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E-Book, Deutsch, 120 Seiten, Format (B × H): 115 mm x 190 mm

Buchholz Hoffnungsfunken

Geschichten & Gedanken

E-Book, Deutsch, 120 Seiten, Format (B × H): 115 mm x 190 mm

ISBN: 978-3-7655-7310-1
Verlag: Brunnen Verlag GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Nach seinem erfolgreichen Buch "Alles Liebe" erscheint nun ein weiterer Erzählband des Filmemachers, Autors und Songpoeten Martin Buchholz: "Hoffnungsfunken".

Martin Buchholz erzählt Alltägliches, originell pointiert und immer mit einem Funken Hoffnung gewürzt. Er berichtet selbst Erlebtes und setzt Geschichten aus der Bibel in einen neuen Kontext, ergänzt mit eigenen lyrischen Texten.

Ein Buch, das abwechselnd zum Schmunzeln und ins Nachdenken bringt. Es macht Hoffnung, verbreitet heitere Leichtigkeit und lädt zum Glauben an einen liebenden Gott ein. Unverkrampft, ehrlich und mit ganz viel Charme.
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5 Neue Kraft für Erschöpfte
Ich vermute, Sie kennen diese Momente im Leben, wenn irgendwie alles zu viel wird. Wenn das Herz so voll ist, dass es überläuft. Und du spürst: Es wird Zeit, dein Herz auszuschütten. Aber wohin und vor wem? „Schütte dein Herz aus vor Gott!“ lautet die Empfehlung im 1. Petrusbrief. „Werft all eure Sorgen Gott vor die Füße. Denn Gott sorgt für euch!“ In den vielstimmigen Texten der jahrtausendealten Bibliothek, die wir Bibel nennen, wird immer wieder erzählt, wie Gott sich Menschen zuwendet, die zutiefst erschöpft sind und nicht weiterwissen. Diese Erzählungen sind keine simple Betriebsanleitung für ein gelingendes Leben, sie spiegeln auf ganz unterschiedliche Weise bewegende Erfahrungen, die Menschen mit Gott machen. Drei davon werde ich schildern. Vielleicht ist ja eine dabei, in der Sie sich wiederfinden. Ein todmüder Prophet
Die erste Geschichte ist mehr als 2500 Jahre alt und wird im ersten Buch der Könige, Kapitel 19 erzählt. Gottes treuer Prophet Elia hat soeben den größten Erfolg seiner prophetischen Laufbahn erlebt. Die meisten im Volk Israel waren Gott untreu geworden und verehrten stattdessen den Gott Baal. In einem nicht gerade zimperlichen Wettstreit mit 450 Propheten des Baal hatte Elia Gott angerufen, seine Macht als die des einzig wahren Gottes vor dem Volk zu demonstrieren. Was Gott dann auch tat! Elia war also im Namen Gottes so richtig erfolgreich. Aber Königin Isebel kochte vor Wut und drohte Elia mit dem Tod. Nun die unerwartete Wendung: Der heldenhafte Gottesmann Elia kriegt es nämlich plötzlich mit der Angst zu tun, er sucht sein Heil in der Flucht. Elia kann nicht mehr. „Er ging in die Wüste eine Tagereise weit und kam und ließ sich unter einem einzelnen Ginsterstrauch nieder. Da wünschte er sich, sterben zu können, und sagte: „Es ist genug! Nun, Herr, nimm mein Leben hin, denn ich bin nicht besser als meine Väter“ (1. Könige 19,4-8). Der gewaltige Glaubensmut des erfolgreichen Gottesmannes ist zerplatzt wie eine Seifenblase. Elia liegt am Boden und kann nicht mehr. „Dann legte er sich nieder und schlief unter dem Ginsterstrauch ein. Und siehe da, ein Engel rührte ihn an und sprach zu ihm: ‚Mein lieber Elia! Ich erklär dir jetzt mal, warum Gott nicht verhindert hat, dass du nun zu Tode erschöpft hier liegst. Das hat natürlich alles einen ganz tiefen Sinn, dass Gott dir das alles zumutet, weil er etwas Bestimmtes vorhat mit dir …‘“ Äh, nein, Sie ahnen es bereits. All das sagt der Engel keineswegs. „Der Engel berührte ihn und sprach: ‚ Steh auf, und iss!‘ Und als er aufblickte, siehe da lagen neben seinem Kopf ein Brotfladen, auf heißen Steinen gebacken, und ein Krug Wasser. Und er aß und trank und … legte sich wieder hin. Und der Engel des Herrn kehrte zurück, kam zum zweiten Mal und rührte ihn an und sprach: ‚Steh auf, iss! Denn der Weg ist zu weit für dich.‘ Da stand er auf und aß und trank, und er ging in der Kraft dieser Speise vierzig Tage und vierzig Nächte, bis an den Berg Gottes, den Horeb.“ Die Geschichte geht spannend weiter, aber lassen wir den Propheten trotzdem seines Weges ziehen und schauen noch einmal kurz zurück auf diesen Gottesmoment, der für den erschöpften Elia vom Himmel fiel: Der große Gottesmann liegt wie ein Häuflein Elend am Boden. Er ist überzeugt: Das Leid, das er nun erfährt, hat er keineswegs verdient. Wie konnte Gott das zulassen? Elia bekommt von Gott keine Antwort auf die Frage nach dem Sinn. Und Gott beschütze Sie und mich vor den Menschen, die manchmal meinen, es viel besser zu wissen als Gottes Engel. Und uns wortreich zu erklären versuchen, warum dieses Leid uns natürlich treffen musste. Und was der liebe Gott damit im Sinn hat. Elia bekommt keine Antwort, er bekommt frisch gebackenes Brot und Wasser. Er bekommt die Kraft, die er braucht, für den nächsten Schritt hinein ins Ungewisse. Das wünsche ich Ihnen und mir für die Tage, an denen wir am Boden liegen. Gott sende dir seinen Engel, der dich liebevoll berührt und sagt: „Steh auf, iss und trink! Damit du wieder zu Kräften kommst!“ Weißt du, wie viel Sternlein stehen?
Im Buch Jesaja, Kapitel 40, wendet sich der Prophet an seine deprimierten und entmutigten Zeitgenossen, und sagt: „Junge Männer werden müde und matt, starke Krieger straucheln und fallen. Aber alle, die den richtigen Kurs zur Selbstoptimierung belegen, bekommen neue Kraft.“ Also, das hätte er wahrscheinlich gesagt, wenn er heute als hochdotierter Erfolgstrainer für mentale Fitness arbeiten würde. Tatsächlich jedoch sagte der Prophet: „Alle, die auf Gott hoffen, bekommen neue Kraft.“ Doch genau davon waren seine Zeitgenossen vom Volk Israel damals keineswegs mehr überzeugt. Jahrzehnte zuvor hatten die Babylonier ihre Heimat Jerusalem erobert und zerstört und die Juden ins babylonische Reich verschleppt. Auch der Tempel, Gottes heiliges Haus, war zerstört worden. Fern der Heimat fragten sie sich nun: Hat Gott uns hier im Exil nicht längst vergessen? Und sind die Götter der siegreichen Babylonier nicht sowieso viel mächtiger als unser Gott? Doch Jesaja fragt: „Glaubt ihr ernsthaft, Gott sei auf den Tempel angewiesen als Zeichen seiner Herrlichkeit? Denkt ihr so klein von Gott, dass ihr nun stattdessen lieber den wackeligen Götterbildern der Babylonier vertrauen wollt?“ Jesaja 40,25-27: „Mit wem wollt ihr mich vergleichen? Wer kommt mir gleich? Spricht der Heilige. Richtet eure Augen nach oben und seht, wer das alles geschaffen hat. Seht ihr dort das Heer der Sterne? Gott lässt sie aufmarschieren in voller Zahl. Mit ihrem Namen ruft er sie alle herbei. Aus der Menge, vielfältig und stark, darf kein einziger fehlen. Wie kannst du da sagen, Jakob, wie kannst du behaupten, Israel: Mein Weg ist dem Herrn verborgen! Mein Gott bemerkt nicht, dass ich Unrecht leide!“ Ich finde, das ist ein atemberaubendes Bild, das Jesaja da beschreibt: Gott, der gewaltige Schöpfer des Universums, sieht auch dich, du kleiner Mensch und wird dich nicht vergessen. Und so wie Gott die Sterne zählt und jeden einzelnen beim Namen nennt, so kennt Gott auch dich und es ist ihm nicht egal, was aus dir wird. Darum ihr Erschöpften: Wendet euch an den Schöpfer! Auf diesen Gott zu hoffen, kann auch dein müdes Herz mit neuer Kraft erfüllen. Kennen Sie noch aus Kindertagen das Lied „Weißt du wie viel Sternlein stehen?“ Vielleicht ist jetzt ein guter Moment, sich noch einmal daran zu erinnern. Und an das Gefühl, das wir als Kinder kannten und als nüchterne Erwachsene irgendwann verloren haben: das kindliche Vertrauen. Weißt du, wie viel Sternlein stehen an dem blauen Himmelszelt? Weißt du, wie viel Wolken gehen weithin über alle Welt? Gott der Herr hat sie gezählet, dass ihm auch nicht eines fehlet an der ganzen großen Zahl. Weißt du, wie viel Mücklein spielen in der heißen Sonnenglut, wie viel Fischlein auch sich kühlen in der hellen Wasserflut? Gott der Herr rief sie mit Namen, dass sie all ins Leben kamen, dass sie nun so fröhlich sind. Weißt du, wie viel Kinder frühe stehn aus ihren Bettlein auf, dass sie ohne Sorg und Mühe fröhlich sind im Tageslauf? Gott im Himmel hat an allen seine Lust, sein Wohlgefallen, kennt auch dich und hat dich lieb. „Ich will euch Ruhe schenken.“
„Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch abmüht und belastet seid!“, sagt Jesus im Matthäusevangelium, Kapitel 11. „Ich will euch Ruhe schenken.“ Das klingt doch wunderbar entspannt und tröstlich. Ist aber aus dem Munde Jesu auch ein wenig überraschend. Denn wenn Sie sich die Zeit nehmen, das Matthäusevangelium von vorn nach hinten ganz zu lesen, dann werden Sie merken: Sehr vieles, was Jesus sagt und tut, ist keineswegs von entspannter Ruhe bestimmt. Sondern von dringlicher Eile, von Anspruch und Aufbruch. „Kehrt um!“ empfiehlt Jesus seinen Zuhörern immer wieder. Denn die Königsherrschaft Gottes bricht an und duldet keinen Aufschub. Gottes Revolution der Liebe hat begonnen. Darum lass dich bewegen, in Gottes Bewegung mitzuarbeiten. Denn das ist eure Lebensaufgabe. Und ich kenne so manche Mitarbeiterin und manchen Mitarbeiter in der Gemeinde Jesu, die diese Aufgabe in die totale Erschöpfung getrieben hat. Die Arbeit in Gottes Bewegung kann auch als schwere Last empfunden werden. Und wie es scheint, bestätigt Jesus das sogar. Denn was er in Matthäus, Kapitel 11 sagt, geht so weiter: „Nehmt...


Buchholz, Martin
Martin Buchholz ist Filmemacher für ARD und ZDF, Songpoet und Referent. In seinen Texten und Liedern erzählt der Theologe und Grimmepreisträger Geschichten mitten aus dem Leben.


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