George / Stefan-George-Stiftung, Stuttgart | Sämtliche Werke in 18 Bänden, Band 17. Tage und Taten. Aufzeichnungen und Skizzen (Sämtliche Werke in achtzehn Bänden, Bd.) | Buch | 978-3-608-95121-9 | sack.de

Buch, Deutsch, 133 Seiten, gebunden, Format (B × H): 153 mm x 16 mm, Gewicht: 312 g

Reihe: Sämtliche Werke in achtzehn Bänden

George / Stefan-George-Stiftung, Stuttgart

Sämtliche Werke in 18 Bänden, Band 17. Tage und Taten. Aufzeichnungen und Skizzen (Sämtliche Werke in achtzehn Bänden, Bd.)

Aufzeichnungen und Skizzen

Buch, Deutsch, 133 Seiten, gebunden, Format (B × H): 153 mm x 16 mm, Gewicht: 312 g

Reihe: Sämtliche Werke in achtzehn Bänden

ISBN: 978-3-608-95121-9
Verlag: Klett-Cotta


Im Verlag der Blätter für die Kunst erstmals im Oktober 1903 als Privatdruck erschienen, versammelt der Band in seiner 1925 noch einmal erweiterten Form Texte aus den Jahren 1891 bis 1915: Prosagedichte in der Nachfolge Baudelaires und Mallarmés, fiktive Betrachtungen zu Kunst und Literatur. Die Kapitel sind überschrieben: 'Sonntage auf meinem Land', 'Der kindliche Kalender', 'Tage und Taten', 'Träume', 'Briefe des Kaisers Alexis an den Dichter Arkadios', 'Altertümliche Gesichte', 'Vorrede zu Maximin' u.a.
George / Stefan-George-Stiftung, Stuttgart Sämtliche Werke in 18 Bänden, Band 17. Tage und Taten. Aufzeichnungen und Skizzen (Sämtliche Werke in achtzehn Bänden, Bd.) jetzt bestellen!

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HEIM

Noch einmal schau ich auf meiner wandrung im engen viereck die tiefgrünen vorhänge von denen zwei das licht umrahmen und zwei das dunkel: die türen. Eine (die dem licht gegenüber) zwischen zwei weissen götterbildern auf schwarzen säulen. An der vierten mauer die grossen sträusse trockner gräser rechts und links von dem bild · von der decke das hellgoldene kronenlicht mit drei händen deren jede mit drei fingern. Ich lehne mich an den lauen thonofen und es klingt von unten her die gassenweise der orgel die wir so oft bespottet die aber am herzen nagt.

EIN LEZTER BRIEF

Du kannst ohne liebe lächeln · doch ich kann nur hassen. Viele menschen mag deine leichte anmut befriedigen · ich kann sie nicht in tausch nehmen für das wort das du hättest finden müssen und das mich hätte retten können. Du redetest einen ganzen sommer lang von den wolgeformten wolken von den rätselhaften geräuschen der wälder und den klängen der ländlichen flöte · aber für das eine wort bist du stumm geblieben. Was ist all deine schönheit all deine begeisterung wenn du dessen unkundig bist? nicht ein wort · minder als ein hauch · eine berührung! du hast gesehen dass ich tag und nacht darauf wartete. Ich konnte es nicht sagen · ich konnte es nur in träumen ahnen · auch hätte ich es nicht sagen dürfen · da du es hättest finden müssen. So träume und handle auf deine weise – uns ist nichts mehr gemeinsam: wenn du mir nahe kommst so muss ich dich hassen und wenn ferne bist du mir fremd.


George, Stefan
Stefan George, 1868 im hessischen Büdesheim als Sohn eines wohlhabenden Gastwirts geboren, wohnte ab 1873 in Bingen. Nach dem Abitur reiste er durch ganz Europa und studierte dabei Philologie, Philosophie und Kunstgeschichte. In dieser Zeit traf George viele avantgardistische Autoren, in Frankreich die Symbolisten, in England die Präraffaeliten. Ab 1900 lebte er überwiegend in Deutschland, seit 1903 vor allem in München. Die Schwabinger Bohème inszenierte und verehrte George als Dichterfürsten. Aus Protest gegen das Nazi-Regime emigrierte George 1933 nach Minusio bei Locarno. Er starb dort am 4. Dezember des gleichen Jahres, betrauert von seinen Schülern, darunter Klaus Mann und die Brüder von Stauffenberg.

Neben Einzelausgaben erscheinen bei Klett-Cotta auch 'Sämtliche Werke in 18 Bänden'.

Stefan George, 1868 im hessischen Büdesheim als Sohn eines wohlhabenden Gastwirts geboren, wohnte ab 1873 in Bingen. Nach dem Abitur reiste er durch ganz Europa und studierte dabei Philologie, Philosophie und Kunstgeschichte. In dieser Zeit traf George viele avantgardistische Autoren, in Frankreich die Symbolisten, in England die Präraffaeliten. Ab 1900 lebte er überwiegend in Deutschland, seit 1903 vor allem in München. Die Schwabinger Bohème inszenierte und verehrte George als Dichterfürsten. Aus Protest gegen das Nazi-Regime emigrierte George 1933 nach Minusio bei Locarno. Er starb dort am 4. Dezember des gleichen Jahres, betrauert von seinen Schülern, darunter Klaus Mann und die Brüder von Stauffenberg.

Neben Einzelausgaben erscheinen bei Klett-Cotta auch 'Sämtliche Werke in 18 Bänden'.


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