Hagen | Kreativwirtschaft und Szeneviertel | Buch | 978-3-8288-3742-3 | sack.de

Buch, Deutsch, Band 69, 254 Seiten, broschiert, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 276 g

Reihe: Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Sozialwissenschaften

Hagen

Kreativwirtschaft und Szeneviertel

Ein interdisziplinärer Ansatz zur Bedeutung der Alternativszene für die Standortentscheidung kreativwirtschaftlicher Betriebe

Buch, Deutsch, Band 69, 254 Seiten, broschiert, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 276 g

Reihe: Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Sozialwissenschaften

ISBN: 978-3-8288-3742-3
Verlag: Tectum


In der wissenschaftlichen Diskussion gelten Städte bereits seit Jahren als wichtige Konzentrationsorte einer ökonomisch immer bedeutsamer werdenden Kreativ- und Kulturwirtschaft. Diese postmoderne, zumeist „ästhetische Ökonomie“, versteht es, als ein Paradox, ästhetische und selbst kapitalismuskritische Ausdrucksformen erfolgreich zu kommerzialisieren. Was macht aber letztlich die Attraktivität bestimmter Stadtviertel für die vermehrte Ansiedlung kreativwirtschaftlicher Betriebe aus? Ohne ein interdisziplinäres Vorgehen erscheinen die komplexen sozialen, gesellschaftlichen und ökonomischen Prozesse, die zu einer Kumulation von Betrieben der Kreativwirtschaft beitragen, nicht hinreichend behandelbar. Um einem interdisziplinären Anspruch gerecht zu werden, erstreckt sich der Forschungsansatz des Autors bei seiner Betrachtung kreativwirtschaftlicher Kristallisationsorte von der Kultur- und Wirtschaftsgeographie über die Stadtsoziologie bis hinein in die Gesellschaftswissenschaften. Dabei untersucht dieser unter Einbezug des kontextorientierten Szene-Konzepts sowie insbesondere der Bedeutung der Alternativszene die medial stark präsenten Stadtquartiere „Schanzenviertel“ in Hamburg und „SO 36“ in Berlin-Kreuzberg. Er arbeitet so die Merkmale heraus, die zu einer Kumulation der Kreativwirtschaft in bestimmten innerstädtischen Stadtvierteln führen können.
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1 Einleitung
1.1 Frage- und Thesenstellung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit

2 Neue sozioökonomische Strukturen in der Stadt des 21. Jahrhunderts
2.1 Neue Bedingungen für die Stadtökonomie
2.2 Neue gesellschaftliche Bedingungen in der postmodernen Stadt
2.3 Veränderte Sozialstrukturen und Bedingungen für die Erwerbsarbeit
2.4 Veränderte stadträumliche Perspektiven

3 Bedeutungszuwachs von Kultur und Kreativwirtschaft
3.1 Kultur im Zentrum städtischer Marketingstrategien
3.2 Kreativwirtschaft als neuer Hoffnungsträger der Stadtökonomie
3.2.1 Definitorische Eingrenzung von Kreativwirtschaft
3.2.2 Kreativwirtschaft in Deutschland: Trends und Fakten
3.2.3 Ökonomisch-technischer Wandel und Kreativwirtschaft
3.2.4 Auslagerung und Selbstständigkeit in der Kreativwirtschaft
3.2.5 Die symbolische Ökonomie
3.2.6 Von der „Ästhetikwelle“ zur „ästhetischen Ökonomie“
3.2.7 Fazit

4 Erklärungsansätze zur Verortung der Kreativwirtschaft: Das Konzept Szene und der Szenestadtteil
4.1 Von der traditionellen Standortlehre zu kontextorientierten Erklärungsansätzen
4.2 Exkurs: Urbanität, Atmosphäre und Toleranz
4.3 Kontextabhängige und evolutionäre Erklärungsansätze für die Kreativwirtschaft
4.3.1 Embeddedness, Netzwerke und Unternehmensgründungen
4.3.2 Vom sozialen Milieu zum kreativen/innovativen Milieu
4.3.3 Szene und der Stadtteil: Von der
Vergemeinschaftungsform zum Erklärungsansatz für die Verortung der Kreativwirtschaft
4.3.3.1 Strukturen, Merkmale und Netzwerke von Szenen
4.3.3.2 Szene versus Milieu und Subkultur
4.3.3.3 Das ökonomische Modell Szene
4.3.3.4 Der Szenestadtteil als Zentrum der Kreativwirtschaft
4.4 Fazit

5 Die Europäische Stadt – Strukturen für die Postmoderne oder: Vom Gründerzeitviertel über den Alternativstadtteil zum kreativen Szenestadtteil
5.1 Das europäische Stadtmodell in historischer Betrachtung
5.2 Expansion und Verstädterung im 19. Jahrhundert: Die Entstehung der Gründerzeitquartiere
5.3 Von der fordistischen zur postfordistischen Stadt
5.4 Das Stadtquartier als Ort abweichender Lebensentwürfe
5.4.1 Die Entstehung der Alternativszene
5.4.2 Die Entstehung der Alternativstadtteile
5.4.3 Alternativökonomie und Alternativkultur: Zwischen Reurbanisierung und kapitalistischer Triebfeder
5.4.4 Vom Alternativstadtteil zum pluralisierten Szenestadtteil
5.4.5 Aufwertungs- und Verdrängungstendenzen im Szenestadtteil
5.4.6 Exkurs: Ost-Berlin und Ostdeutschland
5.5 Fazit

6 Die Untersuchungen in SO 36, Kreuzberg, Berlin und im Schanzenviertel, Hamburg
6.1 Methodik und empirischer Untersuchungsverlauf
6.2 Auswertungsmethodik und Ergebnisdarstellung
6.3 SO 36, Kreuzberg
6.3.1 Gebietssituation und Bevölkerung
6.3.1.1 Die historische Entwicklung des Stadtteils
6.3.1.2 Vom Alternativstadtteil zum Szenestadtteil
6.4 Das Schanzenviertel
6.4.1 Gebietssituation und Bevölkerung
6.4.1.1 Vom Alternativstadtteil zum Szenestadtteil.
6.4.1.2 Exkurs: Der Fußballverein FC St. Pauli
6.5 Die Auswertungsdarstellung
6.5.1 Auswertungsabschnitt A: Strukturen und Merkmale der Kreativwirtschaft
6.5.2 Auswertungsabschnitt B: Attraktivität und Quartiersqualitäten
6.5.3 Auswertungsabschnitt C: Netzwerke der Kreativwirtschaft
6.5.4 Auswertungsabschnitt D: Image – Zwischen Symbolik und Betriebskapital
6.5.5 Auswertungsabschnitt E: Die Alternativszene und das Kreativquartier
6.5.6 Auswertungsabschnitt F: Entwicklungsperspektiven – Vom diversifizierten Kreativstandort zum aufgewerteten Innenstadtviertel
6.6 Fazit

7. Zusammenfassung und Abschluss
Literatur- und Quellenverzeichnis
Anhang


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