Bormann / Hoffmann / Wilpert | Die mathematischen Schriften | E-Book | sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 231, 270 Seiten

Reihe: Philosophische Bibliothek

Bormann / Hoffmann / Wilpert Die mathematischen Schriften

E-Book, Deutsch, Band 231, 270 Seiten

Reihe: Philosophische Bibliothek

ISBN: 978-3-7873-2586-3
Verlag: Felix Meiner
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Das mathematische Werk des Cusanus ist vor allem von seinem Interesse an metaphysisch-theologischen Fragestellungen geprägt. Denn da alles Wissen von der Welt nicht exakt sein kann, da die Welt aus Gott stammt und daher nur soweit erkannt werden kann, als Gott erkannt werden kann, der jedoch als das absolut Große für uns prinzipiell nicht erkennbar ist, bleibt nur der Weg übrig, anzunehmen, dass die Dinge der Welt, obwohl für uns an sich unerkennbar, durchgängig aufeinander bezogen sind und dadurch einer mathematischen Betrachtung zugänglich werden.

Nikolaus von Kues ist daher bemüht, die Trennung von (endlichem) Verstand und (auf Unendlichkeit zielender) Vernunft aufzulösen, indem er mit der Mathematik als symbolschaffender Möglichkeit die Grenzen des Endlichen zum Unendlichen zu durchbrechen und geometrische Fragen zu lösen versucht. Hierbei kommt er zur Einsicht in die besondere Bedeutung des Begriffs des Unendlichen für die Erkenntnis, und mit diesem Begriff findet er den Weg zur modernen Naturansicht der Renaissance.
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Weitere Infos & Material


1;Cover;1
2;Inhaltsverzeichnis;9
3;I. Teil: Zur Einführung;11
3.1;Einführung;13
3.2;Zur Textüberlieferung;50
3.3;Die angezogenen Handschriften;53
3.4;Die Drucke der mathematischen Schriften;55
4;II. Teil: Die mathematischen Schriften;57
4.1;1. Von den Geometrischen Verwandlungen (De geometricis transmutationibus);59
4.2;2. Von den Arithmetischen Ergänzungen (De arithmeticis complementis);85
4.3;3. Von der Quadratur des Kreises (De circuli quadratura);92
4.4;4. Die Kreisquadratur (Quadratura circuli);114
4.5;5. Von den Mathematischen Ergänzungen (De mathemalicis complementis);124
4.6;6. Magister Paulus an den Kardinal Nikolaus von Cues (Magister Paulus ad Nicolaum Cusanum Cardinalem);184
4.7;7. Erklärung der Kurvenausstreckung (Declaratio rectilineationis curvae);188
4.8;8. Über das eine Maß des Geraden und Gekrümmten (De una recti curvique mensura);192
4.9;9. Der Dialog über die Quadratur des Kreises (Dialogus de circuli quadratura);199
4.10;10. Die Kaiserliche Quadratur des Kreises (De caesarea circuli quadratura);207
4.11;11. Über die Mathematische Vollendung (De mathematica perfectione);216
4.12;12. Der Goldene Satz in der Mathematik (Aurea propositio in mathematicis);234
5;III. Teil: Anmerkungen zur Einführung und zu den Texten;239
5.1;Anmerkungen zur Einführung;241
5.2;Anmerkungen zu den Texten;245
5.2.1;1. Zu den Geometrischen Verwandlungen;245
5.2.2;2. Zu den Arithmetischen Ergänzungen;254
5.2.3;3. Zur Quadratur des Kreises;256
5.2.4;4. Zur Kreisquadratur;264
5.2.5;5. Zu den Mathematischen Ergänzungen;269
5.2.6;6. Zum Brief Toscanellis an den Cusaner;289
5.2.7;7. Zur Erklärung der Kurvenausstreckung;291
5.2.8;8. Zum einen Maß des Geraden und Gekrümmten;293
5.2.9;9. Zum Dialog über die Quadratur des Kreises;296
5.2.10;10. Zur Kaiserlichen Quadratur des Kreises;298
5.2.11;11. Zur Mathematischen Vollendung;301
5.2.12;12. Zum Goldenen Satz in der Mathematik;307
6;Namen- und Schriftenverzeichnis;309
6.1;Nachtrag;317
7;Angeführte Schriften des Cusanus;319
8;Sachweiser;321


Nikolaus von Kues kommt 1401 im heutigen Bernkastel-Kues zur Welt. Nach kurzem Studium der freien Künste in Heidelberg widmet er sich an der Universität Padua dem Kirchenrecht. Nach der Priesterweihe um 1440 wird Nikolaus 1448 zum Kardinal ernannt. 1433 verfaßt Nikolaus auf dem Basler Konzil seine erste grundlegende Schrift De concordantia catholica, in der er als Jurist und Theologe eine neue Ekklesiologie, eine allgemeine Konzils- und Staatstheorie sowie eine darauf aufbauende Reichsreform entwirft. Die erste von Nikolaus zur Veröffentlichung bestimmte philosophisch-theologische Schrift De docta ignorantia ist grundlegend für das Verständnis seines Denkens. Hier entwickelt er seinen berühmt gewordenen Begriff der "coincidentia oppositorum" der theologisch von der Suche nach Gott und philosophisch von der Jagd nach Weisheit geleitet ist. Mit der Einsicht in das Nichtwissen des Wissens distanziert sich Nikolaus von der ontologisch bedingten Erkenntnismetaphysik der Hochscholastik, um ein neuzeitliches Wahrheitsverständnis zu begründen. Nikolaus von Kues verbringt die letzten sechs Jahre seines Lebens am Hofe des Papstes in Rom und stirbt 1464.


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