Buch, Deutsch, 303 Seiten, gebunden, Format (B × H): 154 mm x 223 mm, Gewicht: 575 g
Künstlerleben und Bildinterpretation
Buch, Deutsch, 303 Seiten, gebunden, Format (B × H): 154 mm x 223 mm, Gewicht: 575 g
ISBN: 978-3-406-75825-6
Verlag: C.H.Beck
Im 18. und 19. Jahrhundert erlebte die Anekdote vor allem in England eine Blütezeit, wobei fast jeder bedeutendere Künstler eine Anekdotensammlung bekam. Diese Anekdoten mögen nicht immer den Wahrheitsansprüchen der empirischen Geschichtsschreibung genügen. Trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – können sie helfen, die Werke etwa von George Stubbs, von Thomas Gainsborough und William Turner zu entschlüsseln. Auch im 20. Jahrhundert spielte die Anekdote bei Malern des Abstrakten Expressionismus eine verblüffende Rolle. Die Geschichten, die die Künstler zumeist selber in Umlauf brachten, sind Ausdruck von Gegenpositionen gegenüber etablierten Überzeugungen, sie antworten auf Künstlerkollegen wie auf die Kunstkritik. Und die Bilder von Mark Rothko erzählen selbst Geschichten, die sich gegen die falsche Vereinnahmung der Werke wenden. Mit kriminalistischem Spürsinn hebt Werner Busch mithilfe von Künstleranekdoten verhüllte oder verschüttete Bedeutungen großer Kunstwerke ans Licht.
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
Weitere Infos & Material
Vorwort
Prolog
Laurence Sternes 'Memoirs'
1. Kapitel
Anekdote – Begriff, Gattung und tiefere Bedeutung
2. Kapitel
Stubbs’ Ästhetik
3. Kapitel
Gainsborough – Farbe und Musik
4. Kapitel
William Turners 'Rain, Steam, and Speed'
5. Kapitel
Außenseiteranekdoten – Adolph Menzel und Friedrich II.
6. Kapitel
Mark Rothkos Bilder als Anekdoten
7. Kapitel
Ad Reinhardts schwarze Bilder als bewusstes Lebensresümee
Epilog
Utz und Oelze
Anhang
Anmerkungen
Drucknachweise
Bildnachweis
Personenregister