Theoretische Überlegungen und empirische Untersuchungen zu einem morphosyntaktischen Problemfall (den es vielleicht gar nicht gibt)
E-Book, Deutsch, 352 Seiten, eBook
ISBN: 978-3-662-61926-1
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Der Regisseur uraufführt das Stück
.“ bzw. „
Der Regisseur führt das Stück urauf.
“ werden allgemein als ungrammatikalisch abgewiesen. In Verbletztstellung („
..., dass der Regisseur das Stück uraufführt.
“) können diese Verben allerdings problemlos verwendet werden. Während bisherige Analysen einen monokausalen Erklärungsansatz für die Stellungsrestriktion verfolgten, wird mittels empirischer Verfahren gezeigt, dass das Phänomen durch ein komplexes Zusammenspiel verschiedenster Faktoren begründet ist. Die Kernthese ist, dass die meisten der sog. NonV2-Verben gar keine Verben sind, sondern Substantive oder Adjektive. Faktoren, die gemeinhin als stellungsrestringierend gelten, hemmen letztlich das Auftreten finiter Verbformen. Dies spricht dafür, dass eine syntaktische Blockierungsregel als unabhängiges Phänomen gar nicht existiert, sondern ein Epiphänomen anderer Faktoren darstellt.
Zielgruppe
Research
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1. Einleitung.- 2. Forschungsstand.- 3. Empirische Untersuchung zu ausgewählten verbalen Pseudokomposita.- 4. Logistische Regressionsanalyse.- 5. NonV2-Verben – ein Geisterphänomen?.- 6. Schlussbemerkungen.- 7. Literatur- und Quellenverzeichnis.- Anhang