Bewegung, Ernährung, Regeneration, Geist. Das Manuel-Eckardt-Programm, das dein Leben verändert
E-Book, Deutsch, 192 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 210 mm
ISBN: 978-3-8426-3011-6
Verlag: Schlütersche
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
Weitere Infos & Material
BEWEGUNG
Die Bewegung, die Sie bei der B-E-R-G-Formel erwartet, setzt sich aus zwei Teilen zusammen: einem Kräftigungsteil und einem Ausdauerteil. In diesem Kapitel erfahren Sie, was der Unterschied zwischen Muskel- und Herz-Kreislauf-Training ist, welche positiven Auswirkungen die jeweilige Trainingsform auf Ihren Körper hat und welche Vorteile eine Kombination beider Bewegungsformen bringt. Zudem kläre ich Sie über häufi ge Fehler auf, die extrem negative Effekte auf Ihre Gesundheit haben können. Bewegung soll Spaß machen
Bewegung: für mich die normalste Sache der Welt, für viele Menschen ein notwendiges Übel. Das kann ich verstehen, denn in den meisten Fällen macht Bewegung einfach keinen Spaß. Sie ist anstrengend, schweißtreibend und mit Schmerzen verbunden, sie kostet Zeit und der Output ist oft nicht sonderlich groß – dafür, dass man sich stundenlang abmüht. Aus diesem Grund machen wir das hier anders! Warum Bewegung aus dem Kreislauf der Gesundheit nicht wegzudenken ist, habe ich bereits im vorigen Kapitel ein wenig ausgeführt. Hier möchte ich nun mehr Details dazu liefern und vor allem erklären, warum wir was und in welcher Intensität und Dauer tun. Ich weiß nicht, ob Ihnen schon aufgefallen ist, dass ich nicht von Sport spreche, da ich weiß, dass das Wort „Sport“ bei vielen eine andere Reaktion auslöst als das Wort „Bewegung“. Bei Sport denkt der Großteil der Bevölkerung an Profisport, Höchstleistung und maximale Anstrengung. Alles Begriffe, die eine sofortige Wirkung auf den Normalbürger haben, und zwar Ablehnung. Bewegung hingegen ist etwas neutraler, und jeder weiß, dass Bewegung guttut. Es kommt eben darauf an, wie man was macht, und da komme ich ins Spiel. Egal, was Sie tun, haben Sie Spaß dabei! Eines vorweg: Egal, was Sie tun, haben Sie Spaß dabei! Das muss die Grundvoraussetzung sein. Wenn Sie die Bewegung nicht genießen, werden Sie sie nicht dauerhaft in Ihr Leben integrieren können. Das ist wie ein Arbeitsplatz, der Sie nur nervt und Energie kostet. Da entschädigt auch irgendwann das Geld nicht mehr für die Anstrengung. Ebenso ist es mit der Bewegung: Haben Sie keinen Spaß daran, dann ist der positive Nutzen irgendwann nicht mehr ausreichend groß, um die negativen Gedanken und Emotionen zu kompensieren. Aus diesem Grund werde ich alles dafür tun, den Spaß und die Freude an der Bewegung zu fördern. Ich gebe Ihnen während unseres Onlinetrainings Hinweise und Tipps für den Alltag oder erzähle lustige Dinge, die Sie ablenken, wenn es mal etwas anstrengender wird. Keine Sorge, die medizinische Korrektheit und der sportmedizinische Nutzen der Übungen werden dadurch nicht beeinflusst. Es geht nur darum, dass die Zeit kurzweilig und abwechslungsreich ist und Sie Freude an den Übungen haben, denn nur dann werden wir es schaffen, dass Sie sich regelmäßig bewegen. Herz-Kreislauf-Training
Wichtig ist zunächst, dass beim Herz-Kreislauf-Training bzw. Ausdauertraining das Blut von zu viel Zucker und Fett befreit wird. Einer der aus meiner Sicht wichtigsten Punkte der regelmäßigen Bewegung ist, dass wir unserem Gefäßsystem einen Impuls geben und dafür sorgen, dass die Durchblutung erhöht wird. Warum ist das so wichtig? Unser Gefäßsystem, unsere Arterien, Adern und Kapillare bestehen aus einer sogenannten kollagenen Gewebsstruktur. Das sind im Prinzip Schläuche, die aus Eiweißfäden bestehen. Diese Eiweißfäden bilden eine Zellstruktur, die im Inneren Flüssigkeit enthält, die für die Elastizität des Gewebes sorgt. Sie hält das Gewebe geschmeidig und dehnbar. Wir müssen durch regelmäßige Bewegung dafür sorgen, dass sich dieses Gewebe permanent ausdehnt und zusammenzieht, sonst wird es starr. Zudem ist es wichtig, dass das Gewebe feucht gehalten wird, sonst vertrocknet es und verliert seine Elastizität. Was bedeutet das konkret? Ganz einfach: Bewegen wir uns nicht und trinken wir zu wenig, verliert unser Gefäßsystem die Fähigkeit, sich bei Belastung auszudehnen und bei Entspannung zusammenzuziehen. Bluthochdruck oder zu niedriger Blutdruck sind die Folge, Bewegung ist in beiden Fällen die beste Medizin. Gefäße können sich selbst reparieren. Dies dauert in der Regel bis zu drei Jahre. Mit dem Herz-Kreislauf-Training regen wir zudem die Mikrozirkulation an, die Sauerstoff und Nährstoffe in alle Zellen transportiert, also bis in die kleinste Membran. Darauf kommt es an und das gelingt uns durch Regenerations- und Fettstoffwechseltraining sowie in den unteren Bereichen der Grundlagenausdauer. Lassen wir das Blut zu schnell pumpen bzw. fließen, kann weder ein richtiger Gasaustausch in der Lunge stattfinden noch kann der im Blut enthaltene Sauerstoff in die Zellen übergehen. Wenn Sie am Thema Fettverbrennung und Gefäßtraining interessiert sind, dann sollten Sie zudem wissen, dass dies in niedrigen Pulsbereichen stattfindet. Fett verbrennt durch viel Sauerstoff im Blut und mithilfe von Kohlenhydraten. Das schiebe ich hier ein, damit Sie erkennen, wie sich die einzelnen Pfeiler der Gesundheit untereinander bedingen: Bewegung ohne die richtige Ernährung bringt nicht immer das, was man erwartet. Einer der größten Denkfehler ist, dass man eine kohlenhydratreduzierte Diät mit Joggen kombinieren muss. Das hat nämlich Muskelverlust zur Folge und man erreicht dadurch genau das Gegenteil von dem, was man eigentlich möchte. Herzgesund mit der B-E-R-G-Formel Das Herz ist der wichtigste Muskel in Ihrem Körper. Das Problem an diesem Muskel ist, dass er abbaut und schwächer wird, wenn man ihn nicht trainiert, und er bei zu viel Training leider kein Warnsignal geben kann, wie zum Beispiel einen Muskelkater. Deshalb ist es so wichtig, dass man versteht, wie er funktioniert und warum man so auf ihn aufpassen muss, denn wir können zwar Gelenke austauschen, aber die Transplantation von Organen ist nicht ganz ungefährlich. Der Herzschlag wird massiv von unseren Gedanken und Nerven beeinflusst. Sind wir gestresst, sendet der Sympathikus Signale, damit mehr Sauerstoff ins Gehirn und in die Zellen gepumpt wird. Der Herzschlag wird gesteigert, es kommt zu einer Erweiterung der Herzkranzgefäße und der Blutdruck erhöht sich. Der Gegenspieler im vegetativen Nervensystem ist der Parasympathikus, beide haben einen gigantischen Einfluss auf den Organismus. Durch die B-E-R-G-Formel wird gewährleistet, dass ein ausgeglichenes Verhältnis von Sympathikus und Parasympathikus erreicht wird, also genau das, was wir für eine gesunde Steuerung unseres Organismus brauchen. Dies wird zum einen durch die Bewegung (Kraft- und Herz-Kreislauf-Training) erreicht, zum anderen durch das Mentaltraining, die Atemübungen und Atemtechniken, die den so wichtigen Parasympa- thikus aktivieren. Alle Bewegungen des Körpers sorgen dafür, dass das Herz schneller schlägt, da die Muskeln bei Belastung Blut, Sauerstoff, Energie und Nährstoffe anfordern. Die erhöhte Durchblutung sorgt wiederum dafür, dass der Körper durchgespült und genährt wird. Die Zellaktivierung, die durch die Bewegung und den ho-hen Sauerstoffgehalt im Blut entsteht, ist elementar für den Gesundheitsprozess im Körper, denn mit Sauerstoff reinigen wir den Körper von vielen Schadstoffen und versorgen gleichzeitig alle Zellen mit dem notwendigen „Lebenselixier“. Moderat trainieren für maximalen Sauerstoff im Blut
Unser Herz schlägt, wodurch Blut und Nährstoffe durch unseren Körper gepumpt werden. Jetzt könnte man meinen, je schneller desto besser, leider ist das eine gefährliche Fehleinschätzung, die gerade im Hobbybereich oft vorkommt und für viel Enttäuschung sorgt. Machen Sie sich bitte bewusst: Nicht alle Pulsbereiche, die Ihr Herz zu leisten vermag, sind besonders produktiv. Es gibt Herzfrequenzen, in denen destruktive Prozesse geschehen, und diese sollte man vermeiden. Dazu muss man wissen, dass die Hauptaufgabe des Herzens ist, Sauerstoff in alle Zellen zu bringen. Das Herz pumpt Blut durch den gesamten Körper und vor allem durch die Lungen. Dort wird das Blut mit Sauerstoffmolekülen angereichert, die dann in den Zellen wieder abgegeben werden. Bei Anstrengung signalisieren die Muskeln, dass sie mehr Sauerstoff und Nährstoffe brauchen, was das Herz dazu veranlasst, schneller zu schlagen. Es kommt irgendwann der Punkt der Belastung, an dem das Herz so schnell schlagen muss, dass das Blut so schnell durch die Lunge rauscht, dass keine Anreicherung mit Sauerstoff mehr stattfinden kann. Das führt dann dazu, dass die Muskeln immer mehr Signale senden und das Herz immer schneller schlagen muss, um den Ansprüchen gerecht zu werden. Irgendwann kann kein Sauerstoff mehr aufgenommen werden und man ringt nach Luft. Dass das keine positiven Effekte im Körper hat, sollte jedem klar sein, denn positive Prozesse sind immer an eine hohe Sauerstoffversorgung gekoppelt. Herzfrequenzen, in denen destruktive Prozesse geschehen, sollte man vermeiden. Das Herz-Kreislauf-Training untergliedert sich in fünf verschiedene...