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E-Book, Deutsch, Band 53, 592 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 230 mm

Reihe: Arbeiten zur Bibel und ihrer Geschichte (ABG)

Beck Verstehen als Aneignung

Hermeneutik im Markusevangelium

E-Book, Deutsch, Band 53, 592 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 230 mm

Reihe: Arbeiten zur Bibel und ihrer Geschichte (ABG)

ISBN: 978-3-374-04474-0
Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Das Markusevangelium hat eine eigene Verstehenskonzeption, die mit der Darstellung des Erzählten entfaltet wird. Dies ist die These, die Beck in seiner Arbeit stringent begründet. Da der Aufweis solch einer markinischen Hermeneutik freilich selbst Interpretation ist, klärt der erste Teil zuvorderst die Voraussetzungen und Grundlegungen einer Hermeneutik, die dem Markusevangelium als narrativem Text adäquat ist.
Unter Anwendung jener Hermeneutik zeigt der zweite Teil mittels detaillierter Exegese dann die im Markusevangelium selbst thematisierte Hermeneutik auf. Angemessenes Verstehen Jesu und des von ihm verkündeten Reiches Gottes erweist sich hiernach als existentiell umfassendes Geschehen, das als Aneignung stets neu eine Enteignung bisheriger Selbst- und Identitätssicherungen impliziert.

[Understanding as Appropriation. Hermeneutics in the Gospel of Mark]
The Gospel of Mark has a distinct concept of understanding. It is developed through the representation of the narrated story. This thesis Beck substantiates in his book compellingly. Because the demonstration of such a Markan hermeneutics is itself an interpretation, the first part clarifies the premises and foundations of a hermeneutics, which can be adequately applied to the Gospel of Mark as a narrative text.
In usage of this hermeneutics, the second part shows – by means of a detailed exegesis – the hermeneutics, which the Gospel of Mark itself addresses. Appropriate understanding of Jesus and the kingdom of God is accordingly an existentially comprehensive act which as appropriation in each case implies a dispossession of the previous assured concept of the own self and identity.
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INHALT

Vorwort 5
Inhalt 9

I. Der Zugang zu einer Untersuchung der Hermeneutik im Markusevangelium 13
1. Das Markusevangelium als narrativer Text 16
2. Texthermeneutik als Zugang zum Markusevangelium 30
3. Der Aufbau der Untersuchung 38

II. Voraussetzungen einer dem Markusevangelium ada¨quaten Texthermeneutik 41
1. Existenz und Verstehen 43
1.1 Das Verstehen als Existential in Martin Heideggers »Sein und Zeit« 44
1.2 Die existentiale Interpretation als hermeneutisches Prinzip bei Rudolf Bultmann 57
1.3 Die Modifikation der existentialen Interpretation bei Ernst Fuchs 76
2. Verstehen und Text 87
2.1 Der Text als »Medium« in der Hermeneutik Paul Ricœurs 89
2.2 Die »intentio operis« als Kriterium der Interpretation bei Umberto Eco 113
2.3 Der Text als »Gegenstand« in der hermeneutischen Konzeption Gu¨nter Figals 121
3. Text und Existenz 127
3.1 Die Appropriation in der textorientierten Hermeneutik Paul Ricœurs 129
3.2 Mo¨glichkeiten narrativer Identita¨t 141
3.2.1 Wilhelm Schapp: In Geschichten verstrickt 142
3.2.2 Narrative Identita¨t bei Paul Ricœur 148

III. Grundlegungen einer dem Markusevangelium ada¨quaten Texthermeneutik 157
1. Zur Frage nach dem Text 160
1.1 Das Problem der Vorga¨ngigkeit der Sprache 160
1.2 Das Problem des Textes als koha¨rentes Werk 166
1.3 Das Problem des Evangeliums als Werk »sui generis« 175
2. Zur Frage nach dem Verstehen 186
2.1 Verstehen und Interpretation 187
2.2 Metapher und Narration 196
2.3 Narration und Figuration 204
3. Zur Frage nach der Existenz 212
3.1 Textversta¨ndnis als Selbstversta¨ndnis 213
3.2 Verstehen als Aneignung 218
3.3 Glauben und Verstehen 225
4. Texthermeneutik als Auslegungsprinzip des Markusevangeliums 232

IV. Hermeneutik im Markusevangelium 239
1. Verstehen im Rahmen der Erza¨hlebene des Markusevangeliums 242
1.1 Verstehen in Bezug auf das Reich Gottes 243
1.1.1 Mk 1,14–15: Umorientierung angesichts des Reiches Gottes 244
1.1.2 Mk 12,34: »Du bist nicht fern vom Reich Gottes« 253
1.1.3 Das Unversta¨ndnis der Ju¨nger 261
1.2 Die Pra¨senz des Reiches Gottes in der Person Jesu 277
1.2.1 Die Lehre Jesu als Vermittlung des Reiches Gottes 277
1.2.2 Jesus als Geisttra¨ger 284
1.2.3 Reich Gottes und Jesus als Gegenu¨ber des Ju¨ngerunversta¨ndnisses 292
1.3 Verstehen in Bezug auf die Person Jesu 296
1.3.1 Erkenntnis Jesu bei den Ju¨ngern 297
1.3.2 Erkenntnis Jesu beim Volk 304
1.3.3 Erkenntnis Jesu bei seinem familia¨ren Umfeld 310
1.3.4 Erkenntnis Jesu bei den religio¨sen Agitatoren 315
1.3.5 Erkenntnis Jesu bei Da¨monen 319
1.3.6 Erkenntnis Jesu bei Nebenfiguren 323
2. Verstehen im Rahmen der Diskursebene des Markusevangeliums 330
2.1 Die bleibende Vorla¨ufigkeit des Verstehens der Identita¨t Jesu 332
2.1.1 Die narrative Offenlegung der Identita¨t Jesu 334
2.1.2 Die narrative Verhu¨llung der Identita¨t Jesu 345
2.1.3 Die narrativ bedingte Notwendigkeit einer Relektu¨re 355
2.2 Die Person Jesu als Vermittler des Reiches Gottes 363
2.2.1 Die Identifikation Jesu als Ko¨nig der Juden 364
2.2.2 Der Anfang des Evangeliums Jesu Christi 372
2.2.3 Die Korrelation von Christologie und Theologie 379
2.3 Verstehen als Aneignung 383
2.3.1 Aneignung als Enteignung: Jesu familia¨res Umfeld 385
2.3.2 Aneignung ohne Enteignung: Mk 12,1–12 395
2.3.3 Enteignung als Aneignung 410
2.3.3.1 Aneignung als Thema der Gleichnisdeutung Mk 4,14–20 412
2.3.3.2 Die Umkehrung der Verha¨ltnisse 422
2.3.3.3 Mk 10,46–52: Der blinde Bettler Bartima¨us 433
2.3.3.4 Mk 12,41–44: Das Verhalten der armen Witwe im Tempel 446
2.3.3.5 Mk 14,3–9: Die Frau mit dem kostbaren Nardeno¨l 456
2.3.3.6 Die Nebenfiguren in Mk 10,46–16,8 als Metafigur 466

V. Das Verstehen verstehen 481
1. Hermeneutik im Markusevangelium 483
2. Verstehen als Aneignung 497

Literaturverzeichnis 503
1. Quellenausgaben 503
2. Hilfsmittel 504
3. Kommentare 505
4. Sekunda¨rliteratur 507
Register
1. Stellenregister 561
2. Sach- und Begriffsregister 577


Beck, Johannes U.
Johannes U. Beck, Dr. theol., Jahrgang 1983, studierte Evangelische Theologie in Mainz, Tübingen, Basel und Jena und wurde 2015 mit der vorliegenden Arbeit an der Eberhard Karls Universität Tübingen im Fach Neues Testament promoviert. Derzeit ist er Vikar der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland in Jena und Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen.

Johannes U. Beck, Dr. theol., Jahrgang 1983, studierte Evangelische Theologie in Mainz, Tübingen, Basel und Jena und wurde 2015 mit der vorliegenden Arbeit an der Eberhard Karls Universität Tübingen im Fach Neues Testament promoviert. Derzeit ist er Vikar der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland in Jena und Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen.


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