Buch, Deutsch, Band 318, 363 Seiten, Format (B × H): 164 mm x 234 mm, Gewicht: 708 g
Reihe: Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen
Die frühneuzeitliche Autonomiestadt und der Fall Einbeck
Buch, Deutsch, Band 318, 363 Seiten, Format (B × H): 164 mm x 234 mm, Gewicht: 708 g
Reihe: Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen
ISBN: 978-3-8353-5454-8
Verlag: Wallstein Verlag GmbH
Lange galt die Frühe Neuzeit in stadthistorischer Sicht als »Städtetal« - eine Zeit mit nur wenigen Neugründungen. Allerdings bildeten sich bestimmte Städtetypen erst in dieser Zeit heraus. Für das Heilige Römische Reich wird zwischen Reichsstädten und Landstädten unterschieden: Unterstanden erstere unmittelbar dem Kaiser, so waren letztere einem Landesherrn untertan. Im vordergründig »reichsfernen« Norddeutschland existierte ein dritter Städtetyp, den die Zeitgenossen als civitas mixta bezeichneten und für den die Geschichtsforschung den Begriff Autonomiestadt prägte, ohne ihn genauer zu bestimmen. Diese Autonomiestädte waren kein Überbleibsel des Mittelalters, sondern etablierten sich erst im 16. Jahrhundert.
Am Beispiel Einbecks und des Sächsischen Städtebunds betrachten Philip Haas und Martin Schürrer erstmals eingehend diesen Städtetyp, arbeiten dessen Strukturmerkmale heraus und zeichnen Entwicklungslinien nach. Dies geschieht unter Rückgriff auf eine Vielzahl archivalischer Quellen und unter Auswertung der gelehrten frühneuzeitlichen Publizistik. Durch Anpassung etablierter und Nutzung innovativer politischer Werkzeuge konnten sich Autonomiestädte bis weit in das 17. Jahrhundert behaupten.