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E-Book

E-Book, Deutsch, 300 Seiten

Behrens Gordenia

E-Book, Deutsch, 300 Seiten

ISBN: 978-3-7549-7670-8
Verlag: epubli
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Zwei Brüder geraten in die Auseinandersetzungen zwischen Orks, Goblins und Menschen. Und das ausgerechnet zu einer Zeit. in der der Kaiserthron des Landes Gordenia unbesetzt ist. Auf der Flucht erleben die Jungen gefährliche Abenteuer und machen eine Entdeckung mit der niemand gerechnet hat, am wenigsten sie selber. Die Elben, die Magie beherrschen, sind aus Gordenia verschwunden und niemand weiß so recht, wohin und ob sie jemals zurück kommen.

Der Autor kam erst spät zum Schreiben. Inspiriert durch das Pen and Paper Rollenspiel 'Das Schwarze Auge' und den Büchern von JRR Tolkien und George RR Martin hat er seine Zeit der Coronaisolation zur kreatieven Schaffungsphase werden lassen.
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Kapitel 2
Vertrauen
Die Flanken seines Pferdes zitterten und Schaum tropfte ihm aus dem Maul. Arantis war scharf geritten und schon glaubte er, der verdammte Gaul würde unter ihm zusammenbrechen, da lag es plötzlich vor ihm, das Heerlager der Orks, in einer Senke noch halb verborgen im dichten Nebel des heraufdämmernden Tages. Kurz hielt er inne, er hoffte, dass seine Entscheidung richtig war. Seinen Auftrag, die Verteidigungsanlagen der Hauptstadt des Kaiserreiches zu erkunden, hatte er eigenständig abgebrochen. Er hielt seine Vermutungen über die Knaben für wichtig und wollte diese dem Erhabenen so schnell wie möglich mitteilen. Er konnte nur hoffen, dass der Erhabene das genauso sah. Vorsichtig lenkte er sein Pferd in die Senke hinab, als wie aus dem Nichts drei Orks vor ihm standen. Helm, Brustpanzer, großes rechteckiges Schild sowie Speer und Schwert und nicht zuletzt ihr rotes Halstuch wies sie als Soldaten der ersten Wacht aus, der Eliteeinheit der Orks „Kennung“ herrschte ihn einer der Soldaten an. „Schattenmann“ antwortete Arantis, in der stillen Hoffnung richtig geraten zu haben. „Falsche Antwort, runter vom Pferd“ die Orks zogen ihn grob von seinem Pferd, entwaffneten ihn und schubsten ihn vor sich her. Nach etwa fünfzig Schritten erreichten sie das Zelt ihres Befehlshabers. Sie stießen ihn ins Zelt, übergaben ihrem Befehlshaber Arantis' Waffen und machten Meldung. Ihr Befehlshaber sah sich ihren Gefangenen an und winkte seine Soldaten hinaus. „Gut gemacht, geht wieder auf euren Posten.“ Die Soldaten verließen das Zelt und der Befehlshaber grinste Arantis an. „Na, Milchgesicht“ mit diesen Worten gab er Arantis seine Waffen wieder. „Na, Klotzkopf“ die beiden fielen sich in die Arme. „Glück gehabt, das dich meine Leute erwischt haben, andere wären vielleicht ein wenig unfreundlicher gewesen.“ „Das Glück ist mit den Tüchtigen, das weißt du doch“ Arantis nahm sich einen Humpen vom Tisch, ging zu einem auf einem Sockel liegendem Bierfass und ließ sich Bier ein. Der Ork ergriff einen zweiten Humpen mit Bier und beide stießen an. „Schon zurück von deinem Geheimauftrag Meisterspion?“ der Ork sah ihn fragend an. „Was weißt du über meinen Geheimauftrag.“ „Nur Geraune, deshalb frage ich ja.“ „ Mir ist was dazwischen gekommen, ich muss so schnell wie möglich den Erhabenen treffen.“ „Warte damit lieber bis nach dem Frühstück, der Erhabene ist derzeit ein wenig ungehalten“ „Was ist passiert, ich war keine drei Tage weg.“ „Unsere Katapulte sind derzeit nicht einsatzbereit. Warum? Weil die Hohlköpfe beim verladen die Achsen vergessen haben.“ Der Ork lachte lauthals los. „Katapulte werden verladen?“ „Ja glaubst du wir ziehen die verdammten Dinger durch die Gegend?! Die werden auseinander gebaut, auf Ochsengespanne verladen und an Ort und Stelle zusammengesetzt.“ „Und beim Aufladen haben sie die Achsen vergessen?“ „Ja, gemerkt haben sie das erst, als sie die Katapulte zusammenbauen wollten. Sucares hat getobt wie ein Wintersturm.“ „Und stecken jetzt ein paar Orkköpfe auf Spießen?“ „Noch nicht, unser allseits geschätzter Heerführer Sucares kann nix machen, die von der Dritten sind die einzigen Orks, die die Dinger zusammen bauen können. Er hat die gesamte Dritte auf halbe Ration gesetzt, kein Bier, kein Fleisch nur Grießpampe.“ „Was macht ihr jetzt?“ „Sucares hat sie in den Wald geschickt, die sollen aus Holz Achsen zimmern, die werden nicht so gut halten, wie die aus Eisen, aber zur Not wird es gehen.“ „Deshalb ist der Erhabene ungehalten?“ „Der Angriff auf Oras verzögert sich um drei bis vier Tage, der Heerführer musste dem Erhabenen Bericht erstatten und kam mit gesenktem Kopf aus dem Zelt.“ Arantis wusste wie stolz der Heerführer der Orks auf sein gutes Verhältnis zum Erhabenen war. Dass die dritte Wacht durch ihre Nachlässigkeit den Feldzug verzögert hat, wird den Erhabenen nicht erfreut haben. „Gut, frühstücken wir erst. Unter diesen Umständen möchte ich dem Erhabenen nicht mit leerem Magen unter die Augen treten.“ Sie begannen zu essen und Arantis Gedanken flogen in die Vergangenheit. Ischya: Arantis sieht sich wieder als junger Sohn eines einflussreichen Senators des Kaiserreiches auf dem Sklavenmarkt in Ischya stehen. Damals gehörte es zum guten Ton der Oberschicht des Kaiserreiches einen möglichst jungen Ork als Haussklave zu halten. So erwarb er einen jungen Ork und nannte ihn Zulu. Nach der damaligen Vorstellung waren Orks barbarische Wilde. Doch Zulu erwies sich als klug und hatte Humor. Ewas , was die meisten Söhne der Senatoren vermissen ließen . Die beide wurden Freunde und nach zwei Sommern schenkte Arantis Zulu die Freiheit und löste damit einen gesellschaftlichen Skandal aus. Einen Ork in die Freiheit zu entlassen galt als staatsgefährdend. Das Kaiserreich befand sich noch mitten in den Orkkriegen und tausende von Orks schufteten als Sklaven in den Erzminen des Reiches. Die Freiheit Zulus wurde öffentlich nicht anerkannt. Zulu wurde für vogelfrei erklärt und Arantis verhalf ihm zur Flucht aus dem Kaiserreich, so trennten sich die Wege der beiden. „Das wollte ich dich schon immer mal fragen, warum hast du den Namen Zulu behalten, es ist der Name eines Sklaven?“ „Ein Freund hat ihn mir gegeben und ich behielt in Erinnerung an ihn. Du hast mich viel gelehrt Milchgesicht. Und kein anderer Ork heißt so wie ich, das macht mich einmalig. Wie kommst du gerade jetzt darauf?“ „Ich musste gerade an Ischya denken, wie lange ist das her?“ „Fünfzehn oder Sechzehn Sommer? Ich für mein Teil denke da lieber an die Schlacht in den Hochlandhügeln. Erinnerst du dich daran?“ „Wie könnte ich die vergessen, es war eine fürchterliche Niederlage.“ „Für die Milchgesichter schon, für uns war es ein ruhmreicher Sieg und der erste seit langem.“ Es war schon gegen Ende der Schlacht, das Gros des kaiserlichen Heeres wandte sich bereits zur Flucht, da begegneten sich beide auf dem Schlachtfeld. Arantis war von seinem Pferd gestürzt und hatte seinen Helm verloren. Das war sein Glück, denn so erkannte ihn Zulu. Als Befehlshaber eines Haufen, forderte er Arantis auf sich zu ergeben und erklärte ihn zu seinem Gefangenen. Zwei Krieger aus Zulus Haufen brachten ihn ins Lager der Orks und bewachten ihn dort. Normalerweise machten Orks keine Gefangenen, doch Zulu machte Arantis zum Geschenk für den Erhabenen. So war er für alle Orks unantastbar. Am Ende des siegreichen Tages übergab Zulu Arantis in die Hände des Erhabenen. „Mich zum Geschenk für den Erhabenen zu erklären war eine kluge Idee.“ „Ich war schon immer klüger als meisten anderen Klotzköpfe.“ „Der Nebel hat sich verzogen und ich bin satt, Zeit sich dem Erhabenen zu stellen.“ „Was gibt es denn so wichtiges zu berichten?“ „Kann ich dir nicht sagen.“ „Kannst du nicht oder willst du nicht?“ „Ich weiß nicht genau, ob meine Beobachtung so wichtig ist.“ „Das hoffe ich für dich alter Freund, du weißt wie er sein kann.“ Nach einer Umarmung trennten sich die beiden und Arantis machte sich auf den Weg. Das große Zelt des Erhabenen stand im Zentrum des Lagers, die Wachen meldeten seine Ankunft und er konnte eintreten. Der Erhabene stand in der Mitte des großen Zeltes über eine Karte gebeugt. Arantis legte die Faust auf die Brust und neigte leicht den Kopf. Diese einfachste Form der Begrüßung zeigte seine hohe Rangordnung innerhalb des Orkheeres. Der Erhabene blickte kurz auf. „Bist du auf Drachenschwingen nach Turatur geflogen, erkanntest mit Adleraugen ihre Verteidigung und bist zurück geflogen?“ „Leider besitze ich weder Drachen noch Adleraugen, Erhabener.“ „Dann hoffe ich du hast eine gute Erklärung dafür, dass du meine Anweisung missachtet hast.“ „Das hoffe ich auch.“ „Ich höre?!“ Arantis berichtete nun ausführlich die Ereignisse in dem Gasthaus und warum er unverzüglich ins Lager der Orks zurück gekehrt war. Der Erhabene hörte aufmerksam zu, nach Ende des Berichtes schwieg er eine Weile, dann wandte er sich wieder an Arantis. „Beschreibe die Jungen, wie alt, welche Haarfarbe, aus welchem Dorf kommen sie.“ „Der ältere ist im fünzehnten Sommer ziemlich groß für sein Alter , der kleinere im zehnten Sommer, eher zierlich, beide haben blondes Haar und blaue Augen , der große eher ein Zauderer, der kleine etwas vorlaut. Sie sind aus Berenga vor etwa drei Tagen geflohen.“ „Und ihre Ohren?“ „Menschlich , nicht wie eure“ „Höre ich da einen spöttischen Unterton in deiner Stimme? Ich hoffe unsere Vertrautheit verleitet dich nicht zur Respektlosigkeit mir gegenüber.“ Arantis neigte seinen Kopf und beugte leicht das Knie. Der Erhabene schien mit dieser kleinen Geste des Respektes zufrieden. „Wie hieß ihr Vater noch mal?“ „Furatur“ „Gut, du hast recht darin gehandelt mich sofort auf zu suchen. Bleibe vorerst im Lager und halte dich zu meiner Verfügung. Gehe jetzt und schicke Sucares zu mir.“ Eilig verließ Arantis das Zelt und suchte nach dem Heerführer der Orks. Er fand ihn in seinem Zelt inmitten seiner Befehlshaber. Als Arantis ihm den Wusch des Erhabenen mitteilte, eilte der sofort los. Als Sucares das Zelt des Erhabenen betrat, sprach dieser ihn auch gleich an. „Welcher deiner Befehlshaber hat das Dorf Berenga...


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