Baberowski | Der sterbliche Gott | E-Book | sack.de
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E-Book, Deutsch, 1406 Seiten

Reihe: Edition der Carl Friedrich von Siemens Stiftung

Baberowski Der sterbliche Gott

Macht und Herrschaft im Zarenreich

E-Book, Deutsch, 1406 Seiten

Reihe: Edition der Carl Friedrich von Siemens Stiftung

ISBN: 978-3-406-71421-4
Verlag: C.H.Beck
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Seit jeher inszenierten sich Russlands Herrscher als allmächtige Autokraten, die ihr Land mit eiserner Faust regierten. In Wahrheit aber war diese Inszenierung nur eine Fassade, hinter der sich die Schwäche des Staates verbergen konnte. Das zarische Vielvölkerimperium war ein fragiles Gebilde, das im Modus der Improvisation beherrscht wurde, seit Peter I. es nach Westen geöffnet hatte. Wie aber gelang es den Zaren und ihrer Bürokratie, ein multiethnisches, schwach integriertes Imperium über zwei Jahrhunderte erfolgreich zusammenzuhalten? Jörg Baberowski erzählt Russlands Geschichte aus der Perspektive der Herrschaft und ihrer Zwänge.

Ansprüche und Möglichkeiten fanden in Russland nur selten zueinander. Der autokratische Staat operierte im Modus der Improvisation, weil es ihm an Instrumenten der Integration fehlte. Davon aber wussten auch diejenigen, die ihn herausforderten. Es war die Kritik, die sich mit den liberalen Reformen Alexanders II. (1855–1881) ausbreiten konnte, die die Staatskrise überhaupt erst auslöste. Der sterbliche Gott, wie Thomas Hobbes den Leviathan genannt hat, lebt von der Illusion der Stabilität und Unerschütterlichkeit. Doch der sterbliche Gott ist verwundbar. Er ruht auf Voraussetzungen, die er selbst garantieren muss. Davon ist in diesem Buch die Rede: Von Krisen und ihrer Bewältigung. Und insofern weist die Geschichte, die Jörg Baberowski in diesem Buch erzählt, auch über Russland hinaus: Weil sie nach den Grundlagen staatlicher und gesellschaftlicher Ordnungen fragt und zeigt, wie schnell sie sich auflösen können. Wer verstehen will, was Macht und Herrschaft sind und warum sie in Russland andere Formen annahmen als im Westen Europas, der findet Antworten in diesem glänzend geschriebenen Buch.
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Peter I. (1682–1725), Öl auf Leinwand von Paul Delaroche, 1838, Hamburger Kunsthalle Reiterstatue Peters I., errichtet von Katharina II. in St. Petersburg Katharina II. (1762–1796), Öl auf Leinwand von Fjodor Stepanowitsch Rokotow, 80er Jahre des 18. Jh., Eremitage, St. Petersburg «Plan der Kayserlichen Residentz-Stadt St. Petersburg wie solcher Anno 1737 aufgenommen worden», aus dem «Russischen Atlas» von Joseph Nicolas de L’Isle, St. Petersburg, 1745 Winterpalast in St. Petersburg, Photographie zu Beginn des 20. Jahrhunderts Sommerschloss Peterhof in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts, Photographie Peter I. schneidet den Bojaren die Bärte ab, kolorierter Holzschnitt, um 1700 Nikolai I. (1825–1865), Öl auf Leinwand von Franz Krüger, 1852, Eremitage, St. Petersburg Alexander II. (1855–1881), Photographie, um 1870 Alexander Herzen (1812–1870), Schriftsteller und Philosoph, Photographie, 1861 Boris Tschitscherin (1828–1904), Rechtsphilosoph und Professor für Staatsrecht an der Universität Moskau, Öl auf Leinwand von Wladimir Osipowitsch Sherwood, Ende des 19. Jh., Kunstgalerie Tambow Timofei Granowski (1813–1855), Historiker und Professor für Geschichte an der Universität Moskau, Öl auf Leinwand von Pjotr Sacharow-Tschetschenez, 1845, Tretjakow-Galerie, Moskau Michail Bakunin (1814–1876), Revolutionär und einflußreicher Vordenker des Anarchismus, Photographie, um 1860 Vera Figner (1852–1942), Terroristin und einflußreiches Mitglied der «Narodnaja Wolja», Photographie, 1880 (links) Vera Sassulitsch (1849–1919), Terroristin und spätere Mitbegründerin der sozialdemokratischen Bewegung in Rußland, Photographie, in den 60er Jahren des 19. Jh. (rechts) Michail Loris-Melikow (1824–1888), Diktator und Innenminister 1880–1881, Öl auf Leinwand von Iwan Aiwasowski, 1888, Staatliches Literaturmuseum, Moskau Alexander Michailow (1855–1884), Mitglied der «Narodnaja Wolja» und strategischer Kopf der terroristischen Bewegung, Photographie, 1880 Konstantin Pobedonoszew (1827–1907), Oberprokuror des Heiligen Synods 1880–1905, Photographie, 1902 Alexander III. (1881–1894), Photographie Alexander III. und Maria Fjodorowna mit den Kindern Nikolai, Xenia und Georgi (v. li.), Photographie, um 1878 Alexander III. und seine Nichte Maria Georgijewna, Photographie Sergei Witte (1849–1915), Finanzminister 1892–1903 und Vorsitzender des Ministerkomitees 1903–1906, Photographie, 1905 Eröffnung des Denkmals für Zar Nikolai I. auf dem Isaaksplatz in St. Petersburg, Photographie, 1859 St. Petersburg im 19. Jahrhundert, Newski-Prospekt, Photographie Das Industrierevier im Donbass, Photographie, um 1900 Fabrikanlage im Donbass, Photographie, um 1900 Baku, Altstadt, Photographie, Ende des 19. Jahrhunderts Riga, Stadttheater im Zentrum, Photographie, Anfang des 20. Jahrhunderts Scheichantaur-Moschee in Taschkent, Photographie, Ende des 19. Jahrhunderts Buchara, zentrale Koranschule, Photographie, Ende des 19. Jahrhunderts Der Pogrom von Kischinjow, Photographie, April 1903 Opfer des Pogroms von Kischinjow, Photographie, April 1903 Lew Tolstoi (1828–1910), Schriftsteller, Autor von «Krieg und Frieden», Photographie, Staatliches Tolstoi-Museum, Moskau Die Hungersnot 1891, Bauern in einer Garküche, Photographie Pjotr Struwe (1870–1944), Begründer des «legalen Marxismus» in Rußland, später theoretischer Kopf des russischen Liberalismus, Photographie, um 1912 Wladimir Lenin (1870–1924), Revolutionär, Marxist und Führer der bolschewistischen Partei, Fahndungsphoto, 1895 Juli Martow (1879–1923), Marxist, führender Kopf der menschewistischen Partei, Photographie, 1910 Sergei Subatow (1864–1917), Chef der Ochrana in Moskau. Begründer des «Polizeisozialismus», Photographie Nikolai II., Zar von Rußland 1894–1917 und George V., König von England 1910–1936, Photographie, 1913 Die Familie des Zaren, von links nach rechts: Tatjana, Alexandra (Ehefrau Nikolais II.), Anastasia, Maria, Nikolai II. und Olga, Photographie, 1910 Die Familie des Zaren, von links nach rechts: Nikolai II., Alexei, Olga, Maria, Tatjana, Alexandra (Ehefrau Nikolais II.), Anastasia, Photographie, 1915 Befestigungswall im Russisch-Japanischen Krieg, Photographie, 1904 Georgi Gapon (1870–1906), 3. v. li., Photographie, 1905 Der Petersburger «Blutsonntag», Photographie, Januar 1905 Fürst Pjotr Swjatopolk Mirski (1857–1914), Innenminister 1904–1905, Photographie, um 1904 Von links nach rechts: Sergei Witte, Baron Roman von Rosen, Theodore Roosevelt, Jutaro Komura (rechts außen) in Portsmouth, Photographie, August 1905 Pjotr Stolypin (1862–1911), Innen- und...


Jörg Baberowski ist Professor für die Geschichte Osteuropas an der Humboldt-Universität zu Berlin und Autor zahlreicher Bücher und Aufsätze zur russischen und sowjetischen Geschichte. 2012 erhielt er für sein Werk "Verbrannte Erde. Stalins Herrschaft der Gewalt" den Preis der Leipziger Buchmesse.


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