Greiner / Müller / Walter | Angst im Kalten Krieg | E-Book | sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 3, 527 Seiten

Reihe: Studien zum Kalten Krieg

Greiner / Müller / Walter Angst im Kalten Krieg

E-Book, Deutsch, Band 3, 527 Seiten

Reihe: Studien zum Kalten Krieg

ISBN: 978-3-86854-502-9
Verlag: HIS
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Im emotionalen Zentrum des Kalten Krieges stehen die Angst vor Nuklearwaffen und das politische Spiel mit der Angst - "Angst Haben" und "Angst Machen". Gerade von den Mitteln, die größtmögliche Sicherheit gewährleisten sollten, ging maximale Gefahr aus. Wer glaubwürdig abschrecken wollte, musste den Gegner einschüchtern, verunsichern und ihm dauerhaft Rätsel aufgeben: Nie sollte er ein klares Bild von den eigenen Kapazitäten und Absichten gewinnen, nie gewiss sein, wie weit die Berechenbarkeit seines Gegenübers reichte. Ob und wann die vorsätzlich inszenierte Ungewissheit sich gegen ihre Urheber wenden, also just jene Aggressivität provozieren würde, die sie eigentlich hätte unterdrücken sollen, geriet folglich zum hintergründigen Reizthema der Epoche. Die Kommunikation von Angst im Kalten Krieg und deren gesellschaftliche Hinterlassenschaften - im Osten wie im Westen - stehen im Mittelpunkt des dritten Bandes der "Studien zum Kalten Krieg". 19 renommierte Historiker und Sozialwissenschaftler diskutieren diese Fragen und legen erstmals eine systematische Übersicht in deutscher Sprache vor.
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Weitere Infos & Material


1;Cover;1
2;Titelseite;2
3;Impressum;3
4;Inhaltsverzeichnis;4
5;Bernd Greiner, Angst im Kalten Krieg. Bilanz und Ausblick;6
6;Eric S. Singer, Generalprobe für den Weltuntergang. Planer, Bürger und die Kultur des Zivilschutzes in Baltimore, 1950–1954;33
7;Frank Biess, »Jeder hat eine Chance«. Die Zivilschutzkampagnen der 1960er Jahre und die Angstgeschichte der Bundesrepublik;60
8;Christian Th. Müller, Im Bann der Bombe. Überlegungen zu Luftschutz und Zivilverteidigung in der DDR;93
9;Sigurd Sørlie, Nationale Sicherheit und liberale Freiheitsrechte. Das Dilemma von Norwegens totaler Verteidigung, 1945–1955;122
10;Marie Cronqvist, Die Sicherheit der Angst. Welfare versus warfare im schwedischen Zivilschutz;148
11;Olga Seznewa, Die Herrschaft der Differenz und die Politik der Angst in Königsberg/Kaliningrad,1945–1953;171
12;Melissa Feinberg, Die Durchsetzung einer neuen Welt. Politische Prozesse in Osteuropa, 1948–1954;189
13;Susanne Schattenberg, Die Angst vor Erniedrigung. Die U-2-Krise und das Ende der Entspannung;219
14;Bernd Schaefer, »Krieg schafft Revolutionen, Revolutionen beendenden Krieg«. Furcht und Ideologie in China und der UdSSR, 1969–1976;251
15;Oliver Bange, »A German finger on the trigger«. Die Furcht vor den bundesdeutschen Nuklearaspirationen, der Nichtverbreitungsvertrag und der Aufbruch in die Ära der Entspannung;277
16;Dariusz Jarosz, Kriegsgerüchte in Polen, 1946–1956;309
17;Monique Scheer, »Unter Deinen Schutz und Schirm fliehen wir«. Religiöse Ausdrucksformen in der Angstkultur des Kalten Kriegs;321
18;Marcus M. Payk, Die Angst der Agenten. Der Kalte Krieg in der westdeutschen TV-Serie »John Klings Abenteuer«, 1965–1970;347
19;Tim B. Müller, »Ohne Angst leben«. Vom Geheimdienst zur Gegenkultur – intellektuelle Gegenentwürfe zum Kalten Krieg;369
20;Holger Nehring, Angst, Gewalterfahrungen und das Ende des Pazifismus. Die britischen und westdeutschen Proteste gegen Atomwaffen, 1957–1964;408
21;Jörg Arnold, »Kassel 1943 mahnt …«. Zur Genealogie der Angst im Kalten Krieg;437
22;Susanne Schregel, Konjunktur der Angst. »Politik der Subjektivität« und »neue Friedensbewegung«, 1979–1983;467
23;Zu den Autoren und Autorinnen;493


Bernd Greiner, Prof. Dr. phil., Historiker, Politikwissenschaftler und Amerikanist, leitet seit 1994 den Arbeitsbereich "Theorie und Geschichte der Gewalt" im Hamburger Institut für Sozialforschung und lehrt am Fachbereich Philosophie und Geschichtswissenschaft der Universität Hamburg. Er arbeitet zur US-amerikanischen Geschichte des 20. Jahrhunderts mit einem Schwerpunkt auf der Erforschung des Kalten Krieges, der Beziehungen zwischen Militär und Zivilgesellschaft seit 1900, des deutsch-amerikanischen Verhältnisses und zur Theorie der Gewalt. Christian Th. Müller, Dr. phil., Historiker. Arbeitsschwerpunkte: Deutsche Militärgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts; Militärsoziologie; Theorie-Geschichte-Zukunft militärischer Gewalt; Militär und Gesellschaft in der DDR und ausländische Truppen im geteilten Deutschland. Dierk Walter, PD Dr. phil. ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsbereich "Theorie und Geschichte der Gewalt" des Hamburger Instituts für Sozial forschung und Privatdozent für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Bern. Seine Arbeits schwerpunkte sind die Geschichte der Europäischen Expansion und die Militärgeschichte der westlichen Welt seit dem 18. Jahrhundert.


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