Allert | Der Keimling | Buch | 978-3-938808-14-6 | sack.de

Buch, Deutsch, 200 Seiten

Allert

Der Keimling

Die Familiengeschichte eines autistischen Mädchens. Eine soziologische Theorie des Autismus

Buch, Deutsch, 200 Seiten

ISBN: 978-3-938808-14-6
Verlag: Velbrück


In »Der Keimling« wird aus der Darstellung eines Falles von Autismus, erstmals eine soziologische Theorie des Autismus entwickelt. Dabei wird die derzeit avancierteste psychoanalytische Position zum Autismus, die von Francis Tustin, kritisch aufgenommen.

Schon die Lektüre des analysierten Datenmaterials ist faszinierend, weil es auf verschiedenen Aggregationsstufen einen Zugang zur Fallgeschichte ermöglicht: Interviews mit den Eltern, ein drei Generationen umspannendes Genogramm der Familiengeschichte, »Selbstäußerungen« der Autistin, die diese über die sogenannte computergestützte Kommunikation erzeugt hat, sowie Interviewprotokolle aus Gesprächen, die mit ihr via Computer geführt wurden.

Die ersten Teile des Buches sind in einem narrativen Stil geschrieben. Am Ende erfolgt eine theoretische Abstraktion und Verdichtung. - Es bietet somit eine deutsche Familiengeschichte, eine Kasuistik des autistischen Syndroms sowie eine kommunikationssoziologisch orientierte Theorie des Autismus.

Unter theoretischen Interessen ist das Buch besonders bedeutsam für die Autismusdebatte im Anschluss an Freud, Bettelheim, Mahler, Tustin und die Ferenczi-Tradition; für die Systemtheorie, wegen Allerts fundierter Kritik an der systemtheoretischen Konzeption des Verhältnisses von Wahrnehmung und Bewusstsein; für die Strukturtheorie der Familie (Lévi-Strauss, Freud, Oevermann, Allert); für Phänomenologie und philosophische Anthropologie (Merleau-Ponty, Plessner).
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Zielgruppe


In »Der Keimling« wird aus der Darstellung eines Falles von Autismus, erstmals eine soziologische Theorie des Autismus entwickelt. Dabei wird die derzeit avancierteste psychoanalytische Position zum Autismus, die von Francis Tustin, kritisch aufgenommen.


Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Tilman Allert, geboren 1947, ist Professor für Soziologie mit Forschungsschwerpunkt in der Mikrosoziologie und Familiensoziologie an der Universität Frankfurt am Main. Jüngste Buchpublikation: Der deutsche Gruß. Geschichte einer unheilvollen Geste, 2005 bei Eichborn. Für seine Habilitationsschrift Die Familie. Fallstudien zur Unverwüstlichkeit einer Lebensform, erschienen 1998 bei de Gruyter, erhielt Allert 1999 den »Christa-Hoffmann-Riem-Preis« für qualitative Sozialforschung.


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