Buch, Deutsch, Band 3, 431 Seiten, PB, Format (B × H): 149 mm x 211 mm, Gewicht: 549 g
Reihe: Bengelmann Pocket
Illustrierter Roman. Vollständige und ungekürzte, völlig neue Übersetzung von Barbara Scholz. Die einzige Ausgabe mit Personenverzeichnis, Portrait u. Landkarte, Überschriften zu allen 59 Kapiteln und allen 11 ganzseitigen Original-Illustrationen v. 1891
Buch, Deutsch, Band 3, 431 Seiten, PB, Format (B × H): 149 mm x 211 mm, Gewicht: 549 g
Reihe: Bengelmann Pocket
ISBN: 978-3-930177-36-3
Verlag: Bengelmann Verlag
• eine völlig neue, vollständige und ungekürzte Übersetzung von BARBARA SCHOLZ, (Übersetzer von Verville’s ‚Le Moyen de Parvenir‘). Diese Übersetzung zeichnet sich dadurch aus, daß die von Thomas Hardy gerne verwendeten Fremdwörter nicht übernommen worden sind, sondern nunmehr bedeutungsgerecht übersetzt wurden! LESEKOMFORT 1
• mit 11 ganzseitigen Tafeln, davon 9 ganzseitige Reproduktionen der amerikanischen Erstausgabe von 1891, einer Reproduktion von Thomas Hardy’s Portrait und einer Reproduktion der seltenen Landkarte der fiktiven Grafschaft WESSEX in Hardy’s Wessex-Romanen. LESEKOMFORT 2
• alle 59 Kapitel dieses Romanes haben eine Kapitelüberschrift mit schlagwortartiger Inhaltsangabe erhalten, was wesentlich zu Orientierung des Lesers beiträgt. LESEKOMFORT 3
• Vorangestellt ist ein Verzeichnis der handelnden Personen mit kurzen Charakterisierungen. LESEKOMFORT 4
• Diese Prachtausgabe mit einem feurigen Cover, mit nirgends sonst zugänglichen Dokumenten, wie z. B. der Landkarte der fiktiven Grafschaft, Reproduktionen aller Holzstiche der amerikanischen Erstausgabe von 1891, Personenregister, noch nie dagewesener Kapitelgliederung mit Kapitelüberschriften und kurzer Inhaltsbeschreibung aller 59 Kapitel, ist diese reich illustrierte Ausgabe zugleich auch eine sehr repräsentative Geschenkausgabe und somit konkurrenzlos! (Verkaufskomfort für Sie, Einkaufskomfort für Ihre Kunden)
Diese konkurrenzlose Softcoverausgabe (ISBN-13: 978-3930177363) ist im Januar 2017 erschienen.!
--- Vorbemerkung: Warum wir "D'Urbervilles" und nicht "d'Urbervilles" schreiben: In den englischen und amerikanischen Ausgaben ist die Schreibweise stets "Tess of the D'Urbervilles"; niemals "... d'Urbervilles" mit kleinem "d" geschrieben! ---
Warum ist eine vierte Übersetzung dieses Romans notwendig geworden? Auszug aus einem übersetzungswissenschaftlichen Essay von Dr. phil. Pauline Bengelmann:
Thomas Hardy hat sehr viele, heute nicht gängige Fremdwörter in den Text des Romans ‚Tess von den D’Urbervilles‘ eingebracht. In den älteren drei Übersetzungen - vom Anaconda Verlag (Überarbeitung nach der deutschen Erstübersetzung; Übersetzer unbekannt), Piper Verlag (Übersetzer: Paul Baudisch) und Deutscher Taschenbuch Verlag (Übersetzer: Helga Schulz) - sind diese Fremdwörter häufig nicht in die deutsche Sprache übertragen worden. Dadurch sind die davon betroffenen Abschnitte- selbst für einen gebildeten Leser - sehr schwer oder gar nicht verständlich. Darüber hinaus ist den Möglichkeiten der deutschen Sprache durch allzu wortwörtliche Übersetzung oft nicht Rechnung getragen worden. "Pars pro toto" sei folgendes Beispiel einer Textstelle mit ihren unterschiedlichen deutschen Übersetzungen genannt: ----
Hier die englische Textstelle im Original von 1891: "Its transcendental aspirations--still unconsciously based on the geocentric view of things, a zenithal paradise, a nadiral hell--were as foreign to his own as if they had been the dreams of people on another planet. Latterly he had seen only Life, felt only the great passionate pulse of existence, unwarped, uncontorted, untrammelled by those creeds which futilely attempt to check what wisdom would be content to regulate." ----- Und hier nachfolgend die vier verschiedenen Übersetzungen in den 4 vorliegenden Verlagsausgaben (Anaconda, Piper, dtv, Bengelmann);
1) Ausgabe Anaconda Verlag, Ausgabe 2013, behutsam überarbeitet nach der deutschen Erstübersetzung in ‚Fremde Zungen‘, 1895, Übersetzer unbekannt; Kapitel 1, Viertes Buch, S. 224; Zitat: ‚Die transzendentalen Ambitionen desselben - die unbewußt von der geozentrischen Weltanschauung, einem Paradies im Zenit und einer Hölle im Nadir, ausgingen - die Termini ‘ transzendentalen Ambitionen, geozentrischen...' wer kann sich beim Lesen streßfrei diese Fremdwörter erklären?---- 2) Ausgabe Piper Verlag, 1 Auflage Oktober 2012, übersetzt von Paul Baudisch; Kapitel 25, S. 204; Zitat: ‚Die transzendentalen Sehnsüchte - die dennoch unbewußt auf einer geozentrischen Weltanschauung basierten …; Seit kurzem hatte er lediglich Leben gesehen, nur den großen, leidenschaftlichen Puls des Daseins gefühlt, unbefangen, nicht verzerrt und nicht geknebelt durch jene Glaubensanschauungen, die sich fruchtlos bemühen, zu unterdrücken, was echte Weisheit in kluger Beschränkung nur regeln würde.‘ – Spontan beim Lesen verständlich? -
3) Ausgabe Deutscher Taschenbuch Verlag, Ausgabe 2013, übersetzt von Helga Schulz; Kapitel 25, S. 226; Angel Clare besucht seine Eltern im Pfarrhaus und stellt fest, daß er sich hier von Mal zu Mal mehr wie ein Fremder fühlt; Zitat: ‚Die transzendentalen Bestrebungen des Pfarrhauses, die noch unbewußt auf der geozentrischen Sicht der Dinge ... beruhten...In letzter Zeit hatte er nur das volle Leben kennengelernt, nur den großartigen leidenschaftlichen Pulsschlag des Daseins gefühlt, unbeeinflußt, unverzerrt, ungehindert durch jene Glaubensbekenntnisse, die vergeblich zu unterdrücken suchen, was echte Weisheit in kluger Selbstbeschränkung nur regeln würde.‘ Unschwer Verständlich? ---
4) Ausgabe Bengelmann Verlag, Ausgabe 2016, übersetzt von Barbara Scholz; Zitat:
‚Die verworrenen Bestrebungen seiner Familie - die unbewußt auf der Anschauung, die Erde sei der Mittelpunkt des Weltenraums, mit einem Paradies im Zenit und einer Hölle im Nadir , beruhten …; In jüngster Zeit hatte er nur pulsierendes Leben empfunden, nur den betäubenden leidenschaftlichen Pulsschlag des Daseins gefühlt, unbefangen, unverfälscht, nicht gefesselt durch jene Glaubensbekenntnisse, welche vergeblich zu hemmen suchen, was kluge Einsicht willens ist zu regeln.‘
Zielgruppe
Roman. Erste ungekürzte und vollständige Übersetzung aus den amerikanischen und englischen Erstausgaben. Prachtausgabe mit allen 11 ganzseitigen Original-Illustrationen der amerikanischen Erstausgabe von 1891, mit Personenverzeichnis, Portrait u. Landkarte. Dieser englische Roman ist das Pendant zu der mittelhochdeutschen Versnovelle "Meier Helmbrecht" von Wernher dem Gärtner,ebenfalls mit tragischem Ausgang.
Weitere Infos & Material
INHALTSVERZEICHNIS UND KAPITELÜBERSCHRIFTEN
zu: Thomas Hardy, TESS VON DEN D’URBERVILLES. ROMAN.
Vollständige und ungekürzte, völlig neue Übersetzung von Barbara Scholz. Mit 11 ganzseitigen Illustrationen.
Kapitel 1
Die verhängnisvolle Begegnung Jack Durbeyfields mit Pastor Tringham
Kapitel 2
Die verhängnisvolle Begegnung Tess‘ mit Angel beim Maitanz in Marlott
Kapitel 3
Tess kehrt vom Maitanz nach Hause zurück.
Kapitel 4
In Rollivers Schenke. Wie Prinz das Opfer eines schrecklichen Unfalles wird.
Kapitel 5
Eine für Tess und Alec verhängnisvolle Begegnung. Tess fährt mit dem Fuhrwerk nach Trantridge Cross und geht dann zu Fuß zur Besitzung der Familie D’Urberville.
Kapitel 6
Hoch zu Roß besucht Alec D’Urberville Tess‘ Eltern, um seiner Cousine eine Stelle in der Geflügelfarm anzubieten.
Kapitel 7
Tess‘ wird von ihrer Mutter aufgebrezelt und dann von Alec D’Urberville mit einem eleganten zweirädrigen Einspänner beim Elternhaus abgeholt.
Kapitel 8
Eine gefährliche Fahrt und warum Tess sich ihre Wange mit einem Taschentuch abwischen muß.
Kapitel 9
Tess wird bei ihrer Herrin vorgestellt und lernt, wie man den Dompfaffen eine Melodie vorpfeift.
Kapitel 10
Ein verhängnisvoller Abend im verruchten Vergnügungsviertel von Chaseborough.
Kapitel 11
Alec D’Urberville rettet Tess vor einem gefährlichen Angriff krakeelender Bauernmädchen. Warum sie sich bei der Heimreise zu Pferde verirren und was im Nachtlager in dieser kühlen Septembernacht sich ereignet.
Kapitel 12
Ein verhängnisvoller Sonntagmorgen im späten Oktober. Tess verheimlicht Alec ihre Schwangerschaft und kehrt fluchtartig in ihr Elternhaus zurück. Alec versucht vergeblich, sie zur Rückkehr zu bewegen.
Kapitel 13
Warum sich in der Kirche die Leute flüsternd nach Tess umdrehen und warum Tess fühlt, daß sie nie mehr zur Kirche gehen könne.
Kapitel 14
Tess führt eine Nottaufe bei ihrem sterbenden Kind durch. Das tote Kind wird in einer Schandecke des Friedhofes beerdigt.
Kapitel 15
Tess verpflichtet sich als Milchmagd in der Milchwirtschaft Talbothays bei Meier Crick.
Kapitel 16
In dem nach Thymian duftenden Monat Mai verläßt Tess ihr Elternhaus ein zweites Mal und reist zur Milchwirtschaft Talbothays des Meier Crick.
Kapitel 17
Tess erkennt Angel Clare, der als Praktikant in der Meierei tätig ist, als den unbekannten Wandersmann, der sie damals beim Maitanz nicht zum Tanz aufgefordert hatte. Tess teilt sich das Schlafgemach mit den drei anderen Milchmädchen Marian, Izz Huett und Retty Priddle.
Kapitel 18
Der vornehme Pfarrerssohn Angel Clare betrachtet von seiner abgetrennten Kaminecke im allgemeinen Frühstücksraum aus die vier hübschen Milchmädchen und zieht Tess wegen ihrer überragenden Weiblichkeit vor.
Kapitel 19
Nach seinem wehmütigen Harfenspiel entdeckt Angel Clare die Milchmagd Tess trotz der abendlichen Dämmerung in ihrem hellen Sommerkleid, als sie im Garten schwermütigen Gedanken nachhängt.
Kapitel 20
Schöne Frauen schlafen gewöhnlich in der Morgendämmerung des Mittsommers. Nicht jedoch Tess! Sie wird zu dieser frühen Stunde von Angel Clare im Freien erwartet.
Kapitel 21
Wegen des zeitigen Arbeitsbeginnes am frühen Morgen geht Tess schon vor Sonnenuntergang zu Bett. Sie erwacht, als die drei anderen Milchmägde Marian, Izz Huett und Retty Priddle in den gemeinsamen Schlafraum kommen und sich im orangefarbenen Licht der untergehenden Sonne ausziehen und waschen. Die drei schauen aus dem Fenster hinaus und beobachten verliebt schwärmend Angel Clare. Und sie reden darüber, wer ihn heiraten werde. Und ob er eine Landfrau oder eine Dame heiraten sollte.
Kapitel 22
Voller Selbstaufopferung versucht Tess, Angel aus dem Weg zu gehen und den beiden anderen hübscheren Mädchen, Retty und Izzy, den Joker zuzuschieben
Kapitel 23
An einem Sonntagmorgen, „an welchem das Fleisch auszieht, um mit dem Fleisch zu kokettieren“, werden die vier Milchmädchen in ihren Sonntagskleidern auf ihrem Weg zur Kirche durch eine Überschwemmung am Weitergehen gehindert. Sie erröten, als der zufällig des Weges daherkommende Angel Clare ihnen anbietet, sie über die dreckige Pfütze zu tragen. Und was Izz Huett dann abends vor dem Einschlafen den anderen drei Milchmädchen erzählt, ist eine Ungeheuerlichkeit …
Kapitel 24
Es kommt zu einer stürmischen Umarmung. Tess öffnet ihre Lippen, stürzt sich mit einem verzückten Aufschrei in seine Arme. Angel wagt es nicht, ihren Mund zu küssen, und nachher wird er von Schuldgefühlen geplagt.
Kapitel 25
Am frühen Morgen im Frühstücksraum erfährt das vierblättrige Kleeblatt der Milchmägde, daß Angel für einige Tage zu seiner Familie nach Emminster gefahren ist, um familiäre Angelegenheiten zu besprechen. Und was ist aus den von Frau Crick mitgegebenen leckeren Blutwürsten und dem süffigen Honigwein geworden?
Kapitel 26
Erst nach den Familiengebeten am Abend kann Angel Clare mit seinem Vater unter vier Augen sprechen. Soll Angel’s Ehefrau eine Dame sein oder eine Landfrau, und wie soll sie es denn mit der Religion haben?
Kapitel 27
Entgegen dem Rat der Eltern hat Angel seine Wahl getroffen. Als Tess gerade alleine beim Abrahmen der Milch ist, sagt er zu ihr: „Ich werde bald daran denken müssen zu heiraten; und wenn ich ein Bauer bin, siehst du, dann brauche ich eine Frau, die sich auf die Dinge der Landwirtschaft versteht. Willst du diese Frau sein, Tessy?“
Kapitel 28
„Warum erzählt ihm niemand alles über mich?“, fragt sich Tess. „Es ist doch nur vierzig Meilen von hier geschehen - warum ist es nicht bis hierher gedrungen? Irgend jemand muß es doch wissen!“
Kapitel 29
Den ganzen September hatten sich die beiden Liebenden ständig getroffen. Trotzdem bleibt Tess bei ihrem „Nein“. „Fast jede von den anderen drei Milchmädchen würde vielleicht eine bessere Frau für Sie abgeben. Und vielleicht liebt jede für sich Sie genauso sehr wie ich - beinahe“, sagt sie zu Angel.
Kapitel 30
Während einer Dienstfahrt, bei eiskaltem Regen zur nächsten Bahnstation, gibt Tess, völlig durchnäßt und unterkühlt, dann doch ihr Jawort.
Kapitel 31
Nach dem Abendessen, als Tess in die Schlafkammer kommt, sitzen Marian, Retty und Izz beim Schein einer Kerze in ihren weißen Nachtgewändern aufrecht im Bett und warten auf Tess, wie eine Riege von Rachegeistern.
Kapitel 32
Obwohl Tess sich eine „ewig währende Brautzeit“ gewünscht hätte, wird nun doch ein Hochzeitstag festgelegt.
Kapitel 33
Nach der Trauung am Silvestertag verläßt das Paar bei einem nachmittäglichen Hahnenschrei die Meierei und fährt zu seinem Quartier in einem alten Bauernhaus in der Nähe von Wellbridge Mill.
Kapitel 34
In Wellbridge angekommen gesteht Angel, daß er ein einziges Mal achtundvierzig Stunden lang sich mit einer Unbekannten vergnügt hätte. Dann erzählt Tess von ihrer Beziehung zu Alec D’Urberville und deren Folgen.
Kapitel 35
Bei Kerzenschein unter dem Mistelzweig des Betthimmels entkleidet sich Tess. Doch Angel weigert sich, die Ehe zu vollziehen. Tess unterwirft sich, sie will „gehorchen wie eine unterwürfige Sklavin“.
Kapitel 36
Das Ehepaar beschließt, sich zu trennen. Angel Clare sagt zu Tess: „Wie können wir zusammenleben, solange jener Mann am Leben ist? Wäre er tot, so wäre es vielleicht etwas anderes.“
Kapitel 37
Der Schlafwandler Angel Clare trägt nachts die unterwürfige und duldsame Tess zu einem Steinsarg in der Klosterkirche. „Mein Weib - tot, tot!“ sagt er. Am nächsten Tag überreicht er Tess ein Päckchen, das eine ansehnliche Summe Geldes enthält. Tess steigt dann in die Kutsche, die sie zu ihrem Elternhaus bringen wird.
Kapitel 38
Tess ist wieder zurück im Elternhaus. „Oh, du kleines dummes Ding“ schimpft die Mutter. Tess gibt die Hälfte der Geldsumme, die ihr Angel für ihren Lebensunterhalt gegeben hatte, ihrer Mutter. Enttäuscht verläßt sie ihr Elternhaus wieder.
Kapitel 39
Angel Clare besucht vor seiner Abreise nach Brasilien seine Eltern. „Du warst ihre erste Liebe?“, fragt ihn seine Mutter. Er antwortet: „Natürlich!“
Kapitel 40
Angel muß bei dem Bauernhaus von Wellbridge vorbeischauen, welches für drei Tage Schauplatz der unheilvollen Szenen seiner Ehe gewesen war, und trifft dort Izz Huett, die das Ehepaar besuchen wollte. Eine verhängnisvolle Begegnung!
Kapitel 41
Acht Monate sind seit der dramatischen Trennung des Paares vergangen, Tess lebt von ihrer Arbeit als Taglöhnerin. Ihrer Mutter schickt sie nochmals 20 Pfund für das Strohdach des gepachteten Elternhauses.
Kapitel 42
Tess verändert ihr Äußeres, um lästige Bewunderer ihrer Schönheit abzuschrecken, und zieht nach Flintcomb-Ash, um dort Arbeit auf den Hungeräckern anzunehmen. Am Dorfeingang, bei einer von innen beheizten hervorragenden warmen Giebelmauer eines Hauses, trifft sie Marian.
Kapitel 43
Izz Huett kommt in Flintcomb Ash an, und Marian sorgt dafür, daß Izz ihr Schweigen bricht und über ein wirklich unmoralisches Angebot Angel Clare’s berichtet.
Kapitel 44:
An einem Sonntag unternimmt Tess einen vergeblichen Versuch, ihre Schwiegereltern im Pfarrhaus von Emminster zu besuchen. Beim Rückweg entdeckt sie in einer Scheune Alec D’Urberville in priesterlichem Gewande als feurigen Prediger.
Kapitel 45
Tess empört sich darüber, daß Alec D‘Urberville, der sie verführt hatte, jetzt der Keuschheit das Wort predigt, während sie eine Sünderin bleibt. Sie verläßt die Scheune. Beim weiteren Nachhauseweg eilt Alec ihr nach und holt sie ein. „Warum hast du mir nicht geschrieben, als du das kommen fühltest?“, sagt Alec, nachdem Tess ihm erstmals von ihrer Schwangerschaft und dem Tod ihres gemeinsamen Kindes berichtet hatte. Eine verhängnisvolle Wiederbegegnung!
Kapitel 46
Einige Tage später kommt Alec D’Urberville nach Flintcomb Ash. Mit der amtlichen Heiratserlaubnis in der Hand fragt er, ob Tess seine Ehefrau werden und mit ihm gehen wolle. Tess muß ablehnen, weil sie bereits verheiratet ist. Alec ist bestürzt, sagt jedoch zu Tess, „aber ich möchte dir und deinem Mann, wer immer er auch sein mag, gern etwas Gutes tun.“
Kapitel 47
Kurz vor der Mittagspause kommt Alec D’Urberville erneut nach Flintcomb Ash und berichtet, daß er sich von seinen Glaubensbrüdern getrennt habe. „Du warst der Grund für meinen Glaubensabfall“, fuhr er fort, seinen Arm zu ihrer Taille hin ausstreckend, „und du solltest auf meiner Seite sein und diesen störrischen Dickkopf, den du Gatten nennst, für immer verlassen!“ Jähzornig schlägt ihm Tess einen derben Lederhandschuh ins Gesicht, und im nächsten Augenblick beginnt das Blut von seinen Lippen auf das Stroh zu tropfen.
Kapitel 48
Am Nachmittag desselben Tages steht Alec D’Urberville erneut vor der Scheune, in welcher Tess arbeitet, und wirft ihr eine Kußhand zu. „Was - nach alledem - trotz meines beleidigenden Schlages“, sagte Tess im Flüsterton. „Wenn ich unsere früheren Beziehungen schon nicht legitimieren kann, so kann ich dir wenigstens helfen“, sagt Alec.
Kapitel 49
Liza-Lu taucht überraschend auf und berichtet von einer lebensgefährlichen Erkrankung der Mutter. Tess verläßt noch zu später Stunde Flintcomb Ash und eilt zu Fuß nach Hause.
Kapitel 50
Zu Hause gibt es zur Pflanzzeit viel Arbeit, zumal der Acker der Durbeyfields völlig verwahrlost ist. Beim nächtlichen Umgraben des Ackers entdeckt sie im Schein des Queckenfeuers einen Mann in einem langen Arbeitskittel, der auf der gleichen Parzelle arbeitet wie sie. Es ist Alec D’Urberville. Er bietet Hilfe an. Tess lehnt ab.
Kapitel 51
Nach dem Tod des Vaters muß die nunmehr obdachlose Familie das gepachtete Haus verlassen. „Weil ich keine anständige Frau bin“, sagt Tess zu Alec. Alec bietet der obdachlosen Familie an, sein Gartenhaus in Trantridge zu beziehen und dort eine Geflügelzucht zu betreiben. Tess lehnt ab und klemmt seine Hand schmerzhaft zwischen einem Fensterflügel und dem steinernen Mittelpfosten ein.
Kapitel 52
Die obdachlose Familie übernachtet mit ihrem Fuhrwerk bei der Friedhofsmauer neben der Kirche in Kingsbere, wo die Gebeine der Ahnen der alten D’Urbervilles in ihren steinernen Särgen in einer Gruft liegen. Vor dem dunklen Stein, der den Zugang zu den Grabstätten verschließt, sagt sie: „Warum bin ich auf der verkehrten Seite dieser Tür?“ Alec D’Urberville will erneut Hilfe leisten und fragt Tess: „Nun befehle mir. Was soll ich tun?“ „Gehen Sie fort!“ murmelt sie.
Kapitel 53
Angel Clare kehrt, von schwerer Krankheit gezeichnet, aus Brasilien zurück. In seinem Elternhaus in Emminster liest er Briefe mit alarmierenden Nachrichten, was seine Ehefrau betrifft. Er beschließt, zu ihr zu reisen.
Kapitel 54
Angel kann in Erfahrung bringen, daß seine Gattin sich in dem mondänen Badeort Sandbourne aufhält und eilt dorthin.
Kapitel 55
Angel Clare spürt Tess in einer piekfeinen Pension, ‚The Herons‘ genannt, auf. „Tess!“ sagt er mit belegter Stimme, „kannst du mir verzeihen, daß ich fortgegangen bin? Kannst du nicht - zu mir kommen? Wie kam es dazu -, daß du so bist?“ Tess sagt zu ihm: „Es ist zu spät“. Er verläßt das Hotel.
Kapitel 56
Tess ermordet in einem Anfall wahnhafter Wut ihren Gönner und Lebensgefährten Alec D’Urberville mit dem Tranchiermesser.
Frau Brooks, die Besitzerin der Pension, war neugierig geworden und lugt durch das Schlüsselloch der Suite, welche die D’Urbervilles gemietet hatten. Sie hört, wie Tess mit lauter Stimme schwere Vorwürfe an Alec D’Urberville richtet.
Dann ist plötzlich Stille. Nach einiger Zeit verläßt Tess das Hotel und Frau Brooks sieht an der Decke im Zimmer unterhalb dann einen Blutfleck. Es wird Alarm geschlagen.
Kapitel 57
Angel Clare hatte inzwischen sein Hotelzimmer geräumt und ist jetzt auf dem Weg zum Bahnhof. Tess läuft ihm auf der Straße nach und holt ihn ein. „Angel“, sagte sie mit einem unschuldigen Lächeln, „weißt du, warum ich hinter dir hergelaufen bin? Um dir zu sagen, daß ich ihn getötet habe!“ Auf ihrer Flucht findet das Paar eine verlassene Villa, das Herrenhaus Bramshurst, in welchem sie für einige Tage Quartier beziehen. Späte Flitterwochen im Herrenhaus Bramshurst.
Kapitel 58
Das Ehepaar wird von der Hausverwalterin entdeckt und flieht. Endpunkt ihrer Nachtwanderung ist Stonehenge. „Oh, Angel - ich wünschte, du würdest deine Schwägerin Liza-Lu heiraten, wenn du mich verloren hast, was bald geschehen wird“, sagt Tess. Am frühen Morgen ist Stonehenge von Polizei umstellt.
Kapitel 59
Angel Clare und Lisa Lu stehen auf einer Anhöhe gegenüber dem Gefängnis der Stadt Wintoncester. Die Uhren der Stadt schlagen achtmal. Sie sehen eine schwarze Fahne an einer Fahnenstange des Gefängnisturmes aufsteigen, und sie wissen, daß Tess den Tod am Strick des Henkers gefunden hat.