Buch, Deutsch, 133 Seiten, gebunden, Format (B × H): 153 mm x 16 mm, Gewicht: 312 g
Aufzeichnungen und Skizzen
Buch, Deutsch, 133 Seiten, gebunden, Format (B × H): 153 mm x 16 mm, Gewicht: 312 g
Reihe: Sämtliche Werke in achtzehn Bänden
ISBN: 978-3-608-95121-9
Verlag: Klett-Cotta
Autoren/Hrsg.
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HEIM
Noch einmal schau ich auf meiner wandrung im engen viereck die tiefgrünen vorhänge von denen zwei das licht umrahmen und zwei das dunkel: die türen. Eine (die dem licht gegenüber) zwischen zwei weissen götterbildern auf schwarzen säulen. An der vierten mauer die grossen sträusse trockner gräser rechts und links von dem bild · von der decke das hellgoldene kronenlicht mit drei händen deren jede mit drei fingern. Ich lehne mich an den lauen thonofen und es klingt von unten her die gassenweise der orgel die wir so oft bespottet die aber am herzen nagt.
EIN LEZTER BRIEF
Du kannst ohne liebe lächeln · doch ich kann nur hassen. Viele menschen mag deine leichte anmut befriedigen · ich kann sie nicht in tausch nehmen für das wort das du hättest finden müssen und das mich hätte retten können. Du redetest einen ganzen sommer lang von den wolgeformten wolken von den rätselhaften geräuschen der wälder und den klängen der ländlichen flöte · aber für das eine wort bist du stumm geblieben. Was ist all deine schönheit all deine begeisterung wenn du dessen unkundig bist? nicht ein wort · minder als ein hauch · eine berührung! du hast gesehen dass ich tag und nacht darauf wartete. Ich konnte es nicht sagen · ich konnte es nur in träumen ahnen · auch hätte ich es nicht sagen dürfen · da du es hättest finden müssen. So träume und handle auf deine weise – uns ist nichts mehr gemeinsam: wenn du mir nahe kommst so muss ich dich hassen und wenn ferne bist du mir fremd.