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E-Book

E-Book, Deutsch, Band 67, 448 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 230 mm

Reihe: Arbeiten zur Praktischen Theologie (APrTh)

Kirchmeier Glaubensempfehlungen

Eine anthropologische Sichtung zeitgenössischer Predigtkultur
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-374-05137-3
Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Eine anthropologische Sichtung zeitgenössischer Predigtkultur

E-Book, Deutsch, Band 67, 448 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 230 mm

Reihe: Arbeiten zur Praktischen Theologie (APrTh)

ISBN: 978-3-374-05137-3
Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Wer predigt, hat etwas zu sagen. Predigende haben ein Bild davon, was 'Glauben' bedeutet und wozu der Glaube nützt. Wer eine Predigt hört, wünscht sich Impulse für das eigene Glaubensleben. Inspiriert, affiziert und erbaut wollen Predigthörende die Kirche wieder verlassen. Trotz guter Voraussetzungen zeigt die Predigtkultur nicht immer ihr freundliches Gesicht. Warum ist das so? Der Autor dieser Studie erklärt, welche Strukturen dazu beitragen, dass sich 'normale' Predigthörer und Predigthörerinnen - also lebende, stolze, fragile, rationale, eigenwillige, liebende, zweifelnde und weltzugewandte Menschen - nicht selten eher niedergedrückt als aufgerichtet fühlen. Dafür hat er knapp vierzig Predigten anthropologisch, semantisch und homiletisch analysiert. [Faithful Recommendations. An Anthropological Review of Contemporary Preaching Culture] Preachers have something to say. They have visions of what faith means and what it is good for. Anyone who hears a sermon seeks edifying impulses. Inspired, affected and more upright than before, we want to leave church. Despite this ideal conditions, preaching culture does not always show its friendly face. This study shows why that is the case. The author has anthropologically, semantically and homiletically analysed almost forty sermons, and explains the structures that contribute to the fact that 'normal listeners' often feel depressed after church service.

Bernhard Kirchmeier, Dr. theol., Jahrgang 1989, wurde an der Evangelisch-Theologischen Fakultät in Wien promoviert. Von 2012 bis 2015 war er Assistent am Institut für Praktische Theologie an der Universität Wien, anschließend Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Religion und Gesellschaft der Ruhr-Universität Bochum. Seit 2016 ist er Juniorlektor für 'Religion & Theologie' bei Vandenhoeck & Ruprecht (V&R Academic). 2013 erhielt er den Würdigungspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung.
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1;Cover;1
2;Titel;4
3;Impressum;5
4;Vorwort;8
5;Inhalt;10
6;Einleitung;14
7;1. „Modellskizzen“ – Predigt als Glaubensempfehlung;24
7.1;1.1 … im Kontext des praktisch-theologischen Leitbegriffs der „Kommunikation des Evangeliums‘‘;25
7.1.1;1.1.1 Wozu u?berhaupt Kommunikation des Evangeliums? – Zweck und Wirkung als vernachlässigte Kernproblematik;26
7.1.2;1.1.2 Menschen als Subjekte am Ausgangspunkt der Kommunikation des Evangeliums – Weil der Mensch (noch) nicht tot und das Subjekt kein Zombie ist!;28
7.1.3;1.1.3 Menschen als Subjekte im Fluchtpunkt der Kommunikation des Evangeliums – Weil die Rehabilitation des Menschen als Subjekt möglich und nötig ist!;33
7.1.4;1.1.4 Fazit: Menschen als Subjekte am Ausgangs- und Zielpunkt der Kommunikation des Evangeliums;40
7.2;1.2 … im Kontext des praktisch-theologischen Leitbegriffs der „Kommunikation des Evangeliums‘‘ (II);41
7.2.1;1.2.1 Zur Kommunikation des Evangeliums;42
7.2.2;1.2.2 Zur Kommunikation des Glaubens;47
7.2.3;1.2.3 Glaubensempfehlung – eine homiletische Leitperspektive?;51
7.3;1.3 … im Kontext zeitgenössischer homiletischer Entwürfe;54
7.3.1;1.3.1 Hörende sind Menschen, die Auskunft u?ber die religiöse Selbstdeutung eines anderen erhalten, damit sie diese übernehmen können, was ihnen oft gut tut … (Wilhelm Gräb);55
7.3.2;1.3.2 Hörende sind Menschen, die hören, was christlicher Glauben fu?r sie konkret meinen könnte, damit sie (erneut) Glauben gewinnen … (Gert Otto);58
7.3.3;1.3.3 Hörende sind Menschen, deren Glaubensleben zum gemeinsamen Thema wird, damit sie unvertretbar selbst glauben können … (Ernst Lange);59
7.3.4;1.3.4 Hörende sind Menschen, die eine Kombination aus objektiven Glaubensinhalten und subjektivem Credo zu hören bekommen, damit sie im Herz getroffen und zu einer Glaubens- und Lebensentscheidung bewegt werden ... (Axel Denecke);61
7.3.5;1.3.5 Hörende sind Menschen, die sich mu?ndlich u?ber den christlichen Glauben anreden lassen, damit sich fu?r sie heilvolle Perspektiven eröffnen … (Härtner/Holger Eschmann);64
7.3.6;1.3.6 Hörende sind Menschen, die eine kunstvolle Erzählung u?ber die Verstrickung von Gottesgeschichte und Menschengeschichte hören, damit sie angerührt werden … (Albrecht Grözinger);65
7.3.7;1.3.7 Hörende sind Menschen, die an Glaubenserfahrungen Anteil nehmen, damit sich potentiell Glauben ereignet und sie in die Wirklichkeit Gottes hineingezogen werden … (Martin Nicol/Alexander Deeg);67
7.3.8;1.3.8 Hörende sind Menschen, die aufmerksam werden auf die von Gott her erfolgte Zusage, damit sich neue Einsichten einstellen und Haltungen neu formieren ... (Thomas Schlag);69
7.3.9;1.3.9 Hörende sind Menschen, die an reflektierter und durchlässiger Glaubenskommunikation partizipieren, damit ihr Dasein im Rahmen religiöser Lebensdeutung erhellt wird … (Ruth Conrad);73
7.3.10;1.3.10 Fazit: Wir haben Hörende als Menschen zu begreifen, die mit einem Glauben konfrontiert werden, damit angesichts ihres je eigenen Glaubenslebens etwas zu ihren Gunsten geschieht;75
7.4;1.4 … im Kontext der Frage nach der Form der Kanzelrede;76
7.4.1;1.4.1 Beobachtungen zum Begriff ‚Empfehlung‘;76
7.4.2;1.4.2 Umgangssprachliche Impulse;78
7.4.3;1.4.3 Plausibilisierung: Die Gretchenfrage der Kommunikationswissenschaft;80
7.4.4;1.4.4 Fokussierung auf den Zweck (des Glaubens);84
7.5;1.5 … im Kontext der Frage nach dem Inhalt der Kanzelrede;86
7.5.1;1.5.1 Glauben im Kontext von predigender Kirche bzw. kirchlicher Predigt;86
7.5.2;1.5.2 Glaube oder Glauben?;92
7.5.3;1.5.3 Definitionssache?;93
7.5.4;1.5.4 Zur Strittigkeit des Glaubens;96
7.5.5;1.5.5 Zur Relevanz des Glaubens in der Gegenwart;98
7.5.6;1.5.6 Zum Verhältnis von Glaubensakt und Glaubensinhalt – Verbreitete Missverständnisse;100
7.5.7;1.5.7 Zur Verhältnisbestimmung bei Wilfried Härle;105
7.5.8;1.5.8 Glauben und Leben;106
7.5.9;1.5.9 Zum Spezifikum christlichen Glaubens;107
7.5.10;1.5.10 Christlicher Glauben in säkularer Gestalt;111
7.5.11;1.5.11 Fazit: Wo (fremder) Glauben sichtbar wird, werden Inhalte und Verhaltensweisen als Möglichkeiten (eigenen) Glaubens nahegelegt;114
7.6;1.6 Exkurs: Glaubensempfehlungen in populär-kulturellen Narrativen;116
7.7;1.7 … in semiotischer Perspektive (Methodenreflexion);127
7.7.1;1.7.1 Zu den Chancen und Grenzen des semantischen Zugangs;127
7.7.2;1.7.2 Zum methodischen Instrumentarium;128
7.7.3;1.7.3 Zum Datenmaterial;129
8;2. „Das Gesicht der Predigt“ – Protestantische Glaubensempfehlungen (Anthropologische Klärung);134
8.1;2.1 Stolze Menschen: Glaubensempfehlungen im semantischen Kontext von Lob, Selbstgefälligkeit und Selbstu?berschätzung;134
8.1.1;2.1.1 (Empirische) Problemanzeigen;134
8.1.2;2.1.2 Traditionszusammenhänge;140
8.1.3;2.1.3 Perspektiven und Konsequenzen;141
8.2;2.2 Fragile Menschen: Glaubensempfehlungen im semantischen Kontext von Trauer, Angst, Krankheit, Sorge und Leid;150
8.2.1;2.2.1 (Empirische) Problemanzeigen;150
8.2.2;2.2.2 Traditionszusammenhänge;160
8.2.3;2.2.3 Perspektiven und Konsequenzen;165
8.3;2.3 Denkende Menschen: Glaubensempfehlungen im semantischen Kontext von Rationalität, Wissen(schaft) und Vernunft;181
8.3.1;2.3.1 (Empirische) Problemanzeigen;181
8.3.2;2.3.2 Traditionszusammenhänge;189
8.3.3;2.3.3 Perspektiven und Konsequenzen;199
8.4;2.4 Eigenwillige Menschen: Glaubensempfehlungen im semantischen Kontext von Gehorsamsforderung, Willensfreiheit und Autonomiestreben;208
8.4.1;2.4.1 (Empirische) Problemanzeigen;208
8.4.2;2.4.2 Traditionszusammenhänge;218
8.4.3;2.4.3 Perspektiven und Konsequenzen;226
8.5;2.5 Liebende Menschen: Glaubensempfehlungen im semantischen Kontext von Hingabe, Sexualität und Zärtlichkeit;236
8.5.1;2.5.1 (Empirische) Problemanzeigen;236
8.5.2;2.5.2 Traditionszusammenhänge;249
8.5.3;2.5.3 Perspektiven und Konsequenzen;265
8.6;2.6 Zweifelnde Menschen: Glaubensempfehlungen im semantischen Kontext von Kritik, Anfechtung und Unsicherheit;282
8.6.1;2.6.1 (Empirische) Problemanzeigen;282
8.6.2;2.6.2 Traditionszusammenhänge;290
8.6.3;2.6.3 Perspektiven und Konsequenzen;295
8.7;2.7 Weltoffene Menschen: Glaubensempfehlungen im semantischen Kontext von Weltflucht, Gemeindezentrierung und Gesellschaftskritik;299
8.7.1;2.7.1 (Empirische) Problemanzeigen;299
8.7.2;2.7.2 Traditionszusammenhänge;315
8.7.3;2.7.3 Perspektiven und Konsequenzen;323
8.8;2.8 Lebende Menschen:Glaubensempfehlungen im semantischen Kontext von Lebendigkeit, Lebenspraxis und ewigem Leben;329
8.8.1;2.8.1 (Empirische) Problemanzeigen;329
8.8.2;2.8.2 Traditionszusammenhänge;346
8.8.3;2.8.3 Perspektiven und Konsequenzen;354
8.9;2.9 Wir Menschen – im Blickfeld von Predigenden (Synopse);370
9;3. „Zukunftsmusik“ – Lebensdienliche Predigtkultur? (Imaginative Klärung);376
9.1;3.1 Konturen einer Kriteriologie protestantischer Glaubenskultur: Lebensdienlichkeit versus Wahrheit?;376
9.2;3.2 Der Blick aufs Lebensdienliche im zeitgenössischen Diskurs;379
9.3;3.3 Lebensdienlichkeit – Kontextualität – Subjektivität:Sichtung einer homiletischen Position;385
9.4;3.4 Ausblick: Folgen, Konsequenzen und Möglichkeiten einer veränderten Sicht auf die zeitgenössische Predigtpraxis;388
10;Resümee;396
11;Verwendete Literatur;400
12;Stichwortregister;434
13;Weitere Veröffentlichungen;442


Kirchmeier, Bernhard
Bernhard Kirchmeier, Dr. theol., Jahrgang 1989, wurde an der Evangelisch-Theologischen Fakultät in Wien promoviert. Von 2012 bis 2015 war er Assistent am Institut für Praktische Theologie an der Universität Wien, anschließend Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Religion und Gesellschaft der Ruhr-Universität Bochum. Seit 2016 ist er Juniorlektor für „Religion & Theologie“ bei Vandenhoeck & Ruprecht (V&R Academic). 2013 erhielt er den Würdigungspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung.



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