Buch, Deutsch, Band 8, 201 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 230 mm, Gewicht: 380 g
Reihe: Pädagogik und Politik
Wissenschaftsgeschichtliche Hintergründe zu einem neoliberalen Herrschaftsinstrument
Buch, Deutsch, Band 8, 201 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 230 mm, Gewicht: 380 g
Reihe: Pädagogik und Politik
ISBN: 978-3-98649-219-9
Verlag: Schneider Hohengehren
Die Studie rekonstruiert zunächst die Geschichte und die forschungslogischen Probleme dieses Paradigmas, die sich aus ihm bis heute für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit sozialen Sachverhalten, unter anderem Bildung, ergeben.
Vor diesem Hintergrund wird am Beispiel der PISA-Studie zunächst dargelegt, wie sich die Probleme in deren theoretischer und methodischer Anlage niederschlagen und warum sich die Studie gerade deswegen als Instrument für politische Steuerung im neoliberalen Sinne eignet. In welcher Weise sie diesen Zweck erfüllt, wird in einem zweiten Schritt mit Blick auf drei zentrale Kontextbedingungen der Studie gezeigt: die OECD-Politik, die Governance-Steuerung und das Konzept der „Wissensgesellschaft“, die in der PISA-Studie als wesentlicher Legitimationsgrund für Anpassungsprozesse der Bildungssysteme angegeben wird.
Da die PISA-Studie sich nur mit Verweis auf ihre Mittel, aber nicht ihre Zwecke als Wissenschaft legitimieren kann, ist sie für die öffentliche Durchsetzung dessen, was sie als Wahrheit ausgibt, auf Propaganda angewiesen, deren Strategien deswegen ein abschließendes Kapitel gewidmet ist.