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E-Book, Deutsch, Band 23, 390 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 230 mm

Reihe: Theologie - Kultur - Hermeneutik

Held Gabe der Analogie

Phänomenologische Erkundungen zu einer theologischen Denkform

E-Book, Deutsch, Band 23, 390 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 230 mm

Reihe: Theologie - Kultur - Hermeneutik

ISBN: 978-3-374-05131-1
Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Der hier zu unterbreitende Vorschlag mit dem 'Analogie'-Denken umzugehen, basiert auf einer zugespitzen Lesart der Gabe-Theologie, die im Anschluss an Michel Henry, Jean-Luc Marion und Marc Richir etabliert und mit den Vorschlägen zum Umgang mit der Analogie, wie sie Erich Przywara, Karl Barth, Eberhard Jüngel und Wolfhart Pannenberg verstehen, in Kontrast gesetzt wird. Es wird dazu eine neue religionshermeneutische Phänomenologie des transpassiblen Momentes des Sakraments entwickelt, in der die Wir-Gestalt der Freiheit als eine Gabe eine zentrale Rolle spielt. 'Die' Analogie wird als ein Gabegeschehen re-konzeptionalisiert gedacht, welche die Rede von Gott als zurückgebunden an die transpassible Sprachgestalt der Freiheit von Gott und Mensch in ihrem Erschließungverhältnis als Ereignis zur Darstellung bringt.

[The Gift of the Analogy – A New Approach to an Old Problem]
This thesis submits a new approach to the old theological problem of the analogy. The new approach is based on a re-lecture of the phenomenologies of Michel Henry, Jean-Luc Marion and Marc Richir and was put into contrast with the theologies of Erich Przywara, Karl Barth, Eberhard Jüngel and Wolfhart Pannenberg. The thesis argues for a new hermeneutical phenomenology of the transpassible moment of the sacrament. In the new figure of freedom as a gift, the analogy emerges as a transpassible language-oriented form of the speech of God and humans. The understanding of the analogy as a gift re-opens a view on a new shift to an event based ontology of the relation of God and humans.
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INHALT

Vorwort 5

Inhalt 7

I. Die Horizontabschreitung einer kalkulierten Absurdita¨t 11
1. Anna¨herungsversuche 11
2. Die Anzeige eines Problemgehaltes: Analogie als Denkform 15
3. Bewa¨ltigungsstrategie: Die Unbeschreibbarkeit 17
4. Mo¨glichkeitsra¨ume: Eine Abschreitung 20
5. Der Transitus: Das Denken von Thomas v. Aquin 22
6. Analogie als Denkform der Theologie 26
7. In-Spannung-setzen: Eine Kritik der Analogie 27
8. Skepsis als e?p???´ der Analogie 33
9. Ein Bezugsfeld: Die Abstraktionstheorie 36
10. Ausblick: Das zu Bewa¨ltigende 41

II. PHA¨NOMENOLOGISCHES ZUSPIEL 46
1. Tastende Suchbewegungen: Pha¨nomenologie und Theologie 46
1.1 Das bereichernde Erbe – Vom »neuen« Umgang mit Husserl 49
1.2 Die »Theologische Wende« 52
1.3 Ausgriff auf das Kommende 54
2. Die »Verfassung« der Metaphysik: Ontotheologie!? 58
3. Affektive Inkarnation: Gabe des Lebens 78
3.1 ›Ich ko¨nnen‹ im Geschehen des Leibes 82
3.2 Die »Radikalisierung« der Methode der Pha¨nomenologie 84
3.3 Die »post«-hermeneutische Begru¨ndung des Christentums 94
3.4 Die ›Univozita¨t des Lebens‹ 99
3.5 Krisenfall: Weltpha¨nomenologie 102
3.6 Lebenspha¨nomenologie und Fundamentaltheologie 107
3.7 Sprachtheorie und Sakrament 109
3.8 Sakrament als Vollzugsmoment der Gabe des Lebens 112
3.9 Der lebenspha¨nomenologische Beitrag zur Denkform der Analogie 116
4. Eine Erkundung: Gabe und Offenbarung 118
4.1 Der Kampf gegen die Onto-Theologie 119
4.2 Abgru¨nde der Anschauung und der Begriffe 132
4.3 Offenbarung und Pha¨nomenologie 142
4.4 »Die Erste wird die Letzte sein« 146
4.5 »Das Pha¨nomen gibt sich« 148
4.6 Gesa¨ttigte Pha¨nomene 153
4.7 Die Pha¨nomenologie des Anspruchs und der Antwort 162
4.8 Zu einer »sakramentalen Hermeneutik« der Analogie 170
5. Verwindende Momente: Die Sprache der Gabe 174
5.1 Transponierung des Pha¨nomens 176
5.2 Der Modellfall: Das transzendentale Ideal 183
5.3 Transpossibilita¨t im Sinnbildungsprozess 191
5.4 »Jedes Sprachpha¨nomen geho¨rt mit dem Weltpha¨nomen zusammen« 192
5.5 Der Analogie eine »Sprache geben« 195
6. Denkansto¨ße: oder was zum Denken u¨brig blieb 212
7. 10 Thesen zum pha¨nomenologischen Zuspiel der Analogie 215

III. THEOLOGISCHE (RE-)LEKTU¨REN 216
1. Pra¨figurationen 216
2. Das Programm der analogia entis – U¨berlegungen zu Erich Przywara 218
2.1 Das methodologische Programm 222
2.2 Voraussetzungen des Denkens der Analogia Entis bei Przywara 224
2.3 Die pha¨nomenologische Methode – Ein- und Ansichten bei Przywara 227
2.4 Die Vollzugsform der Analogie als »Zwischen« 230
2.5 Typen der Metaphysik 235
2.6 Theologie und Philosophie - Folgeerscheinungen einer Liaison 239
2.7 Analogia entis als Strukturprinzip 245
2.8 Die Herkunft der Analogie aus dem Denken 246
2.9 Die analogia Entis als Vermittlungsversuch 248
3. ›Ohne Gott kann Ich/ich nicht Sein/sein‹ – Re-Lektu¨ren zu Karl Barth 256
3.1 Die Grundkonstellation 256
3.2 Ru¨ckbindungen durch eine gabentheologische Re-Lektu¨re 262
3.3 Die differenzlogische Konsequentialita¨t als ontologische Dimension 267
3.4 Das »monistische Dual« 271
3.5 Gabe des Seins als Gabe der Anerkennung 272
4. Temporale Momente – Sondierungen zu Eberhard Ju¨ngel 275
4.1 Das ontologisch-hermeneutische Vorspiel: im Glauben 276
4.2 Das Zuspiel im »Sprachereignis«: Der Ort der Denkbarkeit 281
4.3 Das Kriterium der Unverfu¨gbarkeit 283
4.4 Theologie in ihrer Selbstbestimmung: Entsprechungen 284
4.5 Das verlebte Erbe: Offenbarung und Glaube 287
4.6 Das beerbte Erbe: Denken und Glauben 289
4.7 Das zu beerbende Erbe: Die Rechtfertigung 292
4.8 Der Vorlauf zu einer »Analogie des Advents« 295
4.9 Die christologische Dynamik in der Analogie 299
4.10 Die sprachliche Dynamik der Analogie 302
4.11 Metaphorisierende Re-Lektu¨ren 306
4.12 Die ›Analogie des Advents‹ als Meta-Metapher 308
4.13 Anfragen und Erweiterungen der »Analogie des Advents« 312
5. Die Logik der Antizipation: Mutmaßungen zu Wolfhart Pannenberg 319
5.1 Die Bestimmung des Problemhorizontes 319
5.2 Vorspiele auf dem Weg zur Programmatik der Theo-logie 325
5.3 Pannenbergs Ansa¨tze in der Diskussion 328
5.4 Doxologie und Analogie 335
5.5 Ru¨ckfragen auf die Mo¨glichkeiten der ›natu¨rlichen Erkenntnis‹ 354
5.6 Ru¨ckfragen und Vergewisserung 356
5.7 Zum weiteren Denken der Analogie 365

IV. DIAKRITISCHE ANMERKUNGEN 368
1. Analogie als Erschließungserfahrung 368
2. Der Mo¨glichkeitsraum: Zu einer »sakramentalen Hermeneutik« 369

Literaturverzeichnis 372


Held, Marcus
Marcus Held, Dr. theol., Jahrgang 1977, studierte Evangelische Theologie, Philosophie, Musikwissenschaften, Pädagogik und Soziologie. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Habilitand am Lehrstuhl von Prof. M. Roth an der JGU Mainz.

Marcus Held studierte Ev. Theologie, Philosophie, Musikwissenschaften und
Pädagogik in Münster und Berlin. 2007-2009 und 2011-2016 nahm er an den Graduiertenkollegs der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) teil. 2011-2013 war er Mitglied des Forschernetzwerkes der DFG. 2012-2015 war er wiss. Mitarbeiter beim Projekt DARIAH-DE am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte.
2009-2015 arbeitete er als wiss. Mitarbeiter in Oldenburg und Mainz. 2016 promovierte er an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und ist seitdem wiss. Mitarbeiter und Habilitand an selbiger. Sein Habilitationsprojekt befasst sich mit dem Zusammenhang von Gesellschaftstheorie und Ethik im Anschluss an Pierre Legendre und Cornelius Castoriadis.


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