianz). Und es lassen sich klare Unterschiede zwischen den Mittelwerten der verschiedenen Generationen feststellen (Intergenerationsdifferenz). Alle Generationen werden durch Generationserlebnisse beeinflusst, durch prägende Erlebnisse in der Kindheit oder Jugend, die einen Einfluss auf den ganzen Geburtsjahrgang hat. Beispiele sind Kriege oder die Nachkriegszeiten, die die Menschen stark in ihrem täglichen Tun und Handeln beeinflusst haben. Ab dem Geburtenjahrgang 1922 werden in Deutschland bislang fünf verschiedene Generationen nach dem Zeitraum ihrer Geburt unterschieden7: 1. Generation bis...


Gabriela Koslowski studierte praktische Psychologie und psychologische Beratung. Sie arbeitet als selbständige
psychologische Beraterin und zertifizierte Mediatorin in ihrem eigenen Unternehmen Lebensspur.org. Als Mentalcoach hält sie viele Vorträge und gibt Seminare in Unternehmen der Gesundheitsbranche.


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