Bogner | Hörqualität bei hörgeschädigten Grundschülern an allgemeinen Schulen. | Buch | 978-3-941146-68-6 | sack.de

Buch, Deutsch, 5 Seiten, GEKL, Format (B × H): 170 mm x 270 mm, Gewicht: 502 g

Bogner

Hörqualität bei hörgeschädigten Grundschülern an allgemeinen Schulen.

Erfassung der subjektiven Hörqualität bei hörgeschädigten Grundschülern an allgemeinen Schulen: Entwicklung und Erprobung eines bildgestützten Fragebogens.

Buch, Deutsch, 5 Seiten, GEKL, Format (B × H): 170 mm x 270 mm, Gewicht: 502 g

ISBN: 978-3-941146-68-6
Verlag: Median-Verlag von Killisch-Horn GmbH


Im Zuge von Inklusion werden künftig vermehrt hörgeschädigte Kinder und Jugendliche mit sehr unterschiedlichen Hörbedürfnissen allgemeine Schulen besuchen. Sie sind dort in hohem Maße auf gute Hörbedingungen angewiesen. Im angloamerikanischen Raum gibt es seit vielen Jahren Fragebögen, welche die Möglichkeit bieten, Hörqualität subjektiv zu beurteilen und herausfordernde Hörsituationen zu erkennen.
Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wurde aus verschiedenen englischsprachigen Inventaren der Fragebogen zur „Einschätzung der Hörsituation im Alltag von Kindern“ (E-HAK) entwickelt und an 30 hörgeschädigten Dritt- bzw. Viertklässlern, die allgemeine Schulen besuchten, im Rahmen einer Pilotstudie erprobt und validiert. Dazu wurden Zusammenhänge zwischen audiologischen Daten, subjektiv erlebter Hörqualität, kommunikativer Partizipation im Unterricht und Schulerfolg untersucht. Es zeigte sich, dass Hörqualität bedeutsam für das Partizipationserleben im Unterricht ist und indirekt auf schulische Leistungen wirkt.
Darüber hinaus können mit dem E-HAK Reflexionsprozesse im Hinblick auf die Beurteilung der Hörsituation angestoßen werden, die weitere pädagogische Maßnahmen begründen können.
Das Buch vermittelt einen vertieften Einblick in die subjektive Beurteilung von Hörqualität in der Schule und stellt einen wichtigen Baustein im Rahmen angewandter Pädagogischer Audiologie dar.
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Zielgruppe


Pädagogen


Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Danksagung
Zusammenfassung
1 Einleitung
2 Hören und Hörqualität
2.1 Anthropologie des Hörens
2.2 Hören in der Schule
2.2.1 Bedeutung von Hören und Zuhören im Unterricht
2.2.1.2 Schüler mit Hörschädigung
2.2.2 Hörraum Klassenzimmer
2.2.2.1 Akustische Situation im Klassenzimmer
2.2.2.2 Auswirkungen von Lärm auf Sprache und Kognition
2.2.2.3 Auswirkungen von Lärm auf Wohlbefinden
2.3 Hörqualität
2.3.1 Begriffsklärung Qualität – Hörqualität
2.3.2 Qualitätsstandards »Hören in Räumen«
2.4 Ermittlung von Hörqualität
2.4.1 Objektive Maße
2.4.1.1 Verifikation durch Messtechnik
2.4.1.2 Validierung durch Performanzmessungen
2.4.2 Subjektive Maße
2.4.2.1 Validierung durch Frageninventare bei Erwachsenen
2.4.2.2 Validierung durch Frageninventare bei Kindern
3 Kinder mit Hörschädigung in der allgemeinen Schule
3.1 Beschreibung des Personenkreises
3.1.1 Medizinische Sichtweise
3.1.1.1 Formen kindlicher Hörstörungen
3.1.1.2 Schweregrad der Hörstörung
3.1.1.3 Exkurs: Einseitige Hörstörung
3.1.2 Pädagogische Sichtweise
3.1.3 Bio-psycho-soziales Modell der ICF
3.2 Technische Hilfen
3.2.1 Individualtechnik: Hörgeräte und CI
3.2.2 Möglichkeiten und Grenzen der Individualtechnik
3.2.3 Zusatztechnik in der Schule
3.3 Herausforderungen der Inklusion
3.3.1 Hörsituation im Klassenzimmer
3.3.2 Schulischer Bildungserfolg
3.3.3 Partizipation
4 Theoretische Begründung der Studie
5 Methodisches Vorgehen
5.1 Stichprobe
5.2 Erhebungsinstrumente
5.2.1 Beurteilung der Hörsituation – Entwicklung des E-HAK
5.2.1.1 Fragebogen zur Einschätzung der Hörsituation im Alltag
von Kindern (Schülerversion) E-HAK-S
5.2.1.2 Fragebogen zu Einschätzung der Hörsituation im Alltag
von Kindern (Lehrerversion) E-HAK-L
5.2.2 Classroom Participation Questionnaire (CPQ)
5.2.3 Schüleräußerungen zur Beurteilung der Hörsituation
5.2.3.1 Protokollbogen zum E-HAK-S
5.2.3.2 Leitfadengestütztes Interview
5.2.4 Gewinnung von Informationen zu soziodemographischen
Merkmalen, Hörtechnik, externen Faktoren und Bildung
von Indizes
5.3 Durchführung
5.4 Statistische Analysen
5.4.1 Quantitative Analysen
5.4.2 Qualitative Analysen
6 Ergebnisse
6.1 Validierung des E-HAK
6.1.1 Zuverlässigkeit der Messung mit dem E-HAK
6.1.2 Erfassen von Hörqualität mit dem E-HAK
6.1.3 Vergleich der Hörqualität mit und ohne
Hörübertragungsanlage
6.1.4 Beurteilung der Hörqualität im Zusammenhang mit dem
Ausmaß des Hörverlusts
6.1.5 Beurteilung der Hörqualität aus Schüler- und
Lehrerperspektive
6.2 Zusammenhänge zwischen Hörqualität, Partizipation
und Schulerfolg
6.2.1 Subjektiv erlebte Partizipation im Unterricht
6.2.2 Zusammenhänge zwischen Hörqualität,
Partizipationserleben und schulischen Leistungen
6.2.3 Strukturgleichungsmodell
6.3 Zusammenhänge zwischen personalen, technischen
und externen Faktoren und Beurteilung der Hörqualität
6.3.1 Zusammenhang zwischen Hörqualität und
audiologischen Daten
6.3.2 Zusammenhang zwischen Hörqualität und dem
Index »Personale Merkmale«
6.3.3 Zusammenhang zwischen Hörqualität und dem
Index »Technik«
6.3.4 Zusammenhang zwischen Hörqualität und dem
Index »Externe Faktoren«
6.4 Ergebnisse der qualitativen Inhaltsanalyse
6.4.1 Entwicklung des Kategoriensystems
6.4.2 Ergebnisse aus den Interviews
6.4.2.1 Kategorie 1: Die Hörumgebung
6.4.2.2 Kategorie 2: Die Person, die spricht
6.4.2.3 Kategorie 3: Die Technik
6.4.2.4 Kategorie 4: Wünsche
6.4.2.5 Kategorie 5: Strategien
6.4.3 Ergebnisse aus dem Protokollbogen zum E-HAK-S
6.4.4 Hörfähigkeit und Beurteilung der Hörsituation
6.4.5 Kommentare der Klassenlehrer
7 Diskussion
7.1 Qualität des E-HAK
7.2 Korrelate des E-HAK
7.2.1 Hörqualität und Partizipationserleben
7.2.2 Hörqualität und Schulerfolg
7.2.3 Erweitertes Modell
7.2.4 Hörqualität, personale, technische und externe Faktoren
7.2.5 Qualitative Daten
7.3 Methodenkritik
8 Empfehlungen für die pädagogische Arbeit
9 Literaturverzeichnis
10 Abbildungsverzeichnis
11 Tabellenverzeichnis
12 Anhang
12.1 E-HAK-S
12.2 E-HAK-L
12.3 CPQ-D
12.4 Leitfaden für das Gespräch vor der Befragung
12.5 Protokollbogen zur Durchführung des E-HAK-S
12.6 Protokollbogen zur Durchführung des CPQ-D
12.7 Leitfaden für das Abschlussgespräch/Interview
12.8 Transkriptionsregeln
12.9 Schreiben an die Eltern
12.10 Schreiben an die Schulen
12.11 Bildung von Indizes – Häufigkeiten
13 Die Autorin


Zusammenfassung
Gutes Hören ist eine Schlüsselqualifikation für schulischen Erfolg und wesentlich für das Partizipationserleben im Unterricht. Zur Beurteilung der Hörqualität wurde der Fragebogen zur „Einschätzung der Hörsituation im Alltag von Kindern“ (E-HAK) entwickelt und bei 30 hörgeschädigten Dritt- bzw. Viertklässlern, die allgemeine Schulen besuchten, erprobt und validiert. Hörgeschädigte Schüler (E-HAK-S) und ihre Lehrer (E-HAK-L) sollten das Hörverstehen in verschiedenen unterrichtsrelevanten Situationen subjektiv einschätzen. Zusammenhänge zwischen audiologischen Daten, subjektiv erlebter Hörqualität, kommunikativer Partizipation im Kontext Schule und Schulerfolg wurden untersucht. Die Zuverlässigkeit der Messung mit dem E-HAK-S und E-HAK-L ist gegeben. Die zwölf Items bilden typische schulische Hörsituationen ab, der Einfluss des Grads der Hörschädigung und der Nutzen von drahtlosen Hörübertragungsanlagen spiegeln sich wider, ebenso Zusammenhänge zwischen Hörqualität, Partizipation und schulischen Leistungen. Hörqualität scheint indirekt über das Partizipationserleben auf schulische Leistungen zu wirken. Mit dem E-HAK können Reflexionsprozesse in Bezug auf die Beurteilung der Hörsituation angestoßen werden. Im Zuge von Inklusion werden in den nächsten Jahren vermehrt hörgeschädigte Kinder die allgemeine Schule besuchen, so dass die Ermittlung von Hörqualität für diese Zielgruppe besonders bedeutsam ist.


Bogner, Barbara
Barbara Bogner schloss 1990 ihr Studium der Sprachbehindertenpädagogik, Psychologie und Musikpädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München ab (Magister Artium und Staatsexamen). Von 1992 – 2002 arbeitete sie im Bereich Pädagogische Audiologie und Sprachtherapie am Berufsbildungswerk für Hör- und Sprachgeschädigte in Nürnberg. Seit Oktober 2002 ist sie Hochschullehrerin (Akademische Oberrätin) an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg im Fach Hörgeschädigtenpädagogik. Die vorliegende Dissertation wurde im Oktober 2016 eingereicht. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Pädagogische Audiologie und Hörtechnik im Kontext von Inklusion. Schwerpunkte ihrer Lehre sind pädagogisch-audiologische Diagnostik und technische Hörhilfen sowie didaktische Fragen der Hörgeschädigtenpädagogik (z. B. Unterrichtsplanung, Berufliche Bildung, E-Learning). Sie ist Autorin zahlreicher Publikationen zu pädagogisch-audiologischen Themen und des Lehrbuchs „Hörtechnik für Kinder mit Hörschädigung – Ein Beitrag zur Pädagogischen Audiologie“. Sie ist Referentin auf nationalen und internationalen Tagungen des eigenen Fachs und benachbarter Fachdisziplinen. Seit 2007 ist sie Beauftragte für die Belange von Studierenden mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Außerdem ist sie Mitglied des Redaktionsgremiums der Fachzeitschrift HörgeschädigtenPädagogik (Median Verlag, Heidelberg), verschiedener Fachgesellschaften (American Auditory Society, BDH, dfgs, DGA) und des Bundesarbeitskreises Pädagogische Audiologie des BDH.


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