Hermann von Boyen und die polnische Frage | Buch | 978-3-412-20553-9 | sack.de

Buch, Deutsch, Band Band 066, Teil, 584 Seiten, Format (B × H): 173 mm x 241 mm, Gewicht: 38 g

Reihe: Veröffentlichungen aus den Archiven Preussischer Kulturbesitz

Hermann von Boyen und die polnische Frage

Denkschriften von 1794 bis 1846

Buch, Deutsch, Band Band 066, Teil, 584 Seiten, Format (B × H): 173 mm x 241 mm, Gewicht: 38 g

Reihe: Veröffentlichungen aus den Archiven Preussischer Kulturbesitz

ISBN: 978-3-412-20553-9
Verlag: Böhlau


Hermann von Boyen (1771-1848) gehörte zu den preußischen Reformern um Stein, Hardenberg und Scharnhorst. An der Seite Scharnhorsts hat er die neue Heeresverfassung maßgeblich mitentworfen und als der erste Kriegsminister Preußens ab 1814 in Gesetzesform gebracht. Im Jahre 1819 nahm er aus Protest gegen die Karlsbader Beschlüsse seinen Abschied. König Friedrich Wilhelm IV. berief ihn 1841 jedoch noch einmal als Kriegsminister. Während seiner Amtszeit und auch im Ruhestand hat von Boyen zahlreiche Denkschriften verfasst, die vor allem der Verfassungsfrage und der Polenfrage galten. Friedrich Meinecke hat sie in seiner großen Biographie (1896/1899) fast alle übergangen. Im vorliegenden Band werden diese Denkschriften ausführlich kommentiert und die wichtigsten erstmals herausgegeben.
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Vorwort
Erstes Kapitel: Forschungsbericht
1. Die Literatur
2. Zu dieser Ausgabe

Zweites Kapitel: Die Anfänge bis 1
1. Lebensdaten
2. Die drei Polen-Schriften von 1793/
a. „Ansichten über Polen im Winter (17)94“
b. „Über das Entstehen der Polnischen Revolution“
c. Ein undatiertes Blatt
d. Über Polen nach der dritten Teilung
3. Ergebnis

Drittes Kapitel: Vor Ausbruch des Krieges,
1. Lebensgang bis Anfang
2. Der Friede von Schönbrunn
3. Boyens „Glaubensbekenntnis“
4. „Über das Benehmen Rußlands“

Viertes Kapitel: Die Mission in St. Petersburg
1. Der äußere Hergang
2. Boyens Lagebeurteilung
3. Die Gespräche mit Kaiser Alexander
a. Das erste Gespräch mit dem Kaiser
b. Die Gespräche mit Staatskanzler Rumjancev
c. Gespräche mit Lord Cathcart
d. Das zweite Gespräch mit dem Kaiser
4. Ergebnis

Fünftes Kapitel: Das erste Ministerium 1815–1819. 1: Die Jahre 1814–
1. Das äußere Leben
2. Erste Orientierung: das Gutachten von Treskow
3. Boyen und das Mémoire von Ignacy Pradzinski
a. Die Grenzbegehung August/September
b. Wer ist Verhandlungspartner: Russland oder Polen?
c. Was bedeutete polnisches Interesse?
4. Votum zu ersten Verwaltungsmaßnahmen
a. Verwaltungsstruktur in Posen
b. Die Wiener Schlußakte
c. Boyens Gutachten
5. „Votum über einen Entwurf zur Einführung von Landtagen“
6. Schmalz und der Vorwurf des Jakobinismus
7. Wittgenstein und eine anonyme Denkschrift aus Posen
8. „Grundsätze der alten und der gegenwärtigen Kriegsverfassung“, April
9. Krieg mit Russland?
10. Maßnahmen zur äußeren Sicherung der Grenzen

Sechstes Kapitel: Das erste Ministerium 1814–
2: Die Krisenjahre 1817–
1. Die Krise
2. Die Schriften
3. Der Verfassungsentwurf von
a. Die Handschrift
b. Gliederung
c. Orientierung auf das Ganze von Land und Staat
d. Verfassungsaufbau von unten nach oben
e. Bindung ans Gesetz
4. Im Vorfeld der Karlsbader Verhandlungen
a. Die Fragen des Königs
b. Boyens erste Notizen
c. Der zweite Arbeitsgang
d. Die abschließende Überarbeitung
5. Boyen zu den Karlsbader Beschlüssen, Oktober
a. Aufbau: drei Fragen
b. Kritik an der Vorbereitung der Konferenz
c. Preußen in Deutschland
d. Zur preußischen Souveränität
e. Bei einem Krieg im Osten
f. Vertragstreue
g. Das „Glaubensbekenntnis“
6. Über Humboldts Entwurf einer Konstitution
a. Humboldts Denkschriften
b. Boyens Anmerkungen
c. Bindung an Gesetze
d. Kommunalordnung als Grundlage
e. Eigentum
f. Gegen Vorrechte des Adels
g. Zünfte und Bauern
h. Provinzialvertretungen
7. „Über die innere Lage des Staates“, November
a. Entwürfe
b. Reformation und Staatssouveränität
c. Der Staatsbegriff
d. Die französische Revolution
e. Ihre Wirkung auf Preußen; Verfassungsversprechen
f. Die Befreiungskriege
g. „Parteien“ in der öffentlichen Meinung
h. Stimmung des Volkes; Erziehung
i. Die internationale Lage Preußens
j. Kein Abschluss der Denkschrift

Siebentes Kapitel: Boyens Amtsauffassung
1. Der Einsiedler
2. Das Abschiedsgesuch
3. Die Rezension der Memoiren von Haugwitz,

Achtes Kapitel: Die Geschichtsanschauung
1. Schriften nach der Entlassung
2. Beginn der Geschichtsbetrachtung
3. Vom Nutzen der Geschichte
4. Kein „historischer Bildersaal“
5. Wechsel und Untergang
6. Umwandlung und Weiterleben
7. Wendepunkt und Neubildung
8. Preußen
9. Öffentliche Meinung
10. Das ursprüngliche Einfache
11. Quellen
12. Nationaler Charakter, Regierung und Souveränität
13. Der glückliche Augenblick

Neuntes Kapitel: Die Jahre bis
1. „Entstehen der gegenwärtigen Landesverhältnisse“
a. Inhalt und Aufbau
b. Historische Voraussetzungen moderner Politik
b.1. Die Reformation und ihre Folgen
b.1.1. Souveränität
b.1.2. Schule und Beamte
b.2. Regierung und Beamtenstaat
b.3. Die Schriftsteller
b.4. Nach
c. Die Entwicklungsstufen der Gegenwart
c.1. Französische Revolution
c.2. Befreiungskrieg
c.3. Restauration
2. Die Streitschrift gegen Schmalz
a. Boyens Antwort
b. Aufbau der Denkschrift
c. „Aus der Hand des Königs“
d. Eine einheitliche Monarchie
e. Stellung der Provinzen
f. Keine Wiederherstellung alter Vorrechte
g. Einheitliche Gesetzgebung
h. Gleichheit
i. Nationalcharakter
j. Alt - zeitgemäß
k. Zusammensetzung einer Nation
l. Beispiele der Geschichte: Deutschland und Polen
m. Reichsstände
n. Vollendung der Gesetzgebung
o. Eine Regierungserklärung

Zehntes Kapitel: Geschichtserfahrung und Staatsbegriff
1. Vernunft und Offenbarung
a. „Höhere Kraft“ und „Weltordnung“.
b. Offenbarung
c. Die Quelle
d. Geist und Form in der Geschichte
e. Christliche Gleichheit
2. Ein neues Staatsverständnis.
a. Neue Begriffe durch Vernunft und „Höhere Kraft“
b. Gewissensfreiheit und Souveränität
3. „Über den Zweck des Menschen“
a. Vom Individuum zum Staat
b. Moralische Person
c. Der geistesgeschichtliche Zusammenhang
d. Regierung und Staatszweck
e. Gehorsam des Staatsbürgers
f. Ansprüche des Staatsbürgers
4. „Über den Zweck des Staates“
a. Der zweite Entwurf
b. Der vierte Entwurf
5. „Gründe der gegenwärtigen Unzufriedenheit“
a. Preußen
b. Revolution und Napoléon
6. Vorläufige Ergebnisse

Elftes Kapitel: Die Polendenkschriften, 1830; 1831
1. Fortführung alter Überlegungen
2. Ihre Veränderung
3. Der Gegenstand der Polen-Denkschriften
4. Privat- und Staatsmoral
5. Existenzrecht eines Staates
6. Gewandelte Auffassung von öffentlicher Meinung
7. Polens Bestimmung
8. Wenn Polen wieder selbständig würde
a. Militärisch
b. Politisch
c. Preußens Existenz und die Seeküste
d. Innenpolitisch
9. Bedingungen für Polens Neubegründung
10. Ergebnis

Zwölftes Kapitel: Briefwechsel mit Fürst Radziwill 1836/37
1. Radziwill und Boyen
2. Radziwills Aufsatz über Posen
a. Der Grund: künftige Krisen
b. Der Anlass: Oberpräsident Flottwell
c. Die Schulfrage
3. Boyens Brief an Radziwill
a. Polen
b. Preußen
c. Polnische Sprache in Posen
d. „Glaubensbekenntnis“ für polnische Adelige
4. Radziwills Antwort: Nationen gehen nicht unter
5. Zentralisieren
6. Die Schulfrage
a. Humanistisches Gymnasium
b. Realschule
7. Boyens Bildungsbegriff
8. Schulen für Polen
9. Die Situation in Posen

Dreizehntes Kapitel: Die zweite Amtszeit, 1841–1847
1. Der äußere Lebensgang
2. Die Vorgänge 1845/46 in Posen
3. Der Entwurf für eine Proklamation des Königs
a. Lagebeschreibung
b. Vorgeschlagene Maßnahmen
4. Stichworte vom Sommer (?) 1846
a. Polnische Beschwerden
b. Die ersten Entwürfe für Maßnahmen
c. Weitere Entwürfe: „Allgemeine Auffassung“
5. Zusammenfassung

Vierzehntes Kapitel: Schlussbetrachtung
1. Boyen als Schriftsteller in seiner Zeit
2. Rechenschaft und Neubesinnung 289 a. 1815: Gleichheit
b. 1819: Souveränität
c. 1820–1830: Geschichte
c.1. Preußen unter den Mächten Europas
c.2. Der Weg zur Geschichtsbetrachtung
c.3. Boyens Geschichtsbild
c.4. Wechsel in der Geschichte
d. Nach 1825: Staat und Gewalt
e. 1830/31: Neue Revolutionen
e.1. Staats- und Privatmoral
e.2. Provinzialdenken und öffentliche Meinung
e.3. Anlässe
3. Boyen und Polen
a. Polens Bestimmung
b. Spätere Erfahrung
c. Entstehung von Staaten
d. Das Ganze und die Teile
e. Volk?
f. „Höhere Kraft“
4. Nach Boyen 300Texte
1. Ansichten über Polen, 1794
2. Über das Entstehen der Polnischen Revolution, 1795
3. Über Polen nach der dritten Teilung
4. „Die beträchtlichen Theile des ehemahligen Pohlnischen Staates“
5. Votum bey der Einführung der Preußischen Gerichtsordnung in Posen, Februar 1816
6. Über die Gräntzen im Hertzogthum Posen, Sept. 1816
7. Über Beschlüsse von Karlsbad, 16. 10. 1819
8. Über die innere Lage des Staates, November
9. Abschiedsgesuch, 10. 12. 1819
10. Über den Zweck des Staates, 1820-er Jahre
11. Unterricht für Rekruten (deutsch und polnisch)
12. Über den Zweck des Menschen, um 1824
13. Gründe der gegenwärtigen Unzufriedenheit
14. Die Polnische Frage in Beziehung auf Preußen und an der Hand der Geschichte beleuchtet, Dez. 1830
15. Zweiter Aufsatz über die Polnische Frage, 1831
16. Über Polen, nach 1831
17. An Wilhelm Fürst Radziwill, Ende 1836
18. Wilhelm Fürst Radziwill an Boyen, 15. 1. 1827
19. Plan für eine Abhandlung über Polen, 1837
20. Entwurf einer Proklamation des Königs, 14. Januar 1846
21. Inhaltsentwurf für eine Denkschrift, Sommer 1846
Index 1: Personen
Index 2: Werke Boyens
Index 3: Geographische Namen
Index 4: Sachen


Rothe, Hans
Hans Rothe ist emeritierter Professor für Slavische Philologie an der Universität Bonn.

Hans Rothe ist emeritierter Professor für Slavische Philologie an der Universität Bonn.


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